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B 236 in Schwerte

Bleibt die Hörder Straße nach dem Ausbau dunkel?

Schwerte Nicht nur elegant geschwungen, sondern auch sehr groß wird die neue Fußgängerbrücke am Freischütz. Ob sie und die B 236 auch eine Beleuchtung erhalten, steht auf einem anderen Blatt.

Bleibt die Hörder Straße nach dem Ausbau dunkel?

Schwungvoll, aber ohne Beleuchtung soll sich die Fußgängerbrücke über die Hörder Straße spannen. Foto: Visualisierung: Deges

Wie die neue Fußgängerbrücke über die B 236 zum Freischütz aussehen soll, darüber sind sich die Planer einig. Ob aber Brücke und Hörder Straße künftig noch beleuchtet werden, das muss sich noch zeigen.

Der Brückenbau, der im späten Frühjahr starten soll, ist nämlich ein Vorbote des vierspurigen Ausbaus der B236 von der Stadtgrenze Dortmund bis zur Autobahnauffahrt Schwerte. Dieser wird zwar von der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges), die für das Vorhaben zuständig ist, im Auftrag des Bundes durchgeführt, stellt aber auch die Schwerter Stadtwerke vor Probleme. Denn der Verbreiterung der Hörder Straße stehen auch ihre Laternen im Wege. Die sind in diesem Bereich an einer sogenannten Seilanlage aufgehängt, deren Abspannmasten teilweise mitten aus den künftigen Fahrspuren ragen würden. Ob Ersatz kommt oder die Straße dunkel bleibt, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen.

Noch keine Entscheidung

„Es gibt noch keine Entscheidung“, sagt Matthias Becker, der bei den Stadtwerken für die Straßenbeleuchtung zuständig ist: „Der Bund selber beleuchtet keine Straßen und macht dafür auch keine Angaben.“ Die Stadt sei nur in geschlossenen Ortschaften in der Verkehrssicherungspflicht, also ab dem Ortseingangsschild. Dahinter bis hinauf zum Waldrestaurant Freischütz nicht.

„Es macht technisch keinen Sinn, nur die Hälfte der Straße zu beleuchten“, erklärt Becker. Wenn, dann müsse für den gesamten Ausbaubereich geplant werden. Die Kosten wären nicht unerheblich. Auf mehr als einem Kilometer Länge müssten mindestens alle 40 Meter neue Laternen installiert werden – und zwar auf beiden Seiten. Selbst wenn es dafür Zuschüsse geben sollte, blieben die Folgeausgaben für Wartung und Strom.

Alles noch ergebnissoffen

„Es ist alles noch ergebnisoffen“, betont Becker: „Wir sind noch in der Abstimmung.“ Sollte an deren Ende eine Reihe Straßenlaternen bis hinauf zum Freischütz stehen, könnte davon auch die neue Fußgängerbrücke profitieren. Derzeit – so Becker – gebe es noch keine Planung, den Übergang zu beleuchten. Doch man sei in Gesprächen mit der Deges. Vielleicht gebe es eine Möglichkeit, Lampen am Geländer anzubringen.

34 Meter weit

Die Brücke selbst soll mit einer lichten Weite von 34 Metern ein Nadelöhr beseitigen, das dem beschlossenen vierspurigen Ausbau der B236 entgegensteht. In diesem Zuge werden gleichzeitig an den Enden zwei weit ausschwingende Zufahrtsrampen angelegt, die Rollstuhlfahrern das problemlose Passieren des Übergangs ermöglichen. Auf der Freischütz-Seite wird der abgeschrägte Weg rund 41 Meter lang bis in Höhe des Gaststätteneingangs führen und damit bei Weitem nicht mehr so steil sein wie bisher, so die Pläne der Deges.

78-Meter-Rampe geplant
Auf der östlichen Straßenseite, wo ein noch größerer Niveauunterschied im Gelände zu überwinden ist, muss die Rampe mit 78 Metern sogar fast doppelt so lang werden. In einer kleinen Schleife durch den Wald geführt, wird sie an der Einmündung der Waldstraße enden. Wer gut zu Fuß unterwegs ist, braucht diesen Umweg nicht zu nehmen. Denn an dieser Stelle ist zusätzlich auch wieder eine Betontreppe mit 20 Stufen vorgesehen.

„Wir rechnen mit einem Jahr Bauzeit“, berichtet Deges-Planer Axel Schilling. Damit die alte Brücke während dieser Phase so lange wie möglich weiterbenutzt werden kann, wird ihre Nachfolgerin ein kleines Stückchen weiter in Richtung Dortmund errichtet. Nicht auf rechtwinkligem Wege, sondern als geschwungenes Bauwerk. „Weil’s schöner aussieht“, erklärt Deges-Planer Axel Schilling.

Denn die Schwerter bekommen keinen Entwurf, der einfach aus dem Baukasten gezogen wurde. Ein Architekt hat an den Zeichnungen mitgearbeitet und auf Ästhetik geachtet. Dass der Übergang freischwebend ohne Mittelpfeiler auskommt, hat aber einen ganz praktischen Grund: Der Koloss zwischen den Fahrbahnen wäre eine Gefahrenquelle für den Verkehr auf der Hörder Straße.

Zwei Tage komplett gesperrt

Mit einem Baustart für die Brücke rechnet Schilling gegen Ende des Frühjahrs 2018. Bereits im Winter werde aber mit den Rodungs- und Fällarbeiten begonnen, um das Baufeld freizumachen. Während die Widerlager aus Stahlbeton gegossen werden, wurde für den eigentlichen Überbau eine Stahlkonstruktion gewählt. Diese wird voraussichtlich in mehreren Segmenten angeliefert und auf dem Parkplatz am Waldrand zusammengeschweißt. „Weil es sonst zu groß ist für einen Sondertransport“, sagt Schilling. Spannend wird das Auflegen der Brücke mithilfe von Kränen. Dazu muss die Hörder Straße schließlich an einem Wochenende für zwei Tage voll gesperrt werden.

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