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Nach Bürgerbegehren

Sondersitzung für geplante Skateanlage wackelt plötzlich

Olfen Die Entscheidung um den Skatepark in Olfen zieht sich in die Länge. In einer Sonderratssitzung sollte die Zukunft des Projekts geklärt werden – eigentlich. Denn auf einmal wackelt die angekündigte Sitzung, die Klarheit für Befürworter und Gegner bringen sollte.

Sondersitzung für geplante Skateanlage wackelt plötzlich

Die Stadt hat am geplanten Standort der Skateanlage ein Schild aufgestellt. Der Standort ist jedoch nicht unumstritten. Foto: Foto Thomas Aschwer

Kommt die Skateanlage am Friedhof oder nicht? Eine Frage, die Bürger und Politik seit Monaten beschäftigt – und doch ist noch keine endgültige Entscheidung für oder gegen den Skatepark in Sicht. „Ich denke, der Rat sollte sich mit diesem Thema nun recht zügig befassen“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann nach dem Bürgerbegehren im Oktober und deutete dabei eine Sonderratssitzung an.

Doch was „recht zügig“ bedeutet, ist noch immer unklar. Denn ob es überhaupt eine solche Sitzung gibt, stehe noch gar nicht fest, heißt es auf Nachfrage bei der Olfener Stadtverwaltung. Zurzeit beschäftige sich die Kommunalaufsicht mit dem Thema und überprüfe, ob das Bürgerbegehren rechtlich in Ordnung ist. Wann die Bewertung vorliegt, ist aber noch nicht klar. Gibt die Kommunalaufsicht grünes Licht, könne sich der Rat mit dem Skatepark und dem Bürgerbegehren beschäftigen.

Initiative Fairskate hält die Füße bis zur Wahl still

„Wir wissen nicht, was der aktuelle Stand ist“, sagt Hans-Oswald Mattern von der Bürgergemeinschaft Pro Friedhofsruhe. „Aber wir erwarten, dass dem Begehren stattgegeben wird“, so Mattern weiter, der froh und dankbar sei, wie die Menschen der Bürgergemeinschaft für jede der 1304 Unterschriften gekämpft haben.

Auch der Befürworter der Anlage André Bonberg, Sprecher der Initiative Fairskate, befindet sich in der Warteschleife. „Bis es eine klare Entscheidung gibt, halten wir die Füße still“, sagt Bonberg. Genau wie die Skateranlagen-Gegner ist auch er positiv gestimmt. „Mit 1300 Stimmen ist der Anteil der Bevölkerung nicht überragend. Mich würde wundern, wenn die Stadt die Maßnahme zurückzieht“, sagt Bonberg. Für ihn überwiegen trotz aller Kritik die positiven Entwicklungen.

Die nächste reguläre Ratssitzung ist für den 19. Dezember vorgesehen. Spätestens dann erhoffen sich beide Seiten eine Entscheidung, wie es weitergehen soll.

  • Der Olfener Stadtrat hatte am 11. Juli den Bau einer 860 Quadratmeter großen Skateranlage am Friedhof beschlossen.
  • Die Bürgergemeinschaft ProFriedhofsruhe will den Skatepark in der Nähe des Friedhofs verhindern.
  • Die Initiative wolle eine Skateanlage nicht generell verhindern, sondern kritisiert die Lage.
  • Bei einem Bürgerbegehren sammelte die Bürgergemeinschaft 1304 Unterschriften gegen den geplanten Skatepark-Standort.

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