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Wer profitiert vom Festival?

Das Lüner Kinofest ist auch ein Wirtschaftsfaktor

Lünen Nicht nur Filmfans freuen sich auf das 28. Lüner Kinofest. Auch Hoteliers und Gastronomen profitieren vom Festival und den vielen Besuchern, die es nach Lünen bringt. Manche Gäste haben ihre ganz speziellen Wünsche.

Das Lüner Kinofest ist auch ein Wirtschaftsfaktor

So dicht gedrängt wie im vergangenen Jahr ist es bei der Eröffnungs-Gala im Kino immer. An den anderen Tagen profitieren viele Restaurants von der Resonanz aufs Kinofest. Foto: Günter Blaszczyk

Das Lüner Kinofest (23. bis 26. November) hat sich in den vergangenen Jahren auch zu einem Wirtschaftsfaktor in der Stadt gemausert. Hoteliers und Gastronomen profitieren von der Veranstaltung. Taxiunternehmen haben mehr zu tun als an einem normalen November-Wochenende.

Harte Butter gewünscht

„Wir sind seit dem ersten Kinofest mit dabei. Die vier Tage sind gut für uns, wie jede größere Veranstaltung in Lünen, vor allem an einem Wochenende“, so Carola Deinhart-Auferoth, Chefin des Hotels „An der Persiluhr“. Und ihre Erfahrungen mit den prominenteren Gästen? „Es gibt natürlich welche, die Sonderwünsche haben, aber die meisten sind ganz normale Gäste.“

An eine Agentin mit Sonderwunsch erinnert sie sich: „Die Dame wollte zum Frühstück unbedingt ganz harte Butter, die haben wir immer für sie aus dem Kühlschrank geholt.“ Besonders gern erinnert sich die Hotelchefin an Schauspieler Peter Lohmeyer, der in den ersten Kinofestjahren immer mit der ganzen Familie an der Persiluhr übernachtete: „Der war total nett und unkompliziert.“ Stammgäste sind mittlerweile die beiden Schülerjury-Mentoren, die Schauspieler Julia Schmidt und Fabian Busch, aber auch die Moderatoren Peter G. Dirmeyer und Antje Knapp. Deinhart-Auferoth: „Unser Hotel ist an den vier Tagen ausgebucht.“

Kinderdarsteller mit Familie

Als „schönes Ereignis für uns“ bezeichnet Lena-Kristin Schlat, Empfangsleitung des „Ringhotels am Stadtpark“, das Kinofest. Zumal die Abschlussgala jetzt schon zum vierten Mal in Theater und Hansesaal stattfindet. Etwa ein Viertel der 125 Hotelzimmer werden von Kinofest-Gästen belegt. „Manche Schauspieler und Regisseure bleiben die ganzen vier Tage, andere ein oder zwei Nächte.“ Zusammen mit Kinofest-Gästebetreuern kümmert sich Schlat darum, welche Zimmer die Gäste bekommen: „Wenn Kinderdarsteller kommen, achten wir natürlich darauf, dass die Familie auf einer Etage übernachtet.“

Eröffnungs-Gala des Lüner Kinofestes ausverkauft

Den wohl ältesten Gast des Kinofestes beherbergte Familie Lauer in ihrer „Pension am Leezenpatt“. Ruth Bickelhaupt (fast 96) übernachtete in einem der vier Zimmer, die sonst meist Monteure, Radtouristen oder Jakobsweg-Pilger buchen. „Es entscheidet sich immer kurz vorher, welche Kinofest-Gäste bei uns übernachten, wir zählen zum festen Stamm der Quartiere“, so Rudolph Lauer.

Nicht mehr Taxifahrer
Bei Taxiunternehmen macht sich das Kinofest nur ein bisschen bemerkbar. Sowohl Mitarbeiter von Taxi Laakmann als auch von Taxi Fähnrich erklärten auf Anfrage, es seien schon mehr Fahrten als an einem normalen November-Wochenende. Aber man setze nicht mehr Personal als üblich ein.

Gut besucht sind dagegen viele Restaurants in der Innenstadt, vor allem am zweiten und dritten Kinofesttag, also Freitag und Samstag. „Es ist mehr Bewegung, die Leute wissen, sie wollen um 19 Uhr ins Kino und haben anderthalb Stunden Zeit zum Essen, dann kommen die nächsten“, so Aldo Rizzo („La Piccola“). Vor allem am Kinofestfreitag „lassen uns die Besucher schwitzen, aber das machen wir gerne.“

Mehr als 60 Filme beim 28. Lüner Kinofest

Ähnlich sieht es sein Bruder Antonio Rizzo („Bella Italia“): „Es kommen Schauspieler, Besucher und Stammgäste. Aber man sieht immer neue, interessante Gesichter. Das einzige Problem ist, dass wir Gastronomen nicht so viel Zeit haben, selbst ins Kino zu gehen.“ Rizzo ist einer von neun Sponsoren des Kinofest-Kurzfilmpreises „Erster Gang“.

Nicht ohne Reservierung


Nicht nur die italienischen Gastronomen freuen sich zum Kinofest über mehr Gäste. Auch im „Brauhaus Drei Linden“ ist an diesem Wochenende immer noch ein Tacken mehr los. „Hier läuft ohne Reservierung sowieso nix“, räumt Mitarbeiterin Ulrike Herr zwar ein.

Film „You´ll never walk alone“ weckt Vorfreude

Aber ein Blick in den Kalender des Restaurants zeigt: Schon jetzt ist es voraussichtlich noch voller als an einem „normalen“ Wochenende: „Der Freitag ist bereits ausgebucht, und am Samstag sind wir immerhin bis 19 Uhr ausgebucht“, stellt Herr fest. Gut gefüllt sein wird auch während des Kinofests das Lokal Irodion, wie Inhaber Christos Tzes zu berichten weiß. „Beim Kinofest ist hier mehr los als an manch anderen Tagen. Für uns Gastronomen ist das definitiv eine der besten Veranstaltungen des Jahres, weil viele Nicht-Lüner in die Restaurants kommen“, sagt Tzes. Auch der ein oder andere Prominente lässt es sich da griechisch schmecken.

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