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Lüner Weihnachtsmarkt-Händler sind sauer

Wohnwagen stecken im Schlamm

Lünen Die Weihnachtsmarkt-Händler campieren zurzeit vor dem Gymnasium Altlünen. Während ihre Markthütten fein beleuchtet in der Lüner Fußgängerzone stehen, holen sie sich nach Feierabend nasse Füße. Die Stadt aber wäscht ihre Hände in Unschuld.

Wohnwagen stecken im Schlamm

Viel Matsch und Regen rund um die Wohnwagen - darüber ärgern sich die Schausteller des Lüner Weihnachtsmarktes. Foto: Carolin Rau

Schlamm und Pfützen dominieren derzeit das Bild zwischen den Wohnwagen der Schausteller des Lüner Weihnachtsmarktes. Wie im vergangenen Jahr haben die Händler ihre Lager auf Wiese und Ascheplatz vor dem Gymnasium Altlünen aufgeschlagen. Glücklich ist damit aber keiner von ihnen.

Händler sind genervt

Zu den Unzufriedenen zählen zum Beispiel Dunja Kanow und Martin Haase, die Süßigkeitenstand und Kinderkarussell betreiben. „Es ist einfach sehr nervig“, meint Kanow. Vor ihren Wohnwagen hat sie einen großen, grünen Filzteppich gelegt, der ihre Familie vor dem Schlamm schützen soll. Doch auch der ist durchweicht, nasses Laub auf ihm tut sein übriges. „Das Leben hier wäre wirklich angenehmer, wenn es hier nicht so aussehen würde“, meint die Schaustellerin.

Wohnwagen stecken im Schlamm

Schaustellerin Dunja Kanow ärgert sich genau wie ihr Bruder Patrick und ihre Tochter Madyl über Matsch und viel Regenwasser rund um die Wohnwagen. Foto: Carolin Rau

Wie auch viele ihrer Kollegen hat sie den Wohnwagen ihrer Familie auf der Wiese neben dem großen Ascheplatz an der Rudolph-Nagell-Straße abgestellt. Dass so in diesen regnerischen Tagen der ein oder andere Wohnwagen im Schlamm stecken bleibt, sei keine Ausnahme, eine bessere Alternative sei der Ascheplatz aber auch nicht. Große Schlaglöcher sorgen für große Pfützen.

Frühere Stellplätze waren besser

„Ich hatte meinen Wohnwagen in der Wiese festgefahren. Ich musste ihn dann abhängen und wieder rausschieben“, schildert Renate Brandt aus Minden ein Erlebnis der vergangenen Tage. Seit über 40 Jahren stehe sie zur Weihnachtszeit nun mit ihrem Champignonstand in Lünen, die Schaustellerplätze am Lindenplatz oder ganz früher an der Engelswiese seien deutlich angenehmer gewesen. Doch dort stehen jetzt aber Gebäude (Mercedes, McDonalds) und es steht kein Platz mehr zur Verfügung. Renate Brandt wünscht sich eine Asphaltierung der Fläche am Gymnasium Altlünen oder zumindest eine Ausbesserung der Schlaglöcher.

Wohnwagen stecken im Schlamm

Regen und Matsch führten dazu, dass das die Räder von Renate Brandts Wohnwagen im Boden feststeckten. Foto: Carolin Rau

Gleicher Meinung sind auch Bernd Ellerhorst und Ingo Wenzel, die mit ihrem Alpenhaus auf dem Lüner Weihnachtsmarkt stehen. So weitergehen wie bisher kann es für sie nicht: „Wenn man einmal über den Platz fährt sehen die Autos danach aus wie Sau“, beklagt Ellerhorst.

Wohnwagen stecken im Schlamm

Nur noch mit Gummistiefeln gehen Bernd Ellerhorst (l) und Ingo Wenzel im Dunkeln aus dem Wohnwagen. Foto: Carolin Rau

„Man muss wirklich aufpassen, dass man nicht einsackt. Im Dunkeln gehen wir nur noch mit Gummistiefeln raus.“

Stadt ändert erst mal nichts

Dieser schlechte Zustand sei auch der Stadt Lünen bekannt.

„Der ganze Matsch ist auf den vielen Regen der vergangenen Tage zurückzuführen“, erklärt Sprecherin Julia Schmidt auf Anfrage. Grundsätzlich gebe es bei der Stadt den Plan, den Ascheplatz und auch den angrenzenden Lehrerparkplatz des Gymnasiums Altlünen zu sanieren. Wann, und in welcher Form stehe aber noch nicht fest.

Kurzfristig könne die Stadt aber nichts ändern, so Schmidt weiter. „Es ist generell schwierig in Lünen, Plätze für Schausteller zu finden“, erklärt Schmidt.

Vier Wochen durchhalten

So liegen vor den Schaustellern nun noch vier Wochen zwischen Schlamm und Pfützen, in denen sie aber das Beste aus der Situation machen wollen: „Viel tun können wir da ja nicht. Ich hoffe einfach mal, dass es länger trocken bleibt“, meint Dunja Kanow.

Der Weihnachtsmarkt

Bis zum 23. Dezember findet in der Lüner Innenstadt der Weihnachtsmarkt statt. Alle Infos finden Sie hier.

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