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Aktion der Nachbarn

Lichtblick mit Laternen

Legden. Die Nachbarschaft Waldkrone hat ein Zeichen für Menschlichkeit gesetzt.

Lichtblick mit Laternen

Eine Abordnung der Nachbarschaft überbrachte Alexandra Brüning (hintere Reihe, 5.v.l.) und ihren Kindern Janne (6.v.l.) und Rieke (7.v.l.) eine Spende über 900 Euro.

Janne sitzt mit großen Augen auf dem Schoß seiner Mama Alexandra Brüning im Wohnzimmer auf der Couch. Neugierig schaut er sich die vielen Leute an, die ihn an diesem Samstagabend besuchen gekommen sind. Der Vierjährige versteht noch nicht, warum seine Mama plötzlich zu weinen anfängt, als die Nachbarn ihr Blumen und ein Geschenk überreichen. „Das ist echt Wahnsinn, da hätte ich im Leben nicht mit gerechnet“, sagt die zweifache Mutter und drückt ihren kleinen Sohn an sich.

Um Menschlichkeit zu zeigen, muss nicht erst Weihnachten werden, findet der Nachbarschaftsvorsitzende Andreas Mönsters. „Der Gedanke war, nach 35 Jahren den Martinszug durch die Nachbarschaft wieder aufleben zu lassen“, erklärt er. „Die Kinder waren total begeistert und wir hatten auch ein paar Musiker dabei“, erzählt Petra Gelking. 15 Knirpse zogen mit Laternen, ein paar Eltern und musikalischer Begleitung los, um ihre Martinslieder zu singen – und die Anwohner in den rund 60 Haushalten der Waldkrone gaben gerne eine kleine Spende. Sogar die Bewohner eines nahegelegenen Seniorenheims beteiligten sich. „Von allen Nachbarn, von ganzem Herzen und mit ganz viel Enthusiasmus“, so Andreas Mönsters, sei dabei die stolze Summe von 900 Euro zusammengekommen.

Sichtlich gerührt
Auch Jannes Großeltern Hildegard und Franz Pöpping sind sichtlich gerührt über die Geste ihrer Nachbarn. „Es ist schon überwältigend, das da passiert ist“, meint Franz Pöpping. Für ihren Enkelsohn war der Start ins Leben holperig. Janne kam als Frühchen auf die Welt. Mit acht Wochen zog er sich eine Streptokokkeninfektion zu. Der Junge ist seitdem mehrfach schwerstbehindert. Aber Janne weigerte sich, einfach aufzugeben. „Er hat um sein Leben gekämpft und gewonnen, aber natürlich mit Einschränkungen“, erklärt Alexandra Brüning.

Doch das Schicksal spielte Janne, seiner großen Schwester Rieke (elf) und Mutter Alexandra noch einmal böse mit. Vor drei Jahren verstarb Vater Jochen Brüning nach schwerer Krankheit – ein Schock für die Familie. Mit dem Geld wollen die Nachbarn helfen, dringend benötigte Dinge für Janne anzuschaffen. Der Kleine braucht zum Beispiel einen neuen Fußsack und einen größeren Kindersitz.

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