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Fußball: Westfalenliga

Oberliga-Aufstiegschancen ungünstig wie selten

LÜNEN Alljährlich beginnt in der Endphase einer jeden Saison das große Rätselraten, wächst bei den in den überkreislichen Amateurfußball-Ligen spielenden Mannschaften die Unsicherheit: Wie viele Teams können aufsteigen, wie viele müssen in die nächsttiefere Spielklasse? Besteht die Möglichkeit eines Aufstiegs, gibt es Relegationsrunden oder Entscheidungsspiele? Wir bringen Licht ins Dunkel und beantworten die wichtigsten Fragen.

Oberliga-Aufstiegschancen ungünstig wie selten

Tabellenerster müssen die Westfalenliga-Spieler des Lüner SV – hier Fabian Pfennigstorf (v.l.), Ersin Kusakci und Lukas Ziegelmeir – werden, um den Aufstieg in die Oberliga zu bejubeln.

Die Auf- und Abstiegsregelung im westfälischen Fußball ist zwar in der Spielordnung des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) klar festgelegt, doch von Spielzeit zu Spielzeit kann sich die Zahl der davon betroffenen Klubs ändern. Alles hängt davon ab, wie viele westfälische Teams aus der Regionalliga West in die Oberliga absteigen – und da ergibt sich nach aktuellem Stand in dieser Saison eine höchst ungünstige Situation.

Zurzeit belegen mit der U23 des FC Schalke 04 sowie Rot Weiss Ahlen, den Sportfreunden Siegen und der TSG Sprockhövel vier Westfalenklubs die letzten vier Regionalliga-Plätze. Bleibt es dabei, müssten auch die vier letztplatzierten Mannschaften aus der Oberliga runter in die Westfalenliga. Schafft eines der Teams noch den Regionalliga-Verbleib (die besten Chancen hat momentan Schalke bei drei Zählern Rückstand zum rettenden Ufer), reduziert sich die Zahl der Oberliga-Absteiger auf drei. Dass es nur zwei westfälische Vereine trifft, ist angesichts des deutlichen Punkterückstands höchst unwahrscheinlich.

Bis zu fünf Absteiger

Wie Reinhard Spohn, Vorsitzender des Verbands-Fußballausschusses und sowohl Staffelleiter der Regionalliga West als auch der Oberliga Westfalen, erläutert, könnte es theoretisch in einem einzigen Fall sogar noch schlimmer kommen: „Sollte ein westfälischer Verein aus der 3. Liga absteigen und keine Regionalliga-Lizenz beantragt haben, würde er in die Oberliga eingruppiert. Dann müssten bei vier westfälischen Regionalliga-Absteigern gar fünf Klubs runter in die Westfalenliga.“

Ein Horror-Szenario, von dem auch die Dortmunder Vereine FC Brünnighausen und ASC 09 betroffen sein könnten. Die Aplerbecker belegen in der aktuellen Tabelle den viertletzten Platz, Brünninghausen liegt mit einem Punkt Vorsprung knapp davor auf Rang 13, hat aber auch schon ein Spiel mehr ausgetragen als der Lokalrivale.

Während beide bei geringen Abständen nach oben natürlich nach wie vor alle Chancen auf den Klassenverbleib haben, sieht es beim Thema Aufstieg für die Tabellenzweiten aus den tieferen Ligen denkbar schlecht aus. „Bei der jetzigen Konstellation am Tabellenende der Regionalliga sehe ich da schwarz“, sagt Spohn. Demnach würde in den Westfalen-, Landes- und Bezirksligen nur der jeweilige Meister aufsteigen.

Für den Fußballkreis Dortmund hieße dies, dass auch die derzeitigen Tabellenzweiten BSV Schüren (Landesliga 3) und BV Brambauer (Bezirksliga 8) bei einer Vizemeisterschaft in die Röhre gucken müssten. Ebenso der Lüner SV, der aktuell punktgleich mit dem Zweiten Hordel Rang drei in der Westfalenliga 2 belegt. Von alledem unberührt bleibt von der Westfalen- bis zur Bezirksliga die Abstiegsfrage: in 16-er-Ligen müssen die letzten drei Teams runter, in 15-er-Staffeln die letzten beiden.

Noch eines ist trotz aller Unwägbarkeiten klar: Selbst wenn Münster und Paderborn den Klassenverbleib in der 3. Liga nicht schaffen würden, bliebe es bei vier Absteigern zur Oberliga. In diesem Fall würde die Regionalliga aufgestockt: Auf 19 Teams, falls dem Meister der Drittliga-Aufstieg gelingen sollte, oder gar auf 20, wenn er in der Relegation scheitert

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