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Ausgeglichener Haushalt

Stadt Olfen kommt bei Finanzen gut weg

Olfen Die Stadt Olfen hat offenbar ihre Hausaufgaben in Sachen Finanzen gemacht. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls die Gemeindeprüfungsanstalt (gpaNRW). Und gibt weitere Empfehlungen.

Stadt Olfen kommt bei Finanzen gut weg

Doris Krüger (2.v.r.), Stefanie Köster (3.v.r.) und Olaf Schwickardi (2.v.l.) von der Gemeindeprüfanstalt informierten den Haupt- und Finanzausschuss, Kämmerer Heinz Limberg (v.l.), Beigeordneten Günther Klaes und Bürgermeister Wi9lhelm Sendermann über die Ergebnisse der überörtichen Prüfung. Foto: Foto: Arndt Brede

Zwischen Februar und Oktober dieses Jahres hatte ein vierköpfiges Prüfteam der Anstalt die Themenbereiche Finanzen, Schulen, Sport- und Spielplätze sowie Verkehrsflächen unter die Lupe genommen. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses stellten Abteilungsleiterin Doris Krüger und Projektleiter Olaf Schwickardi am Dienstagabend die wichtigsten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vor.

„Seit 2011 kann die Stadt Olfen durchgängig einen ausgeglichenen Haushalt aufweisen. Das ist in der heutigen Zeit schon etwas Besonderes“, erklärte Olaf Schwickardi. Die entscheidenden Faktoren: Eine vorsichtige Haushaltsplanung, eine überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung und keine Kreditverbindlichkeiten seien das Ergebnis einer jahrelangen erfolgreichen Konsolidierungs- und Entschuldungsstrategie. „Dafür zeichnen wir die Stadt Olfen im Finanzbereich mit dem besten Kommunalindex für Wirtschaftlichkeit aus“, sagte Doris Krüger.

Jener Index 5 bescheinigt der Stadt, keinen Handlungsbedarf zu haben, um Verbesserungsmöglichkeiten umzusetzen. Index 1 steht zum Bei spiel für erheblichen Handlungsbedarf.


Empfehlung

So groß das Lob auch war, Olaf Schwickardi gab dennoch eine Empfehlung: „Mit Blick auf mögliche Reinvestitionen in die Verkehrsflächen sollte über die Anhebung des Anteils der Beitragspflichtigen nachgedacht werden.“ Laut Bürgermeister Wilhelm Sendermann ist das aber kein kurzfristig anzupackendes Thema. Auf Nachfrage unserer Redaktion sagte er: „Zunächst mal müssen wir prüfen, für welche Straßen das gilt, um das Thema Anliegerbeiträge dann für die Menschen nachvollziehbar zu machen.“

Positiv vermerkten die Prüfer auch, dass Olfen einen „vergleichsweise geringen Aufwand je Schüler in der Offenen Ganztagsschule sowie bei den Personalaufwendungen in den Schulsekretariaten“ habe. Der bedarfsorientierte Schulbusverkehr vermeide unnötige Fahrtstrecken, senke gleichzeitig Fahrtzeiten und Aufwendungen, erklärten Schwickardi und Krüger.

Zukunftsweisende Sportentwicklungsplanung

Den höchsten Kommunalindexwert vergab die gpaNRW auch in Sachen Aufwendungen für Spiel- und Sportplätze.

Eine Empfehlung gab die gpaNRW schriftlich auch zu den öffentlichen Verkehrsflächen: „Nach der erfolgreichen Umsetzung des Wirtschaftswegekonzeptes im Außenbereich sollte die Stadt jetzt auch die strategische Planung zur Unterhaltung und (Re-) Investition für die innerörtlichen Straßen aufnehmen.“

Zu den Sporthallen und Sportplätzen vermisst die gpaNRW noch eine zukunftsweisende Sportentwicklungsplanung.

Insgesamt ist Bürgermeister Wilhelm Sendermann zufrieden mit den Ergebnissen der Prüfung: „Die sehr gute Note für die Stadt Olfen nehmen wir natürlich gerne an. Die ergänzenden Hinweise sind mir aber wichtiger, zum Beispiel, dass wir mehr für die Erhaltung unseres kommunalen Straßennetzes tun müssen. Das werden wir schon bei der Aufstellung des Haushalts 2018 berücksichtigen.“

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