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Fußball: Bezirksliga 8

„Wir stecken mitten im Abstiegskampf“

Wethmar René Harder erlebt mit dem Fußball-Bezirksligisten Westfalia Wethmar eine Achterbahnfahrt. Gegen Union Lüdinghausen verlor Wethmar am Sonntag 1:3. Die Art und Weise erzürnte Harder.

„Wir stecken mitten im Abstiegskampf“

René Harder ärgert sich über die aktuelle Situation seiner Westfalia. Foto: Reith

Die 1:3-Niederlage des Fußball-Bezirksligisten Westfalia Wethmar am Sonntag gegen Union Lüdinghausen hat die Westfalia abermals zurückgeworfen. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz, Wethmar ist mit 15 Zählern Elfter, beträgt nur drei Punkte. Sportredakteur Patrick Schröer hat mit Wethmars Außenverteidiger René Harder (27) über die aktuelle Situation, Probleme im Team und seine Nase gesprochen.

Herr Harder, wie geht es Ihrer Nase?

Nach dem Spiel in Nordkirchen dachte ich, dass die gebrochen wäre, weil es in der Szene unglaublich geknallt hat. Die Nase hat drei, vier Tage wehgetan, mittlerweile geht es aber wieder. Ich habe wohl Glück gehabt.

Am Sonntag haben Sie mit der Mannschaft eine schmerzhafte Erfahrung gemacht. Haben Sie die Niederlage gegen Lüdinghausen verarbeitet?

Es kommt natürlich immer darauf an, wie man verliert. Niederlagen wie am Sonntag ärgern mich wahnsinnig, vor allem nach so einem Spiel wie in Nordkirchen. Immer wenn man denkt, wir haben in die Spur gefunden, lassen wir eine Woche später wieder alles vermissen.

Was hat Sie so geärgert?

Zusätzlich zu meiner eigenen absolut schlechten Leistung war es unser gesamtes Fußballspiel. Wir haben kaum den Ball laufen lassen. Mich würde es nicht ärgern, wenn ich nicht wüsste, dass wir es besser können. Man hat es gegen Nordkirchen ja deutlich gesehen.

Sie sind früh ausgewechselt worden...

Ja, ich kam einfach nicht ins Spiel. Die einfachsten Sachen haben nicht geklappt. Zudem habe ich mir drei ganz schwere Fehler im Spielaufbau gerissen, die fast alle zum Gegentor geführt haben. Nach Absprache mit Trainer Simon Erling haben wir dann entschieden, mich vom Platz zu nehmen.

Die Worte Ihres Trainers Simon Erling nach dem Spiel klangen hart. Hat er mit seiner Kritik recht?

Ich denke schon. Die Hinrunde ist jetzt zu Ende. Wir müssen für die Rückrunde eine gewisse Konstanz in unser Spiel bekommen. Wir stecken mitten im Abstiegskampf.

Woran liegt das? Die Mannschaft galt vor der Saison als Titelkandidat.

Ich glaube, wenn wir das so einfach beantworten könnten, wären wir einen großen Schritt weiter. Die Krise hat viele Faktoren. Zum Beispiel, dass wir aufgrund von privaten Dingen, Verletzungen oder der katastrophalen Trainingsbeteiligung seit Wochen nicht einmal mit der gleichen Startelf gespielt haben.

War der Druck zu groß?

Nein, das denke ich nicht, da wir uns selbst nie das Ziel gesetzt haben, aufsteigen zu wollen.

Jetzt haben Sie eine Woche Spielpause. Sind Sie froh?

In unserem Fall ist das nicht verkehrt. So können unsere Spieler kleine Blessuren notfalls mal auskurieren lassen. Wir können auch gewisse Dinge aus der verkorksten Hinserie aufarbeiten.

Zum Auftakt der Rückrunde geht es am 3. Dezember dann zum Spitzenreiter SuS Kaiserau – eine undankbare Aufgabe?

Wir gehen als brutaler Außenseiter in dieses Spiel. Kaiserau hat eine superstarke Mannschaft, ist jung, dynamisch, lauffreudig und spielstark. Wir brauchen uns allerdings nicht zu verstecken. Mannschaften, die spielstark sind, liegen uns meistens.

Was ist noch möglich?

Wenn wir endlich mal über mehrere Wochen unser Potenzial abrufen können und konstant spielen, dann werden wir am Ende einen einstelligen Tabellenplatz belegen.

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