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Unzufrieden mit Schnellbus

Haltestellen bremsen Bus

HEEK Schnelle Linien, kurze Taktungen: So sieht für Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff der ideale Busverkehr aus. Die Wirklichkeit bewertet er anders.

Haltestellen bremsen Bus

Der Schnellbus könnte seinem Namen mehr Ehre machen, findet Heeks Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. Dazu braucht es Veränderungen. Foto: Stefan Grothues (A)

Der Heeker Bürgermeister bezieht Position zum Thema Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV): Der Schnellbus nach Münster sei alles andere als schnell, und den bisherigen Stundentakt etwa für Fahrten nach Ahaus hält er für falsch. „Mit dem Bus zur Arbeit zu pendeln wird erst dann interessant, wenn die Busse halbstündig fahren“, sagt Franz-Josef Weilinghoff. Denn eine Stunde auf einen Bus warten, wenn es bei der Arbeit mal etwas länger dauert als gedacht – „das macht keiner“, so der Bürgermeister. Also fahren fast alle jeden Tag mit dem Auto.

Neuer Nahverkehrsplan

Zumindest der Stundentakt nach Ahaus wird sich womöglich bald ändern. Sogenannter Aufgabenträger beim Busverkehr im Kreisgebiet ist der Kreis Borken. Und von ihm wird es womöglich im nächsten Jahr einen neuen Nahverkehrsplan geben, der die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) festlegt. Dieser soll auf Kreisebene bis spätestens Juni 2018 beschlossen werden, teilte der Kreis auf Nachfrage mit – und ab dann soll das Maßnahmenpaket umgesetzt werden. Mit dem neuen Plan soll dann auch die Halbstundentaktung nach Ahaus kommen, sagt Weilinghoff.

Auto stehen lassen
Mit Blick auf den Schnellbus nach Münster ist er ebenso in engen Gesprächen mit den beteiligten Kommunen. Das derzeitige Problem ist seiner Ansicht nach offensichtlich: Es gibt zu viele Haltestellen. Doch nur, wenn der Bus auch wirklich schneller werde, werde die Verbindung so attraktiv, dass die Bürger das Auto stehen lassen. Wichtig sei nun, dass Kommunen bereit sind, mit weniger Haltestellen als bisher auszukommen. Geht es um das „Dauerthema Mobilität“, wie Weilinghoff es nennt, ist der Austausch mit anderen öffentlichen Trägern wichtig. Denn dass die Bürger gut und schnell von A nach B kommen und wieder zurück – daran hat jede Kommune Interesse. Vor mehr als einem Jahr ist Heek daher dem Zukunftsnetz Mobilität NRW beigetreten, einem Netzwerk aus Kreisen, Städten und Gemeinden. Auch über die Kreisgrenzen hinaus tauscht sich Weilinghoff aus – etwa mit dem Bürgermeister Gregor Krabbe aus Metelen.

Denn beide Bürgermeister sind sich einig: Es fehlt die Busverbindung Richtung Norden, etwa nach Steinfurt oder Rheine. Zwar gebe es hier gewisse Taxibusverbindungen. Doch die seien eher eine „Krücke“, meint Weilinghoff – und schon gar kein Massenverbindungsmittel. Krabbe und er haken daher regelmäßig bei den zuständigen Kreisen nach, um die Situation zu verbessern. Bislang noch ohne Erfolg.

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