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Neuer Behandlungsschwerpunkt

Marienkrankenhaus Schwerte will Adipositaszentrum aufbauen

Schwerte Zur Qualitätssteigerung will das NRW-Gesundheitsministerium Spezialisierung und Kooperationen von Krankenhäuser fördern. Das Marienkrankenhaus in Schwerte hat bereits konkrete Pläne für einen neuen Behandlungs-Schwerpunkt.

Marienkrankenhaus Schwerte will Adipositaszentrum aufbauen

Mit den NRW-Fördergeldern soll zunächst der OP-Bereich im Marienkrankenhaus weiter modernisiert werden. Foto: Foto Schnitker

Um die Qualität in NRW-Krankenhäusern zu steigern, sollen diese mithilfe gezielter Einzelförderungen umstrukturiert werden: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sieht dazu vor, dass sich die Krankenhäuser spezialisieren, statt jeweils das gesamte Behandlungsspektrum zu bedienen. Das soll über eine Förderung von Krankenhausverbünden gelingen. Denn mit einer Spezialisierung sind unmittelbar auch Kooperationen verbunden. Das Marienkrankenhaus in Schwerte hat mit dieser Strukturveränderung bereits begonnen.

Welche Vorteile bringt die Spezialisierung für das Marienkrankenhaus?

Die mit der Krankenhaus-Spezialisierung einhergehenden Kooperationen mit anderen Kliniken bieten laut Jürgen Beyer, Geschäftsführer des Marienkrankenhauses, die Chance, Strukturen und medizinische Versorgung zu gewährleisten. „Die Hauptschwierigkeit ist die mangelhafte Finanzausstattung der Krankenhäuser mit der Folge, dass apparative und bauliche Infrastruktur häufig zu wünschen übrig lässt“, so Beyer. Mit den zusätzlichen NRW-Fördermitteln zur Spezialisierung der Krankenhäuser könnten kleinere Kliniken bei diesen Investitionen unterstützt werden.

Gibt es auch Bedenken?

Mit der Spezialisierung der Krankenhäuser geht auch einher, dass einzelne Behandlungsschwerpunkte in bestimmten Regionen nicht mehr behandelt werden können. „Der Nachteil ist natürlich, dass die Wege für die Patienten in die Kliniken länger werden“, so Beyer.

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Wie würde die Spezialisierung im Marienkrankenhaus konkret aussehen?

„Aktuell beschäftigen wir uns gemeinsam mit niedergelassenen Spezialisten mit dem Aufbau eines Adipositaszentrums, mit dem auch eine überregionale Bedeutung angestrebt wird“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Beyer. Kooperationen mit anderen Häusern sind für das Marienkrankenhaus keine Neuheit: Die Schwerter kooperieren bereits mit spezialisierten Kliniken beispielsweise im Bereich der Kardiologie und haben sich mit zwei weiteren Krankenhäusern zum Märkischen Brustzentrum zusammengeschlossen. „Auch arbeiten andere Kliniken umgekehrt mit unseren Fachabteilungen zusammen zum Beispiel in der Geriatrie oder der Plastischen- und Handchirurgie“, so Beyer. Grundsätzlich steht der Geschäftsführer so entstehenden Krankenhausverbänden positiv gegenüber, da man die Stärken der Kliniken damit bündeln könne. Dafür sei ein gesellschaftsrechlicher Zusammenschluss allerdings nicht zwingend nötig.

Für die Spezialisierung sind Einzelförderungen vorgesehen. Wie werden diese Gelder im Marienkrankenhaus eingesetzt?
Für Investitionen in die bauliche und apparative Infrastruktur des Marienkrankenhauses. Genau Vergabekriterien für die zukünftigen Fördermittel gebe es laut Beyer jedoch noch nicht. Konkreter äußert er sich zur Finanzspritze, die die Landesregierung vergangene Woche zugesagt hat: „Diese Mittel werden hauptsächlich in die bauliche Infrastruktur investiert. Hier steht unter anderem eine Modernisierung des OP-Bereichs an.“

Wie kommt es, dass sich in der Klinik ein solcher Investitionsstau gebildet hat?

Für die Investitionsmittel der NRW-Krankenhäuser ist das Land zuständig. Diese Mittel seien in NRW aber so gering, dass die Krankenhäuser zur Finanzierung der Investitionen eigene Gelder einsetzen müssten, so Beyer. „Dafür sind aber Gewinne erforderlich, wobei jedes dritte Krankenhaus Verluste macht. Dieser Teufelskreis beschäftigt Klinikleitungen schon seit vielen Jahren.“ Diese Problematik erkennt auch das Gesundheitsministerium und will die Krankenhäuser nun im Zuge der Spezialisierung weiter fördern.

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