Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige

Streckensperrung bei Davensberg

RB50-Fahrgäste landen in Hamm statt in Münster

LÜNEN/WERNE Eine Streckensperrung in Davensberg hat am Mittwochabend dafür gesorgt, dass Fahrgäste der Eurobahnstrecke statt in Münster unverhofft in Hamm landeten. Ein Betroffener kritisiert das Bahnunternehmen für das Verhalten in der Situation - der Umgang mit den Fahrgästen sei "mehr als fragwürdig" gewesen.

RB50-Fahrgäste landen in Hamm statt in Münster

Die Eurobahn fuhr statt nach Münster nach Hamm.

Der RB 50 der Eurobahn, der am Mittwoch um 21.35 Uhr von Dortmund über Lünen, Werne und Capelle nach Münster startete, musste in Davensberg stoppen. Grund war eine Streckensperrung wegen einer „behördlichen Maßnahme“, wie eine Sprecherin von Keolis, die die Eurobahn betreibt, auf Anfrage erklärte. Ein Reh war mit einem ICE kollidiert. Nachdem klar war, dass die Streckensperrung länger dauern würde und eine Weiterfahrt nach Münster nicht möglich war, musste der Zug wenden und wurde nach Hamm umgeleitet.

„Dort konnten die Fahrgäste sich dann entweder im Rahmen der Mobilitätsgarantie ein Taxi zu ihrem Zielort nehmen oder mit dem Fernverkehr, also IC oder ICE  nach Münster fahren“, so die Sprecherin.  Die Streckensperrung betraf dann auch die beiden RB 50 um 22.35 Uhr und 23.35 Uhr von Dortmund nach Münster. „Beide Züge wurden von Dortmund aus direkt nach Hamm umgeleitet, weil die Strecke weiterhin gesperrt war“, so die Sprecherin. In Hamm hätten die Fahrgäste dann wiederum entweder mit Taxis oder per Fernverkehr zu ihrem Ziel fahren können.

Eurobahn wehrt sich

Ein Betroffener, der sich mit einer Beschwerde an unsere Redaktion gewandt hatte, kritisierte, dass die Eurobahn den Zug letzten Zug nach Lünen um 23.35 Uhr „falsch ausgeschildert“ habe und bezeichnete den „Umgang mit den verzweifelten Fahrgästen“ als „mehr als fragwürdig“.

Dem widerspricht die Keolis-Sprecherin: es habe bei beiden Zügen Durchsagen gegeben, sowohl auf dem Bahnsteig als auch im Zug. „Der Triebwagenführer hat darauf hingewiesen, dass der Zug nach Hamm fährt und man von dort mit anderen Zügen fahren muss.“ Die Durchsage sei schon in Dortmund beziehungsweise in Münster am Gleis und vor der Abfahrt im Zug erfolgt. Laut Protokoll bei Keolis seien die entsprechenden Informationen „unverzüglich“ rausgegangen. 

Einfacher für die Fahrgäste Richtung Lünen und Werne wäre es gewesen, sich gleich von Dortmund oder Münster aus ein Taxi zu nehmen  - im Rahmen der Mobilitätsgarantie auf Kosten der Bahn, so die Keolis-Sprecherin. Das wäre nicht nur kürzer sondern auch kostengünstiger gewesen. Für ihn und vier weitere Leute bestellte der Lokführer im Auftrag der Eurobahn ein Taxi von Hamm nach Münster, schilderte uns der betroffene Fahrgast in seiner Beschwerde.

CAPELLE/ASCHEBERG Die Eurobahn hat am Donnerstag im Berufsverkehr viele Sympathien verspielt: Erst wurden die Fahrgäste in Ascheberg darüber informiert, dass der 8-Uhr-Zug 30 Minuten Verspätung habe, dann wurden 40 Minuten angezeigt – und am Ende kam die Bahn überhaupt nicht. Und das bei frostigen minus 7 Grad.mehr...

Strecke Dortmund - Münster

Sechs-Uhr-Eurobahn fiel viermal in Folge aus

LÜNEN Viermal hintereinander haben RB50- Pendler vergeblich auf die 6-Uhr-Züge in die Richtungen Münster und Dortmund gewartet. Informationen gab es auf dem Bahnsteig nicht. Laut Eurobahn hat eine Verkettung unglücklicher Umstände zu den Ausfällen geführt.mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Kein Gesprächstermin

Forensik in Lünen steht „nicht zur Disposition“

LÜNEN Nach dem Machtwechsel in Düsseldorf könnte das Gesundheitsministerium die Pläne für eine Forensik in Lünen neu bewerten. Das war jedenfalls die Hoffnung der Stadt, die mit ihrer Klage gegen den Bau der Anstalt vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gescheitert war. Doch diese Hoffnung kann man im Rathaus wohl begraben.mehr...

Freifunk-Netzwerk

W-Lan-Ausbau in Lüner Innenstadt stockt

LÜNEN Flächendeckendes, freies W-Lan sollte die Lüner Innenstadt attraktiver machen - vor allem für die Jugend. Fördermittel für den Ausbau verfallen jetzt trotz aller Bemühungen. Dabei scheitert das Freifunk-Netz vor allem am Desinteresse der Gewerbetreibenden.mehr...

Verbreitet Lebensfreude

12 Wochen alter Hund ist nun im Lüner Hospiz-Team

LÜNEN Nur zwölf Wochen ist der neueste Mitarbeiter des Lüner Hospizes am Wallgang alt. Er heißt Amano und ist ein Hunde-Baby. Die Gäste haben den kleinen Begleiter schon lieb gewonnen, er lässt sie für einen Moment die Schmerzen vergessen. Für diese Aufgabe hat Amano eine besondere Ausbildung bekommen.mehr...

Bundesligastart

Das hoffen Lüner Fanclubs für ihre Mannschaften

LÜNEN Die Bundesliga-freie Zeit ist vorbei. Gott sei Dank, werden viele Fans sagen. Wir haben die Lüner Fanclubs von Borussia Dortmund und Schalke 04 befragt, was sie ihrer Mannschaft in dieser Saison zutrauen. Beim BVB soll endlich wieder Ruhe einkehren, bei Schalke liegen die Hoffnungen auf Trainer Tedesco.mehr...

Auswanderer

Wie ein Lüner den Hurrikan Irma miterlebte

LÜNEN/MARCO ISLAND Seit der Lüner Chris Hadac vor 16 Jahren in die USA gezogen ist, hat er schon viele Hurrikans erlebt: Doch "Irma" übertraf alles. Während sich viele Bewohner Floridas in anderen Bundesstaaten in Sicherheit gebracht hatten, blieb der Lüner vor Ort: "Du fühlst dich einfach hilfslos", schildert er seine Erfahrung mit dem Sturm.mehr...

Geschichten aus Lünen

Audio-Slideshow: Wir sind Lünen - Folge 40

LÜNEN Die Musikschule der Stadt Lünen probt aktuell fleißig: Ende September will das Ensemble das Musical "Oliver" aufführen. Für eine neue Folge unseres sprechenden Fotoalbums "Wir sind Lünen" haben wir das Ensemble bei den Proben besucht und verraten, worauf sich die Zuschauer freuen dürfen. Hören Sie rein!mehr...