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Wahlkampf in Schwerte

Mit zehn Punkten will Mork Bürgermeister werden

Schwerte Mit vielen bekannten Forderungen zieht Adrian Mork in das Rennen um das Bürgermeisteramt. Am Freitag stellte er sein Zehn-Punkte-Programm vor. Das enthält aber auch Überraschungen.

Mit zehn Punkten will Mork Bürgermeister werden

Keine Parteifahnen im Hintergrund: Bei der Pressekonferenz verzichtete Mork auf die Logos der Parteien, die seine Kandidatur unterstützen. Foto: Bernd Paulitschke


Noch ist Adrian Mork nur der Kandidat der Parteivorstände von CDU, Grünen und FDP. Das soll sich am 27. November ändern. Denn dann findet wohl erstmals in der Schwerter Geschichte eine gemeinsame Mitgliederversammlung von CDU, Grünen und FDP statt. Dazu hat man beide Hallen der Rohrmeisterei gemietet. „Denn nach der Vorstellung des Kandidaten in der großen Halle ziehen sich die einzelnen Parteien in jeweils getrennte Räumlichkeiten zurück um über Morks Kandidatur abzustimmen“, kündigte CDU-Parteichef Jörg Schindel an. Am Freitagmittag stellte Mork bereits sein Programm vor.

B 236
Viele Themen entlieh er seiner bisherigen Tätigkeit als Fachbereichsleiter für Planung und Umwelt bei der Stadt. So will er weiter mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW im Gespräch bleiben, damit auf den Ausbau der B 236 bis zum Tunnel auch die Verbesserung der Ortsdurchfahrt folge. Auch eine Autobahnzufahrt in Lichtendorf steht unter dem Punkt Mobilität und Teilhabe in seinem Programm.

Hotel und Parkhaus
Doch es gibt auch wirklich Überraschendes: Für ein Parkhaus auf dem Gelände am Reiche des Wassers will Mork Investoren gewinnen. Die sollen gleichzeitig ein Hotel dort errichten. „Das könnte alles kurzfristig realisiert werden“, so Mork. Kontakte habe er jüngst auf der Messe Expo-Real in München geknüpft.

Pendlerparkplatz
An den Zufahrten zur A 1 brauche die Stadt dringend einen Pendlerparkplatz, listet der Kandidat in seinem Themenblock Mobilität und Teilhabe auf.

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Spielen im Stadtpark
Und den Stadtpark will er durch einen Mehrgenerationen-Spielplatz aufwerten. Dem Einwand, dass bereits vorhandenen Spielplätze dieser Art bislang nur von Kindern genutzt werden und die Senioren Spielgeräte dort vor sich hinrosten, entgegnet der Kandidat: „Das liegt zum Beispiel daran, dass viele von denen gar nicht barrierefrei erreichbar sind.“ In Hemer auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau, könne man sehen, wie so ein Spielplatz funktioniere. Da gäbe es eine Skateanlage neben Seniorenspielgeräten und Spielgeräten für Kinder.

RTG-Aula sanieren
Neben der ohnehin schon angelaufenen Sanierung der Grundschulen verspricht Mork, dass er auch die Sanierung der Aula des Ruhrtal-Gymnasiums angehen werde.

Proberaumzentrum
Und dann erklärte er auch noch: Er setze sich für die Wiederinbetriebnahme des Proberaumzentrums ein. Um direkt anzufügen:

Dass dies bisher noch nicht geschehen sei, sei den Umständen geschuldet und nicht der Stadt anzulasten. Jetzt sei aber personelle Entlastung im Bereich Bauen der Stadt in Aussicht.

Das Proberaumzentrum für Bands unter der Gesamtschule war zu Beginn der Sanierungsabreiten an der Schule geschlossen worden. Und trotz eines Ratsbeschlusses, es zumindest in abgespeckter Form zu erhalten, noch nicht wieder eröffnet worden.