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Leader-Region

Mobiles Münsterland

HEEK Es geht um Mobilität in der ländlichen Region. Zum Auftakt einer Vortragsreihe gibt es Visionen und Denkanstöße. Bis zu Roboter-Taxis ist es noch ein weiter Weg.

Mobiles Münsterland

Ein Auto, dass sich viele Menschen teilen: E-Carsharing ist nicht nur in Großstädten, sondern auch im ländlichen Raum eine gute Idee für die Zukunft. Foto: dpa

Die Leader-Region Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden startet am Donnerstag, 16. November, die Reihe mit einem Impulsvortrag zur Zukunft der Mobilität im Münsterland. Interessierte sind dazu ab 20 Uhr ins Rathaus Heek, Bahnhofstraße 60, eingeladen. Auch die Mitgliederversammlung um 19 Uhr ist bereits öffentlich.

„Wir freuen uns wirklich sehr, die Region mit dieser Thematik konfrontieren zu können und versprechen kurzweilige Ausführungen durch Josef Himmelmann“, sagt Friedhelm Kleweken, Bürgermeister in Legden und Vorsitzender der Leader-Region. Künftige Regionalentwicklung – das klingt erst einmal trocken. Aber im „Reallabor“ soll neu gedacht, herumgesponnen, initiiert und letztlich auch realisiert werden.

Roboter Taxis
Auf Roboter-Taxis werden die Heeker und Legdener noch etwas warten müssen. Aber es gibt andere Ideen, über die es sich schon jetzt nachzudenken lohnt. „Warum sollen sich nicht Familien in einer Nachbarschaft ein Auto teilen“, sagt Friedhelm Kleweken, „und das könnte dann ein Elektroauto sein.“ Fast jede Familie hat heute ein Zweitauto, das viele Stunden nicht benutzt wird. Die Gemeinde Heek, die bereits ein E-Auto hat, denkt auch schon über Car-Sharing nach (Münsterland Zeitung berichtete).

Josef Himmelmann wird viel mehr erzählen über zukunftweisende Ansätze wie autonomes Fahren, digitales und bedarfsorientiertes Mobilitätsmanagement, neue Formen des Car-Sharings oder E-Mobilität im Radverkehr. Sie müssen gerade im ländlichen Raum vorangetrieben werden, um die Lebensqualität der Menschen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der Region weiterhin hochzuhalten.

Der Münsterland e.V. strebt an, das Münsterland zum Reallabor zu machen. Unter dem Titel „Mobiles Münsterland“ sollen die Errungenschaften aus der Regionale 2016 ausgebaut und um zukunftweisende Projekte ergänzt werden.

Wie kann es – auch vor dem Hintergrund von Klimadiskussionen, Verkehrsbelastungen und finanziellen Aspekten gelingen, dass Mobilität im ländlichen Raum eine echte Alternative zum (Zweit)-Wagen wird? Diesen Ansatz wird Himmelmann bei seinem Vortrag vorstellen und konkrete Möglichkeiten aufzeigen, wie sich die drei Kommunen der Leader-Region einbringen können – möglicherweise als Förderprojekt im Leader-Kontext.

Demografischer Wandel
Himmelmann weiß, wovon er spricht: Für den Münsterland e.V. und im regelmäßigen Kontakt mit dem NRW-Verkehrsministerium arbeitet er an Ideen und modellhaften Umsetzungsmöglichkeiten, um den Herausforderungen, die der demografische Wandel an die Mobilität im ländlichen Raum stellt, positiv zu begegnen. Aktuelle Ansätze sieht er zum Beispiel in „schnellen Schnell-Bussen“, bedarfsgerechten Bürgerbussystemen oder eben auch leer fahrenden autonomen Zubringerfahrzeugen.

Sollte das „RegionAHL-Gespräch“ auf gute Resonanz stoßen, wird eine Vortragsreihe zu Zukunftsthemen an den Start gehen. Gleichzeitig soll die Leader-Idee weiter verbreitet werden – immerhin steht das Förderprogramm allen Bürgern offen.

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