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Fußball: Kreispokal

Das beste Team im Kreis Münster kommt nach Herbern

Herbern Das wird ein echter Härtetest für Fußball-Landesligist SV Herbern, wenn am Freitagabend mit dem FC Gievenbeck der Erste der Westfalenliga 1 zum Duell im Kreispokal zu Gast ist. An ein mögliches Derby gegen den Werner SC nach einem Sieg in Pokalrunde 4 denkt in Herbern keiner.

Das beste Team im Kreis Münster kommt nach Herbern

Tim Bröer (l.), zuletzt verletzt, könnte es am Freitagabend gegen Gievenbeck zumindest auf die Bank schaffen. Trainer Holger Möllers denkt auch darüber nach, Spieler aus der Kreisliga-Reserve des Vereins in den Kader zu nehmen. Foto: Marcel Witte

Mit 33 Punkten steht Gievenbeck in der Westfalenliga nach der Hinrunde auf Platz eins und hat vier Punkte Vorsprung auf die SpVgg Vreden und Preußen Münster II auf den Plätzen zwei und drei. „Im neuen Fußballkreis Münster ist das zurzeit die beste Mannschaft“, sagt SVH-Trainer Holger Möllers. Auch wenn seine Mannschaft sehr heimstark ist, geht Herbern erwartungsgemäß als Außenseiter in die Partie. „Wir werden nichts abschenken. Das ist klar. Aber wir müssen über unsere Leistungsgrenze hinaus gehen, wenn wir eine Chance haben wollen“, sagt Möllers.

Derby „nicht auf dem Schirm“

Dass ein weiteres Derby gegen Werne winkt, wenn alles optimal läuft, sorgt beim SV Herbern übrigens nicht für den Extra-Kick an Motivation. Und das hat zumindest bei Möllers einen einfachen Grund: „Ich hatte das gar nicht auf dem Schirm.“ Erstwährend der Gespräche mit der Presse zur Vorberichterstattung habe man ihm das mitgeteilt.

Aber tatsächlich spielen laut Vorablosung in der 5. Pokalrunde (Halbfinale) die Gewinner der Begegnungen Herbern gegen Gievenbeck und Werne gegen Altenberge gegeneinander. Herbern hätte sogar ein Heimspiel.

Gut gegen spielstarke Mannschaften

Hoffnung macht Möllers der Umstand, dass seine Jungs gegen spielstarke Mannschaften in dieser Saison immer ganz gut ausgesehen haben. Inwiefern das auch für eine Mannschaft gilt, die ligenübergreifend 20 Plätze vor Herbern steht, wird sich zeigen. Auffällig ist bei einem Torverhältnis von 26:11, dass Gievenbeck eher durch Effizienz als durch spektakuläre Ergebnisse besticht. Einen überdurchschnittlichen Torgaranten wie Luca Steinfeldt bei Preußen Münster II (15 Tore) oder Dominik Milaszewski beim SV Schermbeck (14 Tore) hat der FC auch nicht. Bester Schütze ist Christian Keil mit guten neun Treffern.

Unschlagbar ist der Herbstmeister der Westfalenliga 1 zudem nicht: Am Sonntag sicherte sich der SC Roland Beckum auf eigenem Platz einen knappen 1:0-Sieg. Das Erfolgsrezept der Beckumer, mit dem FC-Trainer Benjamin Heeke in den Westfälischen Nachrichten haderte: „Bei unseren Angriffen, selbst bei Kontern, sind wir auf eine Fünferkette zugelaufen. Roland hat gut verteidigt.“

Trio wird fehlen

Wer die Spiele des SV Herbern verfolgt, weiß: Auch Möllers spielt bevorzugt mit drei Innenverteidigern und zwei Außen, die defensiv eine Fünferkette bilden. Berufsbedingt werden Möllers Johannes Richter, krankheitsbedingt Thomas Eroglu und verletzungsbedingt Philipp Dubicki fehlen.


Anpfiff: Freitag, 19.30 Uhr, Kunstrasen Herbern, Siepenweg, 59387 Herbern

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