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Yvonne Gaußling hilft beim Entspannen

Klänge, die dem Körper helfen sollen

HEEK Klangtherapie, das klingt erst mal ungewöhnlich, fast exotisch. „Du lernst, auf Schüsseln zu spielen“, sei ein Satz, den Yvonne Gaußling (40) nicht nur aus ihrem Freundeskreis gehört habe. Der Satz zeigt – wie sie feststellte –, wie skeptisch viele in Bezug auf Klangtherapie sind. Das will sie ändern.

Klänge, die dem Körper helfen sollen

Yvonne Gaußling arbeitet mit Klangschalen, sie will beim Entspannen helfen. Foto: Beneke

Wem hilft Klangtherapie?

Klangtherapie sei für jeden geeignet, Kinder wie Erwachsene profitieren davon, erklärt Yvonne Gaußling. Die Heekerin ist nicht nur in Grundschulen in Heek und Nienborg und der Kreuzschule im Einsatz, sondern möchte ihr Angebot auch für ältere Menschen in Seniorenheimen erweitern. „Gerade bei Menschen, die bettlägerig oder dement sind, lösen die Klänge und Schwingungen der Schalen Positives aus“, sagt sie.

Wie sieht der Unterricht in der Schule aus?
Die Klang- und Entspannungstherapie verbindet Yvonne Gaußling in den Schulen mit Fantasiereisen. Im Offenen Ganztag (OGS) der Alexander-Hexgius-Schule beispielsweise gibt es zwei Gruppen, je etwa acht Schüler, die das Angebot von Yvonne Gaußling nutzen – es ist freiwillig, stößt aber bei den Kindern auf viel Zuspruch. In der Grundschule gibt es einen gesonderten Entspannungsraum, dort finden die Stunden mit Yvonne Gaußling statt. OGS-Koordinatorin Maria Brüning erlebt, dass die Kinder das Angebot genießen: „Danach sind sie ausgeglichener – und Hausaufgaben fallen ihnen nach der Entspannung leichter.“ Yvonne Gaußling spricht in den Stunden in kleinen Gruppen über altersgerechte Themen wie Freundschaft, so können sich die Kinder nicht nur entspannen und vom Alltag Abstand gewinnen, sondern auch über Probleme sprechen.

Wogegen sollen die Schalen helfen?
„Bei Erwachsenen sind Stress und Burnout Thema Nummer eins“, weiß Gaußling. Aber auch Kopfschmerzen, Migräne und Verspannungen könnten gelöst werden, sagt sie.

Wie funktioniert das überhaupt?
Es gibt verschieden große Klangschalen, die, schlägt man sie an, jeweils andere Töne von sich geben. Die Schalen platziert die Therapeutin an verschiedenen Stellen am Körper, beispielsweise an den Füßen, dem Bauchbereich, an den Schultern oder am Kopf. Mit einem kleinen Schlegel bringt sie die Schalen zum Klingen und Vibrieren.

„Lassen wir einen Stein in einem Teich fallen, entstehen Wellen, die sich über den Teich ausbreiten. Ähnlich ist es bei einer Klangmassage in unserem Körper. Die Schwingungen der Klangschalen breiten sich in unserem Körper wohltuend aus. Je weniger Blockaden im Körper vorhanden sind, umso sparsamer fließen die Wellen durch den Körper. Die Folge ist eine feine, innerliche Massage aller Zellen“, erklärt Gaußling.

Woher kommen die Klangschalen?
Die Schalen, die Yvonne Gaußling verwendet, werden aus sieben verschiedenen Metallen in Nepal handgefertigt. Jede klingt anders, da es Unikate sind. Die kosten dann aber auch schnell einige Hundert Euro.

Wo ist bei Klangschalen Vorsicht geboten?
Herzkranke und Epileptiker sollten bei Klangschalen ein wenig aufpassen. „Bei Herzkranken stelle ich die Schale beispielsweise nicht direkt auf den Brustkorb“, sagt Gaußling. Für diese Bereiche sensibilisiere die Ausbildung die angehenden Therapeuten.

Wie lange dauert eine Ausbildung?
In Ahaus gibt es eine Klangtherapeutenausbildung nicht. Gaußling hat ihre Ausbildung im Kreis Recklinghausen gemacht. „Ein halbes Jahr lang bin ich an den Wochenenden dorthin gefahren“, sagt sie.

Warum hat die Heekerin umgesattelt auf Entspannungspädagogin und Klangtherapeutin?
Bevor sie im August gemeinsam mit der Heilpraktikerin Manuela Seidler die „Oase der Lebensenergie“ in der Ahauser Schlossstraße eröffnet hat, sah das Leben von Yvonne Gaußling ganz anders aus. „Ich war Erzieherin und Tagesmutter, nach etwa zehn Jahren brauchte ich eine Veränderung“, erzählt sie. Sie wollte weg vom „gestressten Funktionieren“. „Das muss nicht sein“, findet die 40-Jährige.

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