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Diskussion im Hansesaal

So klappt der Kampf gegen Rechtspopulismus

LÜNEN Europa, Deutschland, Lünen – die Ausbreitung des Rechtspopulismus macht auch vor der Lippestadt nicht halt. Eine Veranstaltung im Hansesaal am Montagabend sollte zeigen, was dagegen hilft – mit einem informativen Vortrag und spannenden Diskussionen.

So klappt der Kampf gegen Rechtspopulismus

Einleitend sprach Konfliktforscher Andreas Zick (Uni Bielefeld, l.). Foto: Foto Goldstein

Es war ein Mammutprojekt, das da am Montagabend auf die Bühne des Hansesaals gebracht worden ist. Rund 40 Lüner Organisationen, Schulen, Kirchen, Initiativen und Co. hatten zur Veranstaltung „Vielfalt gestalten – Vorurteile abbauen“ geladen. Den spannenden Auftakt machte der Konfliktforscher Andreas Zick (Uni Bielefeld) – mit wenig überraschenden aber dennoch eindrücklichen Fakten.

Im Foyer des Hansesaals hatten zuvor viele Organisationen ihr Engagement präsentiert. Das zeigt laut Zick: „Es läuft in Lünen.“ Dennoch müsse er an diesem Abend die Spaßbremse sein: Die Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte sei deutschlandweit weiter hoch, obwohl die Zahl der ankommenden Flüchtlinge stark nachgelassen habe. Vor allem vermeintlich intellektuelle, neurechte Positionen kämen immer weiter in der Mitte der Gesellschaft an. Es sei, da zitierte Zick Albert Einstein, einfacher ein Atom zu zertrümmern als Vorurteile. Auch deshalb müssten die vielen Lüner Projekte wohl noch etwa zehn Jahre durchhalten: „Dann sehen wir die Effekte.“ Diese Projekte müssten Räume besetzen und überhaupt erst einmal einen Kontext schaffen, in dem die Menschen ohne Vorurteile sein können.

