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Programm von Geflüchteten

Nähprofis für Olfener Projekt gesucht

Olfen In Olfen nähen Geflüchtete eigene Kleidung und lernen durch die gemeinsame Aktivität auch die deutsche Sprache besser kennen. Doch etwas fehlt, um das Projekt noch besser zu machen.

Nähprofis für Olfener Projekt gesucht

Onikoyi Molakeke Arike zeigt einiger ihrer neuen Kleidungsstücke.

Nahtzugabe war das erste Wort, das Fatbardha Rade gelernt hat. Zumindest das erste deutsche Wort, das etwas mit Nähen zu tun hatte. Denn deutsch im Allgemeinen beherrscht die Albanierin, die seit zwei Jahren in Olfen lebt, schon ziemlich gut.

Aber Rade will noch besser werden. Auch das war ein Grund, weswegen sie gemeinsam mit Alexandra Müller vom Arbeitskreis Asyl in Olfen einen Nähkurs für Geflüchtete und Nähinteressierte ins Leben rief. Seit August rattern hier nun einmal die Woche die Nähmaschinen. Immer dienstags von 15 bis 17 Uhr.

Nähen und quatschen

„Wir nähen, wir reden und manchmal kochen wir auch zusammen“, sagt Rade. Gerade näht sie einen Schal, so einen, der kein Ende hat, einen so genannten Loop. Was das Nähen angeht, ist sie nicht unerfahren. Ihre Mutter brachte es ihr zu Hause in Albanien bei. Zuletzt hat sie vier Jahre in einer Fabrik für Kleidung gearbeitet. Hosen, T-Shirts, Pullover.

Der Hersteller hieß Dolce & Gabbana, eine italienische Luxusmarke. „Als ich die Preisschilder gesehen habe, habe ich mich erschrocken“, sagt Rade. Als Profi würde sie sich dennoch nicht bezeichnen. Eine ausgebildete Schneiderin ist sie nicht.

Hobby-Näherinnen

Auch alle anderen in der Gruppe, meistens sind sie um die acht Personen, sind entweder Hobby-Näher mit mehr oder weniger Erfahrung oder blutige Anfänger. „Ich habe hier zum ersten Mal mit einer Nähmaschine gearbeitet“, sagt Onikoyi Molakeke Arike. Die Nigerianerin hat ihre kleine Tochter auf den Rücken geschnallt, während sie ein schwarzes Top umnäht. Stolz zeigt sie, was sie bisher genäht hat. Ein gestreiftes Kleid für die Puppe ihrer kleinen Tochter oder auch ein neongrünes Top. Stolz ist sie auch auf ein Oberteil, das ihre Freundin Selema für sie genäht hat. Bunt und im traditionellen Schnitt. Selema aus Bangladesch gehört zu den erfahreneneren Näherinnen. Wenn jemand Fragen hat, ist sie die Ansprechpartnerin Nummer eins.

Tipps und Tricks
Doch die Frauen hoffen auf noch mehr fachkräftige Unterstützung. Wie man den Loop-Schal näht, dass haben sie sich zuvor in einem YouTube-Video angesehen. Müller und Rade tüfteln nun ein wenig an der Nähmaschine herum und probieren, ob sie das Video umsetzen können. Nun fehlt aber noch eine Fachfrau. Jemand, der sich richtig gut mit Nähmaschinen und Nähen auskennt und gerne bereit ist, sein Wissen weiterzugeben. „Wir treten auf der Stelle und suchen jemanden, der uns ein paar Tricks beibringt“, sagt Müller. Miteinander reden und das Kennenlernen anderer Kulturen ist inklusive.

Unterstützung für Nähkurs
- Wer Lust hat, seine Kenntnisse an der Nähmaschine weiterzuvermitteln, ist eingeladen, dienstags zwischen 15 und 17 Uhr im Marienheim, Oststraße 24 in Olfen im ersten Obergeschoss vorbeizukommen.
- Auch Spenden für Stoff oder andere Nähutensilien werden gerne entgegengekommen. Entweder direkt in der Oststraße oder über Alexandra Müller unter Telefonnummer (02595) 387852

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