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Brambauer, Horstmar und Alstedde betroffen

Auf diesen Lüner Straßen kommt bald Tempo 30

LÜNEN Lünens Autofahrer werden künftig auf weiteren Hauptstraßen häufiger aufs Bremspedal treten müssen. An drei Stellen im Stadtgebiet wird die Stadt Tempo auf 30 Kilometer pro Stunde drosseln. In Brambauer, Horstmar und Alstedde sind die neuen Tempo-30-Zonen zu finden. Weitere könnten folgen.

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Betroffen sind

  • die Alstedder Straße in Alstedde
  • die Preußenstraße in Horstmar
  • und die Brechtener Straße in Brambauer.

Das geht aus den Unterlagen für den Ausschuss für Sicherheit und Ordnung hervor, der am Mittwoch, 20. September, um 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses tagt.

Regeländerung gibt Stadt mehr Freiraum

Dass es auf diesen Straßen überhaupt erlaubt ist, das Tempo auf 30 Stundenkilometer zu reduzieren, liegt an einer Neuerung der Straßenverkehrsordnung (STVO). Bis dahin musste mindestens ein Unfallschwerpunkt oder eine sonstige Gefahrenlage nachgewiesen. Wie beispielsweise im Bereich der Münsterstraße in Wethmar, wo von 7 bis 17 Uhr Tempo 30 gilt.

Mit der Änderung ist Tempo 30 jetzt auch „im unmittelbaren Bereich“ von Kindergärten, Kitas, Schulen, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern möglich.

LÜNEN Aurich, Rostock, Hamburg – in Lünen fahren viele Autos mit fremden Kennzeichen, obwohl ihre Eigentümer schon lange in der Lippestadt wohnen. Möglich macht dies ein Beschluss der Verkehrsministerkonferenz von 2015. Viele Zugezogene sparen so viel Geld und bewahren sich ein Stück Heimat. Allerdings nicht auf unbegrenzte Zeit.mehr...

An der Brechtener Straße soll Tempo 30 zwischen Ferige- und Melanchthonstraße gelten. Dazwischen liegt die Klinik am Park. An der Preußenstraße ist der Bereich an der Parkresidenz zwischen An der Kohlenbahn und Scharnhorststraße betroffen, hier soll die Reduzierung nur zwischen 9 und 19 Uhr gelten. Gleiches gilt für die Alstedder Straße am Coldinne Stift, wo der Bereich zwischen Hünenweg und Am Steinkreuz betroffen ist.

Weitere Stellen sollen überprüft werden

Diese drei Orte seien ausgewählt worden, weil es dort aus Bürgerschaft und Politik bereits Anträge und Anfragen zu Tempo 30 gegeben habe, erklärte Stadtsprecherin Julia Schmidt am Donnerstag auf Anfrage. Andere Orte seien bisher noch nicht überprüft worden: „Allerdings ist festzuhalten, dass sich der überwiegende Teil der in der STVO aufgeführten Einrichtungen bereits in Tempo-30-Zonen befindet.“ Dort herrscht also kein Handlungsbedarf. Alle übrigen Stellen – etwa an der Heinrich-Bußmann-Schule an der Bebelstraße – sollen laut Schmidt bald ebenfalls überprüft werden.

Nach der Ausschuss-Sitzung wird die Verwaltung die Geschwindigkeit an den drei Stellen reduzieren. Ob es generell Wille der Verwaltung ist, vor Schulen, Seniorenheimen, Krankenhäusern und Co. auch an Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 einzuführen? „Generelle Aussagen hierzu würden politischen Beschlüssen bedürfen“, erwidert Stadtsprecherin Schmidt.

Die Reaktionen in den Stadtteilen sind überwiegend positiv. Trotz des Zebrastreifens käme es vor dem Coldinne Stift immer wieder zu brenzligen Situationen, sagt dessen Leiter Jens Kroll. „Selbst wenn Senioren dort mit Rollator stehen, nehmen viele keine Rücksicht.“ Dass jetzt Tempo 30 kommen soll, freut Kroll.

Unterschriften für Tempodrosselung gesammelt

Ähnlich sieht das Afrin Vila, der sich schon länger mit einem Bürgerantrag für Tempo 30 an der Preußenstraße eingesetzt hat und dafür Unterschriften gesammelt hat. Bisher war er gescheitert, weil dort kein Gefahrenpunkt lag. Jetzt kommt die Reduzierung doch. „Das ist schon mal ein Anfang, aber es wäre besser, wenn das für 24 Stunden gelten würde.“

Die Klinik am Park wollte sich am Donnerstag noch nicht dazu äußern. Die Pläne seien noch nicht bekannt, dementsprechend habe man sich über die Auswirkungen noch nicht beschäftigt, hieß es aus der Pressestelle.

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