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Olfener Schüler

Mit Historienprojekt fast zum Bundespräsidentent

Olfen Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten hat Jens Noske von der Gesamtschule Olfen einen der insgesamt 15 zweiten Preise gewonnnen. Was er das für ihn und auch für die Schule bedeutet, haben der Schüler und sein Tutor Tobias Horstmann uns im Interview verraten.

Mit Historienprojekt fast zum Bundespräsidentent

Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten hat Jens Noske (l.) von der Gesamtschule Olfen einen der insgesamt 15 zweiten Preise gewonnnen. Unser Foto zeigt ihn mit seinem Tutor Tobias Horstmann. Foto: Foto Thomas Aschwer

Guten Morgen Herr Noske, was war ihre erste Reaktion, als Sie vom Ergebnis des Geschichtswettbewerbs gehört haben, Freude über den zweiten Platz oder leichte Enttäuschung, dass es nicht zur Einladung nach Berlin gereicht hat?
Also, von Enttäuschung kann ich hier gar nicht sprechen. Das war definitiv nicht der Fall. Ich habe mich selbstverständlich sehr darüber gefreut. Wenn man sich so lange so mit einem solchen Thema intensiv auseinandersetzt, entwickelt man eine emotionale Beziehung zur Thematik – obgleich man eigentlich mit objektiver Herangehensweise dort vorgehen will. Und dann freut man sich natürlich sehr, wenn man eine solche Rückmeldung bekommt, die bestätigt, dass einem gelungen ist, diese Begeisterung zu kommunizieren eben durch diese Arbeit. Aber das dauert ein wenig, bis man sich das für sich selbst realisieren kann.


Haben Sie Rückmeldungen, wie knapp Sie am ersten Platz und damit am Empfang des Bundespräsidenten vorbeigeschrammt sind?
Nein, eine solche Rückmeldung habe ich nicht erhalten. Es ist so, dass die tatsächlichen Bewertungen durch die Juroren nichtöffentlich sind. Es ist allerdings möglich, sich bei Nachfragen zum Ergebnis, persönlich an das Team des Geschichtswettbewerbs zu wenden und dort Erkundigungen einzuholen. Dies hielt allerdings in diesem Fall aufgrund des für mich sehr erfreulichen Ergebnisses für nicht notwendig.


Schauen Sie sich eigentlich die Beiträge anderer Wettbewerbsteilnehmer an?
Tatsächlich hätte ich in jedem Fall Interesse daran. Ich hatte aber in letzter Zeit nicht die Kapazität, noch weitere Beiträge ausführlich zu lesen. Ich habe mich allerdings über die ungefähre Thematik der Beiträge auf Landesebene zunächst informiert. Die Körber-Stiftung veröffentlicht online Zusammenfassungen.

Für den zweiten Platz gab es stolze 1000 Euro, für einen Schüler viel Geld. Wissen Sie schon, was Sie damit machen wollen?
Nein, im Genauen weiß ich das noch nicht. In bin mir allerdings sicher, dass ich einen angemessenen Weg finden werde, dieses Geld zu nutzen. Als junger Mensch hat man dort sicher an irgendeiner Stelle Bedarf.

Wie geht es jetzt für Sie weiter. Sie machen im Sommer 2018 Abitur?
Bereits im Frühjahr werden die Abiturvorklausuren beginnen, im Mai werden dann die regulären Abiturklausuren geschrieben.

Das heißt, für Sie war das die letzte Teilnahme an diesem Wettbewerb oder kann auch als Student Beiträge einreichen?
Soweit ich weiß, ist es auch als Student möglich, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Ich glaube aber nicht, dass ich im Studium noch die Zeit dafür habe werde. Ich denke, es war jetzt ein schönes Ergebnis als Abschluss. Natürlich gibt es noch viele weitere Themen, zu denen man in dieser Art und Weise arbeiten könnte. Für mich persönlich ist dies aber wahrscheinlich meine zweite und auch letzte Arbeit.

Herr Horstmann, Sie sind Tutor von Herrn Noske gewesen. Haben sie festgestellt, dass mit den großen Erfolgen von Herrn Noske das Interesse an Geschichte hier an der Schule gestiegen ist?
Das würde ich mir natürlich wünschen, als Geschichtslehrer. Aber ich glaube, das muss jetzt erst einmal die Zeit zeigen. Wir müssen einen Weg finden, die Ergebnisse von Jens´ Arbeit den Schüler publik und populär zu machen – zum Beispiel am Tag der offenen Tür. Dann müssen wir sehen, ob wir motivierte Schüler finden, die sich an dem Wettbewerb beteiligen möchten. Das wäre natürlich meine Ziel- und Zukunftsperspektive.

Was bedeutet es eigentlich für die Wolfhelmschule, wenn ein Schüler in einem so renommierten Wettbewerben so erfolgreich ist?
Da sind wir absolut stolz. Vielmehr kann man dazu gar nicht sagen. Das ist ein tolles Ergebnis. Wir sind alle ein bisschen überrascht gewesen – zumindest bis wir das Ergebnis der Arbeit von Jens gesehen haben. Danach war mir ziemlich schnell klar, dass er bei dem Wettbewerb große Chancen hat. Wir sind stolz, dass es funktioniert. Wir sind stolz, dass Jens hier auf der Schule ist. Und wir hoffen, dass er hier einen guten Abschluss findet. Und dass wir auch in Zukunft ähnlich motivierte Schülerinnen und Schüler finden, die das Ganze weitermachen wollen.

Wird die Schule bei Informationsveranstaltungen oder Tagen der offenen Tür für künftige Oberstufenschüler oder auch für Fünftklässler diese Erfolge nutzen, um zu sagen. Wir sind in dem Bereich sehr stark?
Das wollen wir auf jeden Fall machen. Gerade in diesem Bereich Öffnung von Schule im geschichtskulturellen Bereich ist es mein Ziel, dass wir uns da etwa breiter aufstellen. Deswegen wird Jens auf jeden Fall die Ergebnisse seiner Arbeit zum Beispiel am Tag der offenen Tür vorstellen. Das wäre auf jeden Fall mein Ziel, in der Oberstufe und vor allem auch in der Unterstufe Rahmen zu finden, um Schüler zum Mitmachen zu motivieren.


Herr Noske, zum Abschluss noch eine Frage an Sie. Nach dem Landeswettbewerb hatten Sie gesagt, dass Sie noch nicht genau wüssten, wie es mit Ihnen weitergeht. Hat sich das für Sie bereits etwas konkretisiert oder sind Sie noch in der Findungsphase?


In der Findungsphase bin ich definitiv noch. Tatsächlich ist es allerdings so, dass sich der Nebel, der sich dort vor mehr aufgetan hat, schon ein wenig gelichtet hat. Ich habe zumindest klar feststellen können, dass ich voraussichtlich nach dem Abitur mit einem Studium beginnen werde. In welche Richtung das Studium gehen wird, wird sich dann entscheiden. Ich könnte mir gut Jura vorstellen, eventuell auch in Kombination mit geisteswissenschaftlichen Fächern. Ich werde das aber erst zu gegebener Zeit entscheiden.

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