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Erinnerung und Gedenken

Hier wird heute in Lünen an die Pogromnacht erinnert

Lünen Wer heute in der Fußgängerzone von Lünen unterwegs ist, wird mit der deutschen Geschichte konfrontiert. Es geht um die Ereignisse von 1938. Doch auch die aktuelle Situation und Schmetterlinge spielen eine Rolle.

Diese Veranstaltungen sind bei den Veranstaltungen zur Erinnerungen an die Pogromnacht von 1938 geplant:

Im Zeichen des Schmetterlings

Zwischen 15 und 17 Uhr führt das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium eine „Denk-Nach-Aktion“ unter dem Motto „Im Zeichen des Schmetterlings“ in der Innenstadt durch. Entlang der Lippebrücke erwarten die Besucher Musik, Lesung, ein Schmetterlingsmodell aus Holz und Theater-Fragmente. Das Ganze steht unter der Überschrift „Im Zeichen des Schmetterlings“.

Neue Stolpersteine

79 Jahre nach der Pogromnacht in Deutschland und somit auch in Lünen werden am Donnerstag, 9. November, um 16.30 Uhr im Bürgersteig vor der Cappenberger Straße 7 zwei Stolpersteine für die Eheleute Bernhard und Rosalie Samson verlegt. Bereits seit 2009 erinnerte an der Cappenberger Straße 7 ein Stolperstein an den Tod von Bernhard Samson nach Misshandlungen der Nationalsozialisten in der Pogromnacht 1938. Da dieser Stein durch Straßenbauarbeiten verloren ging, kamen der Arbeitskreis Lüner Stolpersteine und der Künstler Gunter Demnig überein, dass für seine Ehefrau Rosalie Samson ebenfalls ein Stolperstein gelegt wird.

Hier wird heute in Lünen an die Pogromnacht erinnert

Am Donnerstag, 9. November, werden neue Stolpersteine für Bernhard und Rosalie Samson an der Cappenberger Straße verlegt. Foto: Foto Kath

Feierstunde am Mahnmal

Zur zentralen Feier zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938 lädt Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns ein. Am Donnerstag, 9. November, beginnt das Gedenken um 17 Uhr am Mahnmal der jüdischen Opfer der Pogromnacht am Lippeufer (neben der Brücke der Fußgängerzone).

Seit 22 Jahren wird die Gestaltung des gemeinsamen Gedenkens von engagierten Jugendlichen mitgetragen. In diesem Jahr haben die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule einen Beitrag vorbereitet. Musikalisch begleitet wird die Gedenkveranstaltung von Max Hunsche und Nico Wellers, Musikschüler der Musikschule. Die Ansprache zur Feierstunde hält in diesem Jahr Dr. Wingolf Lehnemann, Leiter des Museums der Stadt Lünen und Ehrenamtspreisträger 2016.

Hier wird heute in Lünen an die Pogromnacht erinnert

Das Mahnmal an der Lippe. Foto: Peter Fiedler

Kranzniederlegung

Im Anschluss an die Veranstaltung ist die Kranzniederlegung am Gedenkstein in Höhe der ehemaligen jüdischen Synagoge an der Stadttorstraße vorgesehen.

Hier wird heute in Lünen an die Pogromnacht erinnert

„Hier stand von 1811 bis 1938 die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Lünen“ ist auf einem Gedenkstein an der Stadttorstraße zu lesen. Foto: Foto: Volker Beuckelmann

Schweigekreis

Der traditionelle Schweigekreis zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht findet am Donnerstag, 9. November, in Lünen-Süd statt. Nationalsozialisten erschossen in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 in Lünen-Süd zwei jüdische Bürger: Siegmund Kniebel und Albert Bruch. Die Teilnehmer des Schweigekreises erinnern alljährlich an ihren gewaltsamen Tod und protestieren gleichzeitig gegen rechte Gedanken heute. Sie streben ein friedliches Miteinander aller Kulturen an. Evangelische und katholische Christen laden zu der Veranstaltung ein. Beginn ist um 17 Uhr vor der katholischen Kirche Heilige Familie, Jägerstraße.

Hier wird heute in Lünen an die Pogromnacht erinnert

Seit 1993 steht der Gedenkstein für die jüdischen Opfer der Reichsprogromnacht in Lünen-Süd vor der katholischen Kirche Heilige Familie Foto: Foto: Ulrich Stowasser

Friedensgottesdienst

Da der Gedenktag in diesem Jahr auf einen Donnerstag fällt, wird der Friedensgottesdienst in der Stadtkirche St. Georg, St.-Georg-Kirchplatz, am Sonntag, 12. November, um 11 Uhr stattfinden.

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