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Großes Engagement in Nienborg

Lepragruppe bastelt seit 40 Jahren

NIENBORG Aktuell sind 16 Frauen in einer Handarbeitsgruppe und in einer Bastelgruppe aktiv. Sie bilden die Nienborger Lepragruppe. In Deutschland sind es etwa 2000 Menschen, die Zeit und Kraft investieren, um sich für die betroffenen Menschen in der „Dritten Welt“ einzusetzen.

Lepragruppe bastelt seit 40 Jahren

Zur Feier des 40-jährigen Bestehen waren alle Mitglieder der Gruppe mit ihren Partnern, die vielfach hinter den Kulissen wirken, der Einladung zur Feierstunde und Besuch eines Gospelkonzertes nach Münster gefolgt. Neben einer roten Rose für alle ehrenamtlichen Helfer gab es für die Lepragruppe Buchgeschenke und Kerzen als „Licht der Hoffnung“.Foto: Privat

Erst vor wenigen Wochen gab es eine Ehrung für die Mitglieder, die dazu nach Münster ins Lepramuseum fuhren. Gudrun Frfr. von Wiedersperg, Präsidentin der Deutschen Lepra- und Tuberkulosenhilfe, überreichte Sprecherin Birgit Hericks eine Urkunde als Zeichen der Anerkennung „für über 40-jährige verdienstvolle Tätigkeit zugunsten der Lepra- und Tuberkulosenkranken in der Welt“.

Hedwig Wenke erinnert sich an die Anfänge: Ihre Mutter Agnes Nacke wollte etwas Gutes tun und gab ihre selbst gestrickten Pullover zum Basar des Deutschen Aussätzigen-Hilfswerks in Münster. Schnell war die Idee geboren, in Nienborg einen eigenen Basar zu machen. Die Premiere war 1977 im Sommer im alten Pfarrheim auf der Burg. Seit einigen Jahren ist der Basar im Heimat- und Bürgerhaus Haus Hugenroth – und immer unmittelbar vor der Adventszeit.

Viel Herzblut
„Wir haben damals nicht gedacht, dass wir so lange durchhalten werden. Das liegt daran, dass wir alle mit sehr viel Herzblut dabei sind. Wir sind eine feste Größe und eine Tradition in Nienborg“, ist Hedwig Wenke stolz auf die Leistung der Lepragruppe. Insgesamt 170.000 Euro kamen bei bisher 39 Leprabasaren zusammen. „Die können sich im Büro in Münster gar nicht vorstellen, dass unser kleiner Ort so viel auf die Beine stellt“, sagt sie.

27 Jahre war Hedwig Wenke Sprecherin der Lepragruppe. Nun ist der Generationswechsel gelungen. Seit Anfang des Jahres sind Birgit Hericks und Marina Kock die Sprecherinnen der Lepragruppe. „Ich kann mich wieder mehr meiner Handarbeit widmen“, versichert Hedwig Wenke, dass sie der Lepragruppe erhalten bleibt.

Auch bei den Familien Hericks und Kock sind die zweiten und dritten Generationen für die gute Sache tätig. „Anfangs habe ich meine Schwiegermutter, Tante und Onkel unterstützt“, erinnert sich Birgit Hericks daran, dass sie vor etwa 20 Jahren Kleidung für den Basar strickte. Die Frauen treffen sich alle zwei Wochen, um gemeinsam ihrem Hobby nachzugehen. Für den Basar stellen sie viele Dinge her von Strickwaren über Winter-Accessoires, Puppensachen und Monsterhosen bis hin zu Decken.

„Für mich ist Basteln Entspannung“, sagt Marina Kock, die bereits als kleines Kind ihrer Mutter beim Basteln für den Basar geholfen hat. Diesmal stellt sie alles Mögliche aus Papier her, unter anderem „Adventskränze to go“, Badekugeln oder „Einhorn“-Badesalz. „Bei 30 Grad im Schatten sitzen wir im Keller und basteln Adventskränze“, lacht sie und berichtet, dass die Bastelgruppe ihre Arbeit alljährlich direkt nach den Sommerferien aufnimmt.

Auch auf Weihnachtsmarkt
„Anfangs gab es auf dem Basar nur Handarbeiten zu kaufen. Das Angebot der Bastelgruppe kam später. Das war eine große Bereicherung“, sieht Hedwig Wenke in dem vielseitigen Angebot einen Grundstein für den jahrelangen Erfolg. Seit einigen Jahren verkauft die Lepragruppe ihre Waren zudem auf dem Weihnachtsmarkt in Heek.

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