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Großveranstaltung am 6. November

Lüner machen mobil gegen Rechts

Lünen Auch in der Lippestadt ist das Erstarken der Rechten ein Thema. Spätestens nach den Wahlen, als es auch hier in einzelnen Wahllokalen zweistellige Werte für die AfD gab. Jetzt machen 40 Institutionen und Vereine mobil und laden in den Hansesaal ein.

Lüner machen mobil gegen Rechts

Die Organisatoren von „Vielfalt gestalten - Vorurteile abbauen“. Foto: Storks

Spätestens seit der Bundestagswahl im September dieses Jahres und dem erfolgreichen Abschneiden der Partei Alternative für Deutschland (AfD) schrillen bei vielen Menschen die Alarmglocken: Bundesweit und auch in Lünen, wo die AfD in einigen Stimmbezirken zweistellige Wahlergebnisse einfuhr, steigt die Angst vor Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, vor einer Spaltung der Gesellschaft.

Dagegen wollen über 40 Institutionen aus allen gesellschaftlichen Bereichen in der Lippestadt ein Zeichen setzen. Gemeinsam laden sie für Montag, 6. November, ab 18 Uhr zu der Veranstaltung „Vielfalt gestalten – Vorurteile abbauen“ in den Hansesaal ein.

„Rechtspopulistische bis hin zu fremdenfeindliche Einstellungen haben an Einfluss auf die politische Stimmungslage in Deutschland gewonnen. Die Bewegungen von rechts erfahren zum Teil große Zustimmung, aber auch deutliche Ablehnung aus der Bevölkerung.“ Das sagte Dr. Ulrich Weber, Chef der Lüner Initiative gegen globale Armut (Liga) und einer Organisatoren der Veranstaltung, am Donnerstag bei der Vorstellung des Programms.

Das sind die Themen

„Die Idee zu dem Diskussionsabend ist nicht erst nach der Bundestagswahl entstanden, sondern schon vor einem Jahr“, sagte Clemens Kreiss, Leitender Pfarrer der Leitender Pfarrer der Großgemeinde St. Marien. Diskutiert werden sollen unter anderem folgende Fragen:

  • Was ist überhaupt Rechtspopulismus und wie unterscheidet er sich vom Rechtsextremismus?
  • Wie sieht die Situation in Lünen aus?
  • Wo liegen die Ursachen für Fremdenfeindlichkeit und wie wirken sie sich aus?
  • Wie können wir in Lünen Vorurteile überwinden?
  • Welchen Beitrag können dazu Politik, Schulen, Kirchen, Vereine und Stadtverwaltung leisten?

Zum Thema Rechtspopulismus und -extremismus wird der renommierte Konfliktforscher Prof. Dr. Andreas Zick von der Universität Bielefeld einen Vortrag halten. Daneben werden Lüner Schüler ihre Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit im (Schul-)Alltag schildern – ebenso wie Werner Tischer, ehemaliger Besitzer von Tischer’s Bude im Norden der City.

Den Höhepunkt des Abends bildet eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Stadt, den Kirchen, der Verwaltung, des Stadtsportverbands Lünen und dem Verein Pro Lünen.

Eintritt frei

Montag, 6. November, ab 18 Uhr, Hansesaal, Kurt-Schumacher-Straße 41, „Vielfalt gestalten - Vorurteile abbauen“, Eintritt frei, jeder Interessierte ist willkommen.

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