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Von Heekern für Heeker

Bürgerstiftung soll gegründet werden

Heek Eine Stiftung von Bürgern – für Bürger: Wenn genügend Einwohner mitmachen, wird es künftig auch in Heek eine Bürgerstiftung geben.Die Bürger müssen noch von der Idee überzeugt werden.

Bürgerstiftung soll gegründet werden

Der Initiativkreis Bürgerstiftung ist guter Dinge, sein Ziel zu erreichen. Foto: Gemeinde Heek

Das Ziel einer künftigen Bürgerstiftung für Heek ist klar formuliert: den Gemeinsinn stärken, Projekte in allen Bereichen und allen Ortsteilen anstoßen und unterstützen – für soziale Zwecke, kulturelle Initiativen oder Natur- und Umweltschutz. Bei einem Informationsabend wollen die Mitglieder des Initiativkreises die Idee vorstellen.

„Wir wollen die Vernetzung und das Engagement weiter nach vorne bringen“, erklärt Burkhard Gebker vom Initiativkreis. Mit dabei sind Paul Wessling, Christian Niehues, Bernhard Bockhold, Lisa Gausling, Ulrich Helmich, Franz-Josef Weilinghoff, Pia Loske, Ludger Gausling, Heidi Schiller, Arnold Terliesner, Hubert Steinweg, Bernd Gellenbeck und Walter Sosul – Vertreter aus allen gesellschaftlichen Bereichen also.

Politik soll sich nicht einmischen

„Das war uns wichtig“, sagte Bürgermeister Franz Josef Weilinghoff. Er lege Wert darauf, dass sich auch die Verwaltung lediglich als Unterstützer des Projekts betätigt. Ist die Gründung vollzogen, sei er nur als Bürger dabei. „Es wäre schlecht, wenn sich die Politik zu sehr einmischt.“

Schon bei seiner Amtseinführung vor drei Jahren sei er mit der Idee konfrontiert worden. Wohl ausgelöst durch die Gründung der Bürgerstiftung in Gronau, hatten einige Heeker bei der Politik angeklopft, ob sich das Modell nicht auch für Heek eigne. Bei einer Bürgerstiftung können Bürger Geld, Zeit oder Ideen einbringen. Bestehende, aber auch neue Projekte und Initiativen können unterstützt werden – je nach Votum der Stiftungsgremien. Somit ist die Stiftung auch ideale Plattform für alle, die sich engagieren wollen, aber aus Zeit- oder anderen Gründen nicht langfristig planbar aktiv sein können, wie etwa in Vereinen. Arnold Terliesner: „Wir sind breit aufgestellt, wollen auch selbst Projekte initiieren und gestalten.“ Entsprechend offen sei die Satzung.

Eigene Geschäftsstelle

Inzwischen hat der Initiativkreis viele Stunden über Satzungsentwürfen, bundes- und landespolitischen Regularien und Korrespondenz mit der Bezirksregierung als Genehmigungsbehörde verbracht. Es gibt ein Logo, das von Brigitte Müller aus Nienborg entworfen wurde und Räume für eine Geschäftsstelle. Unterstützung und Tipps kamen von den Vorbildern in Vreden und Gronau. „Die formellen Voraussetzungen sind jetzt erfüllt“, sagt Arnold Terliesner. Bis zum 30. Januar solle der Gründungsakt vollzogen sein.

Beim Infoabend am Dienstag, 28. November, ab 19 Uhr sollen die Bürger von der Idee überzeugt werden. Auch der Entwurf der Satzung wird vorgestellt. Per Infopost erhalten alle 2500 Haushalte eine Broschüre nebst Einladung in die Geschäftsstelle der Bürgerstiftung am Strootkamp 3. Der Bürgermeister ist optimistisch: „Ich mache mir keine Sorgen, dass wir das nichtzustande bekommen.“

Eine Bürgerstiftung ist laut Wikipedia „eine unabhängige, autonom handelnde, gemeinnützige Stiftung von Bürgern für Bürger mit möglichst breitem Stiftungszweck“.

Das Stiftungskapital muss mindestens 100.000 Euro betragen. Gründungsstifter sollten jeweils 1000 Euro einbringen. Aber auch Spenden sind möglich.

Das Stiftungskapital muss laut Gesetz erhalten bleiben, nur die Zinsen dürfen verwendet werden. Spenden können sofort in Projekte fließen.

Die Gremien: Das Stiftungsforum ist die Vollversammlung aller Stifter. Sie wählt einen Stiftungsrat, der 7 bis 15 Personen umfasst, und einen Vorstand (3 bis 6 Personen).

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