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Bodybuilding

„Über meine Figur wird auch viel gelästert“

Lünen Kerstin Telker und Benedikt Hülsbusch sind Deutsche Meister im Paar-Posing. Wie viel Training dahinter steckt, wissen nur die wenigsten. Wir haben mit dem Bodybuilder-Pärchen gesprochen.

„Über meine Figur wird auch viel gelästert“

Die Bodybuilder Benedikt Hülsbusch und seine Freundin Kerstin Telker sind Deutscher Meister im Paar-Posing. Foto: Hülsbusch

Kerstin Telker fällt mit ihrer muskulösen Figur auf. Das weiß sie. „Wenn man angesprochen wird, bekommt man viele Komplimente, aber es wird auch viel gelästert“, sagt sie und erzählt von dummen Sprüchen. „Diese Leute lasse ich dann stehen. Meist ist es der Neid, der da spricht.“ Die Disziplin, die Diät zu halten und immer zum Training zu gehen, an guten und an schlechten Tagen, sei das A und O, meint Telker.

Die 37-jährige Lünerin ist Bodybuilderin. Gebürtig kommt sie aus Soltau in der Lüneburger Heide, ist inzwischen nach Lünen gezogen. Bevor sie mit 18 Jahren zum Kraftsport kam, war sie Leichtathletin, hier vor allem in den Wurfdisziplinen aktiv. „Ich war schon immer der Typ, der Muskeln aufgebaut hat“, sagt sie. Aus einer Wette heraus landete sie dann 2013 erstmals auf der Bühne. „Ich fand mich eigentlich nicht gut genug dafür“, sagt sie. Die Jury sah das anders. Bei der Deutschen Meisterschaft holte sie als Debütantin gleich Bronze in einem Konkurrenzverband, dem National Athletic Comitee (NAC). Neben NRW-Meisterschaften und dem Deutschen Vizemeister bei den Masters sprang für sie 2017 auch noch der sechste Platz bei der DM heraus.

Zuletzt feierte sie gemeinsam mit ihrem Partner, dem Borker Bodybuilder Benedikt Hülsbusch, in Bochum den Meistertitel des Deutschen Bodybuilding- und Fitnessverbandes (DBFV). „Ich war total gerührt. Deutscher Meister zu werden, ist immer etwas Besonderes“, sagt Hülsbusch. Deutscher Jugend- und Juniorenmeister war Hülsbusch bereits, auch Deutscher Vizemeister im Bodybuilding. „Gerade das Paar-Posing war Neuland für mich und da direkt bis an die Spitze hochzukommen, ist toll“, sagt er.

Passen die Körper?

In den Pflichtposen und ihrer selbsterstellten Kür überzeugten beide die Richter. Hülsbusch erklärt: „Das Verhältnis passt bei uns. Die Körper müssen zueinander passen. Wenn einer mehr Muskeln hat als der andere, dann gibt es Abzüge.“ Auch die Bewegungen der Posen waren synchron – ein weiteres Kriterium der Bewertung.
Der DM-Sechste Hülsbusch und seine Partnerin Kerstin Telker sind nicht nur auf der Bühne ein Paar, sondern auch im echten Leben. Vor anderthalb Jahren lernten sich Benedikt Hülsbusch und Kerstin Telker auf der Kölner Fitnessmesse Fibo kennen. „Ich habe sie ein bisschen angeflirtet und daraus ist auch was geworden“, sagt Hülsbusch und lacht. Seitdem hat das Paar hart für seinen Erfolg trainiert.

Hülsbusch weiß aber auch, dass die Sportart Veranlagungssache ist. „Genetik spielt natürlich eine Rolle. Entweder bist du dafür geboren – oder nicht“, sagt er. Aber ist das denn gesund? „Es ist ein Hochleistungssport und genau so ungesund wie jeder Extremsport, wenn man an die Spitze möchte“, sagt Hülsbusch. Erschreckend finde er, dass der Missbrauch von Steroiden zunimmt. „Die Hemmschwelle sinkt durch das Internet. Das darf man nicht totschweigen“, sagt Hülsbusch.

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