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Interview mit Gesangspädagogin

So inszenieren junge Lüner das Musical "Oliver"

LÜNEN Die Musikschule in Lünen wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Zu diesem besonderen Anlass inszenieren die Musikschüler das Musical "Oliver" - bereits zum zweiten Mal nach 1996. Wir haben die Kostümprobe mit der Kamera begleitet und mit der Gesangspädagogin über die Aufführungen im September gesprochen.

So inszenieren junge Lüner das Musical "Oliver"

Kostümprobe für die Neuauflage des Musicals "Oliver".

Vor 21 Jahren standen die Eltern auf der Bühne, nun proben die Kinder mit Gesangspädagogin Monika Bergmann für eine Neuauflage des musikalischen Stücks nach dem Buch von Charles Dickens. Mit Monika Bergmann sprach Redakteurin Beate Rottgardt über die Inszenierung, die im September zum 50. Geburtstag der Musikschule aufgeführt wird.

Wie lange proben Sie schon mit den Mitwirkenden? Seit einem Jahr, wir sind nun fast alle zwei Wochen samstags bei den Proben im Lükaz. Mit meiner Kollegin Barbara Reher kümmere ich mich um alles auf der Bühne. Musikschulleiter Frank Fischer leitet das Orchester, das aus vielen Jugendlichen und einigen Lehrern der Musikschule besteht. Am Klavier sitzt Sabine Grube und Ulli Gronemeyer ist für die Beschallung zuständig.

Ist denn außer Ihnen, Barbara Reher und Frank Fischer noch jemand von 1996 dabei? Ja, tatsächlich. Michael Gresch, der auch bei uns im Kammerchor singt, wird wieder als „Fagin“ auf der Bühne stehen, der die Kinder im Stück als Diebe ausbildet. Die Rolle hat er schon vor 21 Jahren gesungen und sie ist eine seiner Lieblingsrollen. Sabine Grube hat auch damals das Klavier gespielt.

Ist es genau das gleiche Stück wie 1996? Nein. Es ist viel schwieriger als die Fassung von 1996. 2004 wurde das Musical mit der deutschen Fassung noch mal überarbeitet und viel mehr Lieder auch für die Chöre eingefügt. Teilweise singt der Jugendchor zwölfstimmig. Das ganze Stück wird etwa zweieinhalb Stunden dauern.

So sehen die Kostüme für das Musical "Oliver" aus

Freudige Spannung vor dem Auftritt.
Musikprobe zum Musical, Orchester der Musikschule.
Michael Gresch in der Rolle von Mister Fagin (links), Jana Droste (Nancy, r.)
Kostümprobe Musical Oliver,  Kinderchor der Musikschule.
Barbara Reher (r.) begutachtet die selbst geschneiderten Kostüme der jungen Darstellerinnen.
Monika Bergmann bei der Probe im Lükaz.
Kostümprobe Musical Oliver, Solisten und der Kinderchor der Musikschule.
Monika Bergmann dirigiert den Chor bei der  Kostümprobe für das Musical "Oliver".
Monika Bergmann (r.) im Probengespräch mit Darstellern des Musicals "Oliver ". Links: Ella Bierfreund (Oliver), 2.v.l. Ina Thomas (Nancy).
Michael Gresch in der Rolle von Mister Fagin.
Mit dabei waren auch die jüngsten Darsteller  aus dem Kinderchor der Musikschule.
Michael Gresch (Mister Fagin, l.) ,  Ina Thomas (Nancy, 2.v.r. ) und  Jana Droste (Bill, r.).
Michael Gresch in der Rolle von Mister Fagin.
Barbara Reher bedient die Technik.
Sologesangprobe Ina Thomas, Darstellerin der Nancy.
Kostümprobe für die Neuauflage des Musicals "Oliver".
Schlussszene des Musicals Oliver (Ina Thomas , liegend, Darstellerin der Nancy)
Ella Bierfreund, Darstellerin des Oliver, bei der Kostümprobe.
Die Darsteller des Musicals "Oliver"
Musikprobe zum Musical, Orchester der Musikschule.

Wer spielt diesmal den „Oliver“? Ella Bierfreund. Sie ist durch das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ (Jeki) zur Musikschule gekommen und hat seit sechs Jahren bei mir Gesangsunterricht. Im Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ belegte sie kürzlich den zweiten Platz.

