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Heimatgeschichte

Verein digitalisiert historische Bilder

Heek Die Archiv-Gruppe des Heimatvereins sichtet, sortiert und digitalisiert unzählige alte Fotos. Dafür nutzt sie nun einen neuen Raum im Eppingschen Hof.

Verein digitalisiert historische Bilder

Der Heimatverein Heek freut sich über den neuen Archivraum im Eppingschen Hof. Foto: Christiane Nitsche

Es ist eine Mammutaufgabe: Tausende Fotos, unzählige Gebäude und Gesichter aus bald 150 Jahren Heeker Geschichte haben Anton Pieper und die Archiv-Arbeitsgruppe des Heimatvereins gesammelt – früher auf Papier und von Hand beschriftet, sortiert und archiviert, seit einiger Zeit nun mehr und mehr digital. „Einige Tausend Fotos sind schon eingescannt“, erklärt Karl-Heinz Gausling. Er hat unlängst den Staffelstab von Anton Pieper übernommen, der über 40 Jahre hinweg alte Fotos und die Totenzettel der Gemeinde gesammelt und archiviert hat. Noch heute lagern viele Negative bei ihm zu Hause.

Künftig soll das gesamte Material im Eppingschen Hof eine Heimat finden – mit ausdrücklicher Unterstützung von Anton Pieper. „Ich habe mich richtig gefreut, als ich gehört habe, dass das hier wieder die Heimatstube wird“, sagt er. Der Raum im Obergeschoss war lange als eine Art Mehrzweckraum genutzt worden, doch das alte Türschild mit der Aufschrift „Heimatstube“ verrät noch seine frühere Nutzung. „Hier sind wir mal angefangen“, sagt Anton Pieper.

Auf Initiative des Vereins hat die Gemeinde den Raum nun für das Archiv zur Verfügung gestellt. In den Wandschränken lagern Alben und Kästen mit Fotos, auf dem Tisch stehen PC und Scanner bereit. Wesentliches Plus, so Anton Pieper: „Hier können die Sachen auch mal ausgebreitet liegen bleiben.“

Immer mehr Bilder

Der Senior der Gruppe wird im November 80 Jahre alt und hat darum schon vor einer Weile einen Teil seiner Aufgaben im Verein abgegeben. Sein Nachfolger Karl-Heinz Gausling hat inzwischen eine kleine Schar Unterstützer gefunden, die nun gemeinsam die Masse an Material sichten, scannen und digital archivieren.

„14.500“, schätzt Gausling die Zahl der eingescannten Fotos. Auch er hat einige Jahre von zu Hause aus das Fotoarchiv des Vereins verwaltet. Die Chancen, dass es bald noch mehr Fotos werden, stehen nicht schlecht, denn die Bildernachmittage, die der Verein im Vorjahr veranstaltet hat, um die Heeker zu motivieren, ihre alten Aufnahmen mitzubringen und Namen, Daten, Histörchen und Anekdoten auszutauschen, wurden gut angenommen. Der nächste ist bereits geplant. „Allerdings werden wir den nicht, wie ursprünglich vorgesehen, am 18. November abhalten“, sagt Vereinspräsident Ralf Münstermann. „Das geht aus organisatorischen Gründen nicht.“ Im Frühjahr werde auf jeden Fall ein solcher Nachmittag stattfinden.

Zeitaufwendige Arbeit

Wie wertvoll die Treffen sind, zeigt nicht nur die Zahl von geschätzt 1000 neu gesammelten Fotos. Es zeigt sich exemplarisch auch an der Mitarbeit von Bernhard Lenfers und Hermann Kösters, die im Vorjahr zum Team dazugestoßen sind. „Ich bin dadurch auf die Gruppe aufmerksam geworden“, sagt er. Spontan entschloss er sich, mitzuarbeiten – und erfuhr so, wie zeitaufwendig das mitunter sein kann. „Ich bin zu einer Dame nach Hause gefahren, um mehr über die Namen auf einem ihrer Fotos zu erfahren“, erzählt er. Ein Blick in die Runde und alle lachen mit ihm: „Ich war dann vier Stunden bei der Frau, weil es so viel zu erzählen gab.“

„Uns ist wichtig, das alles für die Nachwelt festzuhalten“, erklärt Ralf Münstermann die Motivation der Männer in der Runde. Hermann Helmich ergänzt: „Und es macht einfach Spaß, herauszufinden, wer auf den Bildern ist.“

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