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Renovierung in Asbeck

Kirchturm fast noch wie vor 140 Jahren

LEGDEN „Zeichnung zum Neubau einer Thurmspitze wie auch Reparatur der Umfassungswände und Erhöhung derselben um zwei Meter für die Gem. Asbeck“ – so steht es in getuschter Handschrift fein säuberlich am Kopf der Rolle. Sie lässt sich nur noch schwer glätten. Seit Jahren liegt sie im Archiv des Heimatvereins Asbeck.

Kirchturm fast noch wie vor 140 Jahren

Im Archiv des Heimatvereins Asbeck findet sich die Originalzeichnung von 1875 zum Neubau der Turmspitze. Foto: Ronny von Wangenheim

Die Renovierung war Grund genug für den Vorsitzenden Bernhard Laukötter, das alte Schätzchen herauszuholen. Der Turm von außen, die Holzkonstruktion, der Glockenstuhl und die Balkenlage, alles ist detailreich skizziert. Zwei Varianten zeigen, wie die Kirchturmspitze auf 15 Meter zu reduzieren sein könnte.

Damals ging es der katholischen Kirchengemeinde Asbeck darum, den Kirchturm zu erhöhen. Bis dahin zierte ein Drei-Staffel-Giebel den Turm der Stiftskirche. „So ähnlich wie heute noch in Schöppingen zu sehen ist“, erläutert Bernhard Laukötter. Man wollte höher hinaus und lag damit im Trend der Zeit. Viele Kirchen gaben sich im ausgehenden 19. Jahrhundert ein neues Gepräge. In Legden zum Beispiel wurde 1905 in der wachsenden Gemeinde der einzelne Wehrturm gleich durch zwei Kirchtürme ersetzt.

Die Erhöhung des Turms, so zeigen es die Pläne, wurde in der Höhe der Kirchtumuhr realisiert. Das Dach wurde damals bereits mit Schiefer gedeckt. Architekt Gereon Rasche, der die Bauarbeiten am Kirchturm organisiert, sagt, dass ein Teil der alten Platten aus England stammt und durchaus aus der ersten Dacheindeckung stammen könnten.

Im Inneren unverändert
Die Schieferplatten zerbröselten zum Teil schon. Das Holz im Inneren des Turms dagegen hat die Zeit überdauert. Bernhard Laukötter weiß, dass anderswo Kirchen oft aufwendig saniert und dabei moderne Materialien eingebaut wurden. Nicht so in Asbeck: „Ich finde es toll, dass der Turm über die vielen Jahre so geblieben ist.“

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