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Autor liest aus seinem Buch

„Porsche-Hermann“ war Trainer in Nienborg

Heek. Er hat in Nienborg die Fußball-Jugend trainiert. Als „Porsche-Hermann“ kennen ihn noch viele. Den Erfolgen von Hermann Wenning folgten Absturz, Drogensucht und Haft.

„Porsche-Hermann“ war Trainer in Nienborg

M Läufer und Autor Hermann Wenning stellt sein neues Buch vor „Versoffene Jugend“. Foto Robert Szkudlarek Foto: Robert Szkudlarek/Digitalbild

Versoffene Jugend“ – eine Lebensgeschichte – diesen Titel trägt das zweite Buch von Hermann Wenning. Der gebürtig aus Legden stammende Ahlener wird auf Einladung des SC Rot-Weiß Nienborg am Dienstag, 21. November, im Klubraum des Vereins im Eichenstadion eine Lesung mit seinem neuen Buch halten. „Der Verein möchte hiermit einen Beitrag zum Thema Suchtprävention leisten und besonders jugendliche Vereinsmitglieder erreichen“, sagt Vorstandsmitglied Hendrik Holtmann, der den Kontakt zu seinem Cousin herstellte.

Mit dieser Lesung kehrt Hermann Wenning an seine alte Wirkungsstätte zurück. Bei den Rotweißen ist er kein Unbekannter. Von Sommer 1992 bis Februar 1994 trainierte der Autor die A- und B-Jugend des Vereins. Seine Lebensgeschichte hat er in diesem Buch niedergeschrieben, in dem auch mehrere Begebenheiten aus Nienborg erwähnt werden.

„Alkohol steht überall bei uns herum, in der Garage, im Keller, im Kühlschrank. Alkohol, die legale, gesellschaftlich anerkannte Volksdroge, ist überall und zu jeder Zeit zugänglich“, so erlebte es auch Hermann Wenning. Er entwickelte bereits als Jugendlicher eine Alkoholsucht.

Vorstellungsgespräch bei Rot-Weiß

Ein Kapitel trägt die Überschrift „Porsche-Hermann“. Im Herbst 1991 erwarb Hermann Wenning den Trainerschein. Die Voltigiergruppe seiner Cousine trainierte er in Sachen Gymnastik und Fitness. Auch ist er Übungsleiter beim Lauftreff seines Stammvereins SuS Legden. In seinem Buch berichtet Wenning auch, wie er 1992 Jugendtrainer in Nienborg wurde. Der Autor schreibt vom Einstellungsgespräch im Vereinslokal des SC Rot-Weiß: „Hier werde ich freundlich vom Jugendobmann des Vereins begrüßt. Es ist Willi Woltering, ein kleiner sympathischer Lockenkopf. Sofort entwickelt sich ein freundschaftliches Gespräch“. Seinen plötzlichen Abschied aus Nienborg beschreibt Wenning in dem Kapitel „Showdwon im Eichenstadion“, den er bei der Lesung sicherlich ausführen und näher erläutern wird. Die Gäste dürfen gespannt sein.

Wenning, 1964 in Legden geboren, veröffentlichte 2010 sein erstes Buch „Lauf zurück ins Leben“. Darin reflektierte der Langstreckenläufer schonungslos die Zeit seiner Drogensucht von 1995 bis 2002 mit Beschaffungskriminalität, mehrfacher Haft und schließlich seinen Ausstieg aus der Drogenszene.

Über 20 Jahre war er abhängig. Neben Nikotin und Alkohol konsumierte er auch Cannabis, Ecstasy, Amphetamine und Heroin in großen Mengen.

Die Lesung am Dienstag, 21. November, beginnt um 19 Uhr im Clubhaus des SC Rot-Weiß Nienborg.

Der Eintritt zur Lesung ist frei.

Eingeladen sind alle Interessierte, auch Nichtmitglieder des Vereins.

Anmeldungen sind nicht erforderlich.

An diesem Abend wird kein Alkohol ausgeschenkt.

Es besteht die Möglichkeit, sich von Hermann Wenning die Bücher „Lauf zurück ins Leben“ und „Versoffene Jugend“ signieren zu lassen

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