Wer wird noch in Hauptrollen auf der Bühne stehen? Den Oberschurken Bill spielt und singt Jana Droste. Ina Thomas spielt die „Nancy“, die Freundin von „Bill“. Als Heimleiterin Mrs. Coney ist Pia Tillmann dabei und der Vorsteher des Hauses wird von Mira Cöppikus verkörpert. Pia und Mira sind Preisträger von „Jugend musiziert“. Als „Dodger“ ist Lennart Köhler, unser männlicher Solist des Jugendchores zu sehen. Teresa Kleine-Frauns spielt gleich drei Rollen – die Messerschleiferin, den Leichenbestatter und einen der Gouverneure.

Apropops Leichenbestatter – für welches Alter ist „Oliver“ gedacht? Es ist ein Familienmusical, auch wenn es einen Mord gibt. Aber wenn man die Kleineren gut vorbereitet und ihnen erklärt, dass es ein Märchen ist, können auch sie mitkommen. Richtig gut geeignet ist es ab der dritten Klasse. Und zwar für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Wie viele Mitwirkende sind es insgesamt? 22 Jugendliche aus dem Jugendchor sind dabei, zwischen zehn und 23 Jahren alt, dazu zwölf Kinder aus dem Kinderchor im Alter zwischen vier und neun Jahren. Darunter auch einige Kinder von Darstellern, die 1996 bei der „Oliver“-Aufführung dabei waren. Im Orchestergraben sind um die 30 Musiker tätig. Im Ganzen werden etwa 90 Personen im Einsatz sein.

LÜNEN 140 Nachwuchsmusiker in zehn Ensembles: Die Musikschule Lünen hatte am Dienstag zum "Großen Konzert" eingeladen - und dabei konnten die Zuschauer feststellen, dass die Ankündigung nicht nur bezogen auf die Anzahl der Akteure, sondern auch auf das breite Spektrum des Musikangebots voll zutraf. Hier gibt es die Fotos zum Konzert.mehr...

Wer zum Beispiel? Zwei Kinder von Anja Mast, die damals den „Dodger“ spielte. Anja will bei zwei Vorstellungen dabei sein, weil sie weiß, dass jede Aufführung anders sein wird – eben live. Mit dabei ist auch die älteste Tochter von Stefanie Fuss, die 1991 als Rosenverkäuferin zu sehen war. Nicole Schwenzfeier-Diedrich, die vor 21 Jahren die Titelrolle hatte, erwartet ihr zweites Kind, will aber unbedingt zur Premiere kommen. Und es haben auch schon weitere Darsteller von 1996 zugesagt – eine kommt sogar aus Berlin.

Wer ist für Technik, Bühnenbild und Kostümen zuständig? Wir haben neun Headsets und zwei Handmikros, damit müssen wir natürlich auch proben. Dafür ist Ulli Gronemeyer zuständig. Bühnenbild und Kostüme machen wir alle selber. Einige Kostüme haben wir netterweise von der „Kulisse“ geliehen bekommen. Therese Gresch von der „Kulisse“ ist auch als Maskenbildnerin für die männlichen Rollen dabei. Bei Kostümen und Bühnenbild helfen auch alle Kinder und Jugendlichen und viele Eltern mit.

Was motiviert die Kinder und Jugendlichen über so einen langen Zeitraum dabei zu bleiben? Sie sind wirklich alle mit so viel Liebe und Engagement dabei. Es ist toll, was junge Menschen machen, um andere Menschen zu erfreuen. Denn sie hoffen natürlich, dass ganz viele Zuschauer zu den vier Aufführungen kommen. Auch die Eltern gerade von den kleineren Kindern helfen mit.

Was spielen die Jüngsten? Sie spielen Heimkinder, Straßenkinder, Verkäufer mit Bauchladen und Gaukler. Dabei zeigen sie auch akrobatisches Geschick auf der Bühne.

Der Vorverkauf läuft bereits

  • Insgesamt vier Aufführungen wird es im Hilpert-Theater, Kurt-Schumacher-Straße 39, geben. 
  • Die Termine: Am Samstag, 23. September, und Sonntag, 24. September, jeweils um 16 Uhr.
  • Zwei weitere Termine sind für Schulen gedacht: Am Montag, 25. September, und Dienstag, 26. September, jeweils um 11 Uhr.
  • Karten zum Preis zwischen acht und neun Euro gibt es im Vorverkauf im Kulturbüro, Hansesaal, Kurt-Schumacher-Straße 41, Tel. 02306/1042299.
  • Zur Internetseite des Kulturbüros geht es .

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