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Fußball

„Es ist gut, dass Küchler nicht spielt“

Lünen/Alstedde Der Spieltag der Dortmunder Fußball-Kreisliga A2 steht am Sonntag, 5. November, ganz im Zeichen des Lüner Stadtderbys. Um 14.30 Uhr trifft BW Alstedde am Heikenberg auf den SV Preußen Lünen. Sportredakteur Patrick Schröer hat vorab mit den beiden Trainern Andreas Hermes (52, BW Alstedde) und Oliver Harder (53, Preußen Lünen) gesprochen.

„Es ist gut, dass Küchler nicht spielt“

BW Alstedde um Kevin Röll (M.) empfängt am Sonntag die Preußen um Dustin Serges (l.) und Koray Karanlik (r.). Foto: Foto: Goldstein

Wie gut kennen Sie beiden sich eigentlich?

Hermes: Persönlich kennen wir uns gar nicht. Man sieht sich immer nur am Platz.

Herr Hermes, Sie befinden sich im Urlaub in Cuxhaven. Wie viele Gedanken verschwenden Sie schon an Sonntag?

Hermes: Während der Woche mache ich mir immer wegen des anstehenden Spiels Gedanken, egal ob Derby oder nicht. Mir gehen dann Systeme und Spielordnungen durch den Kopf. Das notiere ich dann gerne auch mal auf einem Block.

Schwirren bei Ihnen auch schon Derby-Gedanken im Kopf herum, Herr Harder?

Harder: Ja klar, Derbys sind immer ein Highlight. Ich setze mich dann oft in einen ruhigen Raum, plane die Aufstellung und organisiere verschiedene Pressingsysteme. Am Ende kann die Realität auf dem Platz aber wieder komplett anders aussehen.

Haben Derbys in Amateurligen eigentlich noch die Strahlkraft von früher?

Harder: Natürlich sind Derbys auf dem Papier erst einmal geil. Aber wie viele Spieler kommen denn tatsächlich noch aus dem Ort, für den sie spielen? Früher war das anders. Da haben die ganzen Kinder für den Verein gespielt, der zum Wohnort gehörte.

Hermes: Derbys sind natürlich immer etwas Besonderes und machen mehr Spaß, als gegen andere Mannschaften. Für mich persönlich ist das Derby gegen Wethmar aber wichtiger.

Am Sonntag geht es auch ums Prestige. Wie wichtig ist es Ihnen, die Lüner Nummer eins in der Liga zu sein?

Hermes: Mir bedeutet das sehr viel. Dass wir in der Liga momentan die beste Lüner Mannschaft sind, hatte ich vorher nicht erwartet, weil der VfB Lünen als Bezirksligaabsteiger in unsere Liga gekommen ist.

Harder: Mir ist das persönlich nicht so wichtig. Für die Mannschaft ist es natürlich eine prima Sache, wenn sie das beste Lüner Team der Liga ist.

Herr Hermes, zuletzt zeigte die Formkurve Ihrer Mannschaft steil nach oben. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Hermes: Es liegt an der Art, wie wir Fußball spielen. Wir haben mittlerweile eine gewisse Struktur im Spiel, die uns Stabilität in der Defensive gibt.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung in Alstedde, Herr Harder?

Harder: Die Alstedder sind schon lange zusammen, haben gute, junge Leute in ihren Reihen. Für die ist es vielleicht sogar ein bisschen einfacher als für uns.

Warum?

Harder: Um uns herum liegen nur einen Tennisballwurf entfernt drei, vier Vereine. Da ist der Konkurrenzkampf um gute Spieler groß.

Zu den Spitzenteams gehören Sie beide trotzdem noch nicht. Was fehlt?

Hermes: Es gibt in der Liga ein paar Vereine und Sponsoren, die mit Geld den schnellen Erfolg suchen und kurzfristig nach oben wollen. Den Ansatz haben wir nicht.

Harder: Das sehe ich ähnlich. Viele Spieler in der A-Liga brauchen einen Obolus, um überhaupt zum Platz zu kommen. Ich denke aber, dass die Lüner Vereine, wenn sie in Ruhe arbeiten können, bald oben mitmischen können.

Stürmer Maik Küchler spielt nicht mehr für die Preußen. Ein Vorteil für Sie, Herr Hermes?

Hermes: Maik Küchler ist ein 1A-Stürmer für die Kreisliga. Es ist gut, dass er nicht spielt, weil wir dann auf einen guten Spieler weniger aufpassen müssen. Preußen wird aber mit vollem Einsatz versuchen, Küchler zu ersetzen.

Herr Harder, wie sehen Sie das?

Maik Küchler kann für jeden Verein wichtig sein. Dass er sich umorientiert, akzeptieren wir. Wir haben jetzt schon ein kleines Stürmerproblem, wollen es aber mit einem starken Mittelfeld lösen.

Ihre Tipps für Sonntag?

Hermes: Es wird ein enges Spiel und wir wollen den Zuschauern etwas bieten. Die Spiele meiner Mannschaft tippe ich aber nicht.

Harder: Wenn wir auswärts einen Punkt holen, dann wären wir sehr zufrieden.

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