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Ehrenamt

Jede Menge Arbeit rund um die Blutspende

Legden Der DRK-Blutspendedienst hatte in der Sekundarschule wieder seine Liegen aufgebaut. Doch diesmal wollte das Rote Kreuz mehr als nur Blut.

Jede Menge Arbeit rund um die Blutspende

Für den Erfolg des DRK-Blutspendetermins sorgen in Legden viele Ehrenamtliche. Foto: von Wangenheim Foto: Ronny von Wangenheim

Es ist 16.30 Uhr. In der Sekundarschule herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Viele Liegen sind bereits aufgebaut für die Blutspender. An einem Tisch sitzen sechs Frauen gemütlich zusammen, erzählen und schmieren dabei Brotscheibe um Brotscheibe. Eine Stunde später werden die ersten Blutspender sich über den Imbiss freuen, der wie immer angeboten wird.

Es ist ein eingespieltes Team, das sich teilweise seit Jahrzehnten ehrenamtlich engagiert. Doch es gibt viele andere Aufgaben in Zusammenhang mit Blutspenden. Da wünschen sich Jürgen Göckemeyer und Birgit Gödde vom Legdener Blutspendeteam noch mehr Unterstützung. Und deshalb bekommen die Blutspender diesmal auch noch einen Zettel mit. Überschrift: Aktive Unterstützung gesucht. „Wir wollen deutlich machen: Das läuft nicht von selbst“, sagt Jürgen Göckemeyer.

„Vor jedem Termin müssen die Gerätschaften tranportiert werden, wir brauchen Helfer beim Auf- und Abbau oder beim Einkauf für den Imbiss“, sagt Jürgen Göckemeyer. Aber auch die Erfassung der Spender bei der Anmeldung wird von Ehrenamtlichen besetzt, während für die eigentliche Blutspende die Profis des DRK-Blutspendedienstes zuständig sind.

Viele Helfer mobilisiert

Je acht bis zehn Helfer in Legden und Asbeck – das wäre gut. Doch das klappt nicht immer so gut wie am Mittwoch in der Sekundarschule, weil Jürgen Göckemeyer extra für die Werbeaktion möglichst viele Helfer mobilisiert hat.

Dazu hat er sich Hilfe geholt. Die beiden Ehrenamtskoordinatoren des DRK Westfalen, Markus Wensing und Hinrich Riemann, unterstützen den Ortsverein. „Helfer gewinnen, motivieren und erhalten“, das sei das Ziel, so Hinrich Riemann. Vier bis acht Einsätze im Jahr wären optimal, sagt Göckemeyer – und perfekt mit der eigenen Blutspende zu verbinden. Am liebsten hätte er für beide Ortsteile ein eigenes Team.

Auch über die beiden Blutspendetermine in Legden und Asbeck hinaus werden die Ehrenamtskoordinatoren nach Legden kommen. „Wir wollen den Prozess begleiten, wie sich der Ortsverein weiter entwickelt“, sagt Markus Wensing. Über Blutspenden hinaus hat er weitere Einsatzgebiete, zum Beispiel beim Jugendrotkreuz, im Blick.

Zurück zum Catering-Team. Inzwischen sind zwei Salate angerichtet, die Würstchen sind warm und die Platten mit Käse- und Schinkenbroten stehen bereit. „Seit ich 16 Jahre war, bin ich dabei“, sagt Elisabeth Feldkamp. Mehr als 50 Jahre also. Damals war sie gerade in einer Bürolehre, konnte Schreibmaschine tippen und wurde dazu eingeteilt, die Karten für die einzelnen Blutspender zu schreiben. „Ich kannte alle Legdener und Asbecker“, erzählt sie und lacht. Samstags wurde in Asbeck gespendet, sonntags in Legden. Einmal, so erinnert sie sich, wurde ausprobiert, die Spende in Asbeck ausfallen zu lassen und sonntags einen Bus nach Legden einzusetzen. „Raten Sie mal, wie viele mitgefahren sind“, fragt sie und gibt gleich lachend die Antwort: „Niemand.“

„Selbstverständlich“

Blut spenden durfte sie damals noch nicht. Erst mit 18 Jahren war sie zum ersten Mal dabei, 74 weitere Male folgten, bis es die Gesundheit nicht mehr erlaubte. „Eine Selbstverständlichkeit“, das hört man immer wieder, wenn man nach der Motivation der Helfer fragt. Auch Edelgard Lanca und Maria Weiss sehen das so. „So lange die Knochen es mitmachen“, will Maria Weiss dabei bleiben. Einen neuen Helfer hat das DRK schon gefunden. Martin Mathmann hat selbst oft Blut gespendet. „Ich habe da noch nie drüber nachgedacht“, sagt er. Als er angesprochen wurde, stand schnell fest, dass er mitmacht. „Das ist eine gute Aktion“, sagt er. Dann muss er weiter zur Anmeldung. Die ersten Blutspender warten schon.

In Asbeck ist der Blutspendetermin am Donnerstag, 23. November, von 16.30 bis 20.30 Uhr, in der Brigidenschule, Margaretendamm 5.

Wer Blut spenden möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und sich gesund fühlen. Zum Blutspendetermin sollte unbedingt der Personalausweis mitgebracht werden.

Die eigentliche Blutspende dauert etwa fünf bis zehn Minuten. Zum Abschluss der guten Tat lädt das Rote Kreuz auch in Asbeck zu einem Imbiss ein.

Wer sich ehrenamtlich engagieren will, kann sich wenden an Birgit Gödde, Tel. (0151) 61032632, oder Jürgen Göckemeyer, Tel. (02566) 4993.

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