Veranstaltung für Vielfalt im Hansesaal

Gegen Rechtspopulismus und gegen Rechtsextremismus haben über 40 Organisationen aus Lünen am Montag, 6. November, deutlich Position bezogen. Unter dem Titel „Vielfalt gestalten – Vorurteile abbauen“ wurde im Hansesaal Lünen für einen respektvollen und diskriminierungsfreien Umgang miteinander geworben.
Unter dem Titel „Vielfalt gestalten – Vorurteile abbauen“ wurde im Hansesaal Lünen für einen respektvollen und diskriminierungsfreien Umgang miteinander geworben. Trotz des ernsten Themas gab es für die vielen Besucher  auch viel zu Lachen.
Unter dem Titel „Vielfalt gestalten – Vorurteile abbauen“ wurde im Hansesaal Lünen für einen respektvollen und diskriminierungsfreien Umgang miteinander geworben. Trotz des ernsten Themas gab es für die vielen Besucher  auch viel zu Lachen.
Moderatorein Christine Kostrzewa führte durch den Abend.
Moderatorein Christine Kostrzewa führte durch den Abend.
An der ersten Podiumsdiskussion beteiligten sich Chris Möller, Nils Märtin, Musa Bagrac und Werner Tischer (v.l.).
An der ersten Podiumsdiskussion beteiligten sich Chris Möller, Nils Märtin, Musa Bagrac und Werner Tischer (v.l.).
Zum Thema Rechtspopulismus und -extremismus sprach der  Konfliktforscher Prof. Dr. Andreas Zick von der Universität Bielefeld.
Zum Thema Rechtspopulismus und -extremismus sprach der  Konfliktforscher Prof. Dr. Andreas Zick von der Universität Bielefeld.
Das Programm eröffnete das Improvisationstheater "Arte flessibile" mit Jens Hoppe und seinen Mitstreitern Thomas Kreklau und Andreas Gilles.
Das Programm eröffnete das Improvisationstheater "Arte flessibile" mit Jens Hoppe.
Unter dem Titel „Vielfalt gestalten – Vorurteile abbauen“ wurde im Hansesaal Lünen für einen respektvollen und diskriminierungsfreien Umgang miteinander geworben. Trotz des ernsten Themas gab es für die vielen Besucher  auch viel zu Lachen.
Gegen Rechtspopulismus und gegen Rechtsextremismus haben über 40 Organisationen aus Lünen am Montag, 6. November, deutlich Position bezogen. Die Veranstaltung im Hansesaal war sehr gut besucht.
Gegen Rechtspopulismus und gegen Rechtsextremismus haben über 40 Organisationen aus Lünen am Montag, 6. November, deutlich Position bezogen. An Infoständen im Foyer des Hansesaals stellten sie ihre Arbeit vor.
Gegen Rechtspopulismus und gegen Rechtsextremismus haben über 40 Organisationen aus Lünen am Montag, 6. November, deutlich Position bezogen. An Infoständen im Foyer des Hansesaals stellten sie ihre Arbeit vor.
Gegen Rechtspopulismus und gegen Rechtsextremismus haben über 40 Organisationen aus Lünen am Montag, 6. November, deutlich Position bezogen. An Infoständen im Foyer des Hansesaals stellten sie ihre Arbeit vor.
Gegen Rechtspopulismus und gegen Rechtsextremismus haben über 40 Organisationen aus Lünen am Montag, 6. November, deutlich Position bezogen. An Infoständen im Foyer des Hansesaals stellten sie ihre Arbeit vor.
Gegen Rechtspopulismus und gegen Rechtsextremismus haben über 40 Organisationen aus Lünen am Montag, 6. November, deutlich Position bezogen. An Infoständen im Foyer des Hansesaals stellten sie ihre Arbeit vor.
Gegen Rechtspopulismus und gegen Rechtsextremismus haben über 40 Organisationen aus Lünen am Montag, 6. November, deutlich Position bezogen. An Infoständen im Foyer des Hansesaals stellten sie ihre Arbeit vor.
Gegen Rechtspopulismus und gegen Rechtsextremismus haben über 40 Organisationen aus Lünen am Montag, 6. November, deutlich Position bezogen. An Infoständen im Foyer des Hansesaals stellten sie ihre Arbeit vor.

Wichtig sei außerdem, die Perspektive der Opfer einzunehmen „und nicht immer nur mit den Rechten zu reden“. Auch der Student und ehemalige Geschwister-Scholl-Gesamtschüler Chris Möller betonte bei der anschließenden Podiumsdiskussion, dass es wichtig sei, mit Betroffenen zu reden.

Er verwies außerdem auf die Aktivitäten der „Freien Nationalen Aktivisten“, einer Lüner Nazi-Kameradschaft, die mittlerweile nicht mehr so aktiv ist wie noch vor einigen Jahren, und auf den Lüner Schatzmeister der AfD Unna: „Diese Leute sind da!“

18 Prozent für die AFD

Nils Märtin, stellvertretender Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Barbara, erzählte von den Schwierigkeiten in einer Nachbarschaft, in der etwa 18 Prozent bei der Bundestagswahl die AfD gewählt haben. „Die Stimmung vor den Wahlen war sehr aggressiv“, erzählte er, „nach dem Motto: Die da oben machen alles falsch.“ Im Vorstand der Siedlergemeinschaft – „da sind viele SPD-Leute“ – habe er mit dem Wunsch, etwas dagegen zu unternehmen, komplett alleine da gestanden. „Ich habe dann Flyer verteilt.“

Auch der ehemalige Buden-Besitzer Werner Tischer und Musa Bagrac, Lehrer für islamischen Religionsunterricht, erzählten von ihren Erfahrungen. Anschließend berichteten Vertreter verschiedener Initiativen, etwa das Café Neuland, der Boxclub Gahmen oder Schülerinnen der Bußmannschule, von ihrer Arbeit. Die Caritas im Bistum Essen zum Beispiel schult ihre Mitarbeiter im Umgang mit rechtspopulistischen Anfeindungen.

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