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Jugendliche vor Gericht

Brutaler Raubüberfall in Schwerte: Urteil bleibt geheim

SCHWERTE Der Prozess um einen brutalen Raubüberfall unweit des Friedrich-Bährens-Gymnasiums ist zu Ende gegangen. Das Ergebnis will das Landgericht Hagen allerdings nicht mitteilen. Und das hängt mit einer Entscheidung in Düsseldorf zusammen.

Brutaler Raubüberfall in Schwerte: Urteil bleibt geheim

Mit einem Hubschrauber hatte die Polizei Anfang Februar nach den Verdächtigen gefahndet. Foto: Foto: Reinhard Schmitz

Mehrmals haben wir in den vergangenen drei Monaten über den dramatischen Fall vom 28. Januar berichtet. Zwei 16 Jahre alte Jugendliche aus Schwerte sollen damals nachts einen Passanten überfallen und schwer misshandelt haben. Das Opfer wurde vor allem mit einem Messer schwer verletzt. Ein Stich drang in den Oberkörper ein, ein weiterer durchbohrte auf Höhe der Schläfe die Schädeldecke.

Das Opfer konnte nur dank einer sofortigen Notoperation gerettet werden. Andernfalls hätten sich die beiden Angeklagten wahrscheinlich sogar wegen vollendeten Mordes vor Gericht verantworten müssen.

Erst gab es noch Infos zum Termin, dann nicht mehr

Wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten fand die gesamte Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dennoch war zu erfahren, dass damals einer der beiden Schüler eingeräumt hatte, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Der zweite hatte von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Und noch Ende Oktober hatte die Pressestelle auf Anfrage über das weitere geplante Vorgehen in dem Verfahren berichtet.

Am Donnerstag jedoch musste Pressesprecherin Heike Hartmann-Garschagen mitteilen: Um den besonderen Schutz der Persönlichkeitsrechte von Jugendlichen zu wahren, könne das Ergebnis der Verhandlung nicht bekannt gegeben werden. Zu diesem Vorgehen sei ihr aus dem Justizministerium in Düsseldorf geraten worden. Und sie halte sich daran.

SCHWERTE Dass der Mann überlebte, grenzt an ein Wunder: Ende Januar sollen zwei 16-jährige Schwerter einen Passanten auf der Ostberger Straße überfallen und mit 15 Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben. Seit Juli müssen sie sich vor dem Hagener Landgericht verantworten, doch der Prozess zieht sich.mehr...

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