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7. Insound-Festival in Schwerte

Gelebte Inklusion mit Rock und Ruhrpott-Polka

SCHWERTE 450 tanzfreudige Partygäste kamen Freitagabend zum 7. Insound-Festival in die Rohrmeisterei. Behinderte und nicht-behinderte Musikfreunde feierten gemeinsam auf und vor der Bühne - der Spaßfaktor stand dabei im Vordergrund.

Gelebte Inklusion mit Rock und Ruhrpott-Polka

Gute Stimmung beim Insound-Festival in der Rohrmeisterei unter anderem mit Tanzorchster Paschulke. Foto: Bernd Paulitschke

Das war eine tolle Sache. Mit großen Schritten entwickelt sich das seit 2010 stattfindende inklusive Musikfestival „InSound“ zur Institution der Schwerter Kulturlandschaft. Thorsten Eisenmenger hat mit dem Team des Stadtmarketingvereins wieder ein bemerkenswertes Programm zusammengestellt. „Wir wollen Inklusion positiv erlebbar machen“, erklärte Eisenmenger, der selbst auf einen Rollstuhls angewiesen ist.

Rund 450 Besucher begrüßten die Moderatoren Peter und Michael Blaschke am Freitagabend in der Rohrmeisterei.

Tanzen, Mitsingen und Mitklatschen

„Der Spaß, das Zusammensein und der Unterhaltungswert sind für mich das Wichtigste am heutigen Abend“, sagte Landrat Michael Makiolla, Schirmherr der Veranstaltung. Dicht gedrängt, mit und ohne Rollstuhl, mit reichlich Partylaune kamen die Besucher direkt bis vor die Bühne – Tanzen, Mitsingen und Mitklatschen waren angesagt.

Den Abend eröffnete die Nachwuchs-Rockband „The Young Talents“ vom Friedrich-Bährens-Gymnasium (FBG). Songs wie „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten wurden überzeugend von den sechs Musikern interpretiert. Daniel Neustadt, FGB-Lehrer sowie musikalischer Leiter der Fördergruppe und selbst am Schlagzeug der Band aktiv, lobte die Arbeit der jungen Musiker: „Das Musikförderprogramm findet freiwillig und erst nach dem Schulunterricht statt“.

16 Musiker in einer Band

Mit 16 Musikern rockte das Dortmunder Tanzorchester Paschulke die Bühne. Angeführt von Hausmeister Paschulke alias Bastian Ostermann im Kittel-Outfit und mit Ruhrgebietsmanier zog die Gruppe die Besucher in ihren Bann. Hier war der Spaßfaktor groß – die Band nahm sich auch gerne selbst auf die Schippe. Absolut mitreißend die energiereiche Art der Musik, die von den Musikern „Ruhrpott-Balkan“ getauft wurde – Musik mit Paprika gewürzt. Dazu beigetragen hat auch die explosive und dynamische Stimme ihres blinden Sängers Carsten Schnathorst. In Verbindung mit den Blasmusikern und Time Georgiev am Akkordeon kam beim Polka-Song „Schöner Balkan“ richtig gute Stimmung auf.

„Wir spielen selbstgeschriebene Lieder und Pop-Songs, die wir auf unseren Balkan-Rock anpassen“, erklärte Claudia Schmidt, musikalische Leiterin der Gruppe. Entstanden ist das Orchester aus einem Projekt der Technischen Universität Dortmund zur nachhaltigen Gestaltung und Vermittlung inklusiver Musikkultur.

Neuauflage 2018 schon in Planung

Ein weiterer Festival-Höhepunkt war der Auftritt der Dortmunder Coverband „Nightlife“ mit Frontmann Dirk Hackenberg. Mit dabei auch Schlagzeuger und FBG-Lehrer Thomas Beissenhirtz. Unmittelbar sprang der Funke von der Bühne über und Dirk Hackenberg fand die direkte Nähe zum Publikum. Mit ihrer Bühnenshow und den „Mitsing-Songs“ wusste die Band zu begeistern und motivierte zum Abtanzen. So wurden Gassenhauer wie „Rockin‘ all over the World“ von Status Quo oder der Sunrise-Avenue-Hit „Hollywood Hills“ eindrucksvoll interpretiert.

Zufrieden zeigten sich Thorsten Eisenmenger und Peter Blaschke mit dem Abend: „Es war eine prima Veranstaltung, die Besucher haben toll mitgemacht“, und versprachen: „Im kommenden Jahr soll das 8. Inklusive Musikfestival stattfinden – wir arbeiten daran“.

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