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Halloween

Gruselige Maskerade

Heek Wer sich an Halloween in die Hände von „Maskenbildnerin“ Eva Tewes aus Heek begab, der musste mit allerlei Schockmomenten rechnen.

Gruselige Maskerade

Diese Gruppe hat sich von Eva Tewes kunstfertigen Händen in gruselige Gestalten verwandeln lassen. Foto: Menzel

Gruseln braucht auch einen Spaßfaktor. „Das eine schließt das andere ja nicht aus,“ behauptet Eva Tewes. Die 37-Jährige muss es wissen. Sie ist am Dienstagabend in Schöppingen in der Gaststätte „Brüningmühle“ beim tanzenden Halloween-Volk als „Maskenbildnerin“ im Hintergrund am Werk. Die Heekerin hat einen reichhaltigen Fundus an Farben, Scherzartikeln und sonstigen Utensilien mitgebracht, um die Gäste entsprechend dem Anlass herzurichten.

„Von Beruf bin ich eigentlich Zahnarzthelferin. Nebenher arbeite ich als Animateurin, trete als Clown auf und schminke für einen Discounter im Bottroper Movie-Park große wie kleine Besucher“, verrät Eva Tewes. Beides lasse sich übrigens gut miteinander verbinden: „Wenn die Patienten in der Zahnarztpraxis auf dem Behandlungsstuhl sitzen, kann ich ihnen hin und wieder ihre Furcht durch ein paar kleine, nette Späßchen nehmen.“

Kunstblut im Gesicht

Am Dienstagabend war die junge Frau allerdings mehr als Visagistin gefragt. Hier ein Beil auf den Kopf geklebt, dort einen schwabbeligen Finger drapiert, Kunstblut dramatisch im Gesicht verteilt, Narben geformt, oder auch die Gesichter gebleicht. „Es macht einfach Spaß, die Menschen zu verwandeln“, sagt Eva Tewes und lacht. „Ich mache das seit 15 Jahren und habe diese Kunst seinerzeit bei einem professionellen Schminkteam für ‚Unfallopfer‘ in Enschede gelernt.“ Sie selbst, so verrät sie, schlüpfe ebenfalls gerne in andere Rollen: „Ich würde am liebsten mal eine Wasserleiche bei Alarm für Cobra 11 spielen“, gibt sie zu.

Gruselige Maskerade

Bin ich bald fertig?“ Der 68-jährige Franz-Josef Dohms kann es gar nicht abwarten, sein von Eva Tewes verwandeltes Antlitz im Spiegel zu betrachten

Kinder, so erzählt die kreative junge Frau, seien dankbare „Kunden“ mit einer immensen Fantasie. Vor allem, was den Einsatz der Farbpalette angeht. „Sie sitzen teils mit ganz konkreten Vorstellungen vor mir und halten mir dann ihr Wunschoutfit per Handy hin. Wenn größere Gruppen kommen, wollen alle oft das gleiche geschminkte Gesicht haben. Bei den Mädels sind es in der Regel Prinzessinnen, bei den Jungs Teufel oder Skelette. Nur Männer, die sind aufgrund ihrer Bartstoppeln sehr schwierig mit Schwamm und Farbe zu behandeln. Selbst wenn sie frisch rasiert sind. Ihre Haut ist großporiger als die der Kinder.“

Doch gerade die Herren der Schöpfung seien oft eher gewillt als Frauen, optisch in eine andere Rolle zu schlüpfen. „Im Movie-Park ziehen die Väter nicht selten mit ihren Kindern gleich. Oder beim Schützenfest in Vreden. Da wollen alle Männer plötzlich als Marienkäfer angemalt werden“, plaudert Eva Tewes aus dem Nähkästchen.

„Dankbare Kundschaft“

Auch an diesem Abend sind es zwei Herren der Schöpfung, die vor ihr auf dem Stuhl sitzen: Franz-Josef Dohms und Mike Jugel haben sich in smarte Schädel-Kostüme gehüllt und wollen nun die entsprechende Maskerade auch im Gesicht ergänzt wissen. „Klasse“ loben die beiden, als Eva Tewes sie mit geübten Griffen verwandelt hat. „Eine dankbare Kundschaft“, gibt Eva Tewes das Kompliment zurück: „Der einzige Mann, der sich von mir nicht verschönern lässt, ist mein zweijähriger Sohn. Der will nicht mal einen kleinen Schnurrbart aufgezeichnet haben.“ Er hat in dem Alter ja auch noch einige weitere Halloween-Feste Zeit.

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