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Fußball: A-Junioren

Diese Ergster wurden vor 60 Jahren Kreismeister

SCHWERTE Seit 1949 spielten sie zusammen in der Jugend des SSC Ergste. Die Jungs von damals, die noch übrig geblieben sind, treffen sich immer noch einmal im Jahr für einen Plausch über die guten alten Zeiten. Dieses Jahr gibt es etwas ganz besonderes zu feiern: Vor genau 60 Jahren wurden sie gemeinsam A-Jugend-Kreismeister im Fußball.

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Ein historisches Beweisfoto: Die Spieler der SSC Ergste errangen 1957 die Kreismeistermannschaft.

Heinz Dreßler, Gerd Schipper, Dieter Niederquell und Albert Lueg wurden vor 60 Jahren mit der A-Jugend des SSC Ergste Kreismeister. Noch heute treffen sie sich in Ergste. Mühlbauer

Heinz Dreßler hat schon das Schild und einen Fußball bereitgestellt für den Fototermin. Einmal im Jahr treffen sie sich noch, der gelernte Anstreicher und seine Fußball-Kollegen. Vier Gartenstühle hat er bereit gestellt. Mehr braucht er nicht mehr. Viele der Fußballer von einst leben nicht mehr, andere kommen nicht zum Treffen.

Von Straßenkickern zum Kreismeister vor 60 Jahren

Dabei war es am Freitagabend ein besonderes Treffen: Vor 60 Jahren wurde die A-Jugend des SSC Ergste 1912 Kreismeister. Und mit ihr Heinz Drechsler, Gerd Schipper, Dieter Niederquell und Albert Lueg. Ein Triumph, den die Senioren zumindest einmal im Jahr noch Revue passieren lassen.

„Straßenfußballer sind wir gewesen“, erzählt Drechsler. In der Saison 1949/1950 wurde aus den fußballbegeisterten Nachbarjungen eine Mannschaft. Anfangs noch ohne Trainer. Gekickt wurde in den Ruhrwiesen und im Elsebad, bevor man sich dem SSC Ergste anschloss. Der hatte damals seine Sportanlage auf dem Wietloh. „Das war der einzige Rasenplatz weit und breit“, erinnert sich Dieter Niederquell. Und weil das so war, hatten die Gegner, die es gewohnt waren, auf Asche zu spielen, dort einen schweren Stand.

Mit dem Fahrrad oder auf der Ladefläche eines Wagens ging es zu den Auswärtsspielen

„Wir waren eingespielt, gegen Sümmern haben wir mal 28:0 gewonnen“, erinnert sich Dreßler. Welche Saison das war? Da haben die Fußballkollegen unterschiedliche Meinungen. Auf jeden Fall schaffte man in der Saison 1956/57 den Durchmarsch.

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„Damals waren die meisten von uns nicht motorisiert“, erzählt Albert Lueg. Zum Spiel fuhr man mit dem Fahrrad oder manchmal auch mit dem Bus. Und nach dem Spiel ging es dann ins Haus Schneider, wo gefeiert wurde.

Im Unterdorf gab es auch einen Gemüsehändler, der die Jugendmannschaft unterstützte. „Der machte am Wochenende die Plane auf seinen Pritschenwagen und lud uns dann auf die Ladefläche, um zum Auswärtsspiel zu fahren“, sagt Heinz Dreßler. „Das war schon damals nicht erlaubt“, fügt er an.

"Die Nudel muss rein" war die Devise

Und dann wird natürlich über Fußball gefachsimpelt. Über die Schwarz-Gelben und über die Technik, die damals noch nicht so ausgefeilt war. Aber es sei attraktiver gewesen. „Bei uns gab es nur die Devise, die Nudel muss rein.“ Und das klappte meistens. Jedenfalls in der Jugend. Als es dann in die Senioren ging, sei die Mannschaft auseinander gefallen. Als die meisten motorisiert waren, sei es ohnehin mit der Kameradschaft nicht mehr so dicke gewesen. „Da kam der eine oder andere mit seiner Perle zum Spiel und ist danach wieder abgerauscht.“

Den legendären Rasenplatz am Wietloh gibt es schon lange nicht mehr. Und auch der SSC Ergste ist längst Geschichte. Fußball wird heute im Oberdorf fast am Bürenbruch gespielt, bei der Eintracht, zu der sich die Ergster Vereine 1974 zusammengeschlossen haben.

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Ein historisches Beweisfoto: Die Spieler der SSC Ergste errangen 1957 die Kreismeistermannschaft.

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