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Fußball: Westfalenliga

Der Lüner SV startet beim TuS Sinsen in die Saison

LÜNEN Elf Startplätze, 13 Kandidaten – so schienen die Gedanken von Mario Plechaty, Trainer des Westfalenligisten Lüner SV, vor wenigen Tagen noch gedeutet werden zu können. Unmittelbar vor dem Start in die neue Spielzeit am Sonntag beim TuS Sinsen könnten sich die Planungen des Coaches aber noch einmal verändert haben.

Der Lüner SV startet beim TuS Sinsen in die Saison

Wer schafft es in die Startelf? Milan Sekulic (l.) dürfte gesetzt sein, Yasin Acar (r.) muss zittern.

Fußball: Westfalenliga 2, 1. Spieltag TuS Sinsen - Lüner SV Sonntag, 15 Uhr, Schulstraße 49, Marl

In der offensiven Dreierreihe geht es wohl um die Frage: Alihan Kurgan oder Yasin Acar? Kurgan scheint spielstärker, Acar dafür fitter und besser im Abschluss. Das zweite Fragezeichen betrifft die Position des Linksverteidigers: Davut Denizci oder Ali Bozlar? Letzterer hat unter der Woche im Training eine schwere Prellung davongetragen. Die Antwort auf die Frage könnte also ganz einfach „Denizci“ lauten.

So leicht will es sich Plechaty aber doch nicht mehr machen. „Wir waren uns eigentlich sicher“, sagte er am Freitag. „Vielleicht denken wir jetzt aber noch einmal ganz neu. Es könnte jemand seine Chance erhalten, der damit gar nicht rechnet.“

Auf einer anderen Position wird Plechaty nicht mehr umdenken. Florian Fischer wird zum Auftakt zwischen den Pfosten stehen, Michel Josch wird auf der Bank sitzen. „Zum Auftakt setze ich da auf Erfahrung“, so Plechaty, betont aber: „Das kann sich jederzeit ändern. Die beiden respektieren sich und gehen sehr gut damit um.“ Josch dürfte auf der Bank Gesellschaft von Samet Akyüz und Florian Juka haben. Im Normalform zwei Stammkräfte, die aber frisch aus dem Urlaub zurück sind und noch Rückstand haben.

Wie Weihnachten

Der Lüner Trainer hat also rechtzeitig zum Start wieder mehr Alternativen. Und nicht nur das: „Ich habe auch ein gutes Gefühl. Man spürt, dass die Spritzigkeit zurückkommt, dass die Jungs sicherer werden“, sagt Plechaty. Druck verspüre er nicht vor dem Auftakt: „Wir und der Verein wissen, dass wir einen Umbruch hatten. Man sollte geduldig sein mit der Mannschaft.“ Entscheidend sei es, „genau so selbstbewusst“ aufzutreten wie in den vergangenen beiden Spielzeiten.

Wie es um das Selbstbewusstsein des Gastgebers bestellt sein wird, ist fraglich. Denn hinter dem TuS Sinsen um Trainer Sebastian Rasch liegt eine schwierige Vorbereitung mit zahlreichen Ausfällen. „Der Auftakt ist wie Weihnachten. Wir wissen nicht, was uns erwartet“, sagt Rasch. „Setzt die Mannschaft aber die Vorgaben um, werden wir ein gutes Spiel machen.“

Bitter für Sinsen: Torjäger Elvis Salja hat den Klub Richtung Wacker Obercastrop verlassen. Lünens Co-Trainer Andreas Teichmann hat Sinsen vergangene Woche im Test gegen Westfalenligist Schermbeck (2:3) beobachtet. „Wir kennen die Stärken und Schwächen“, sagt Plechaty, sagt aber auch: „Darauf kann man sich einstellen. Entscheidend ist letztlich aber immer die Einstellung auf dem Platz.“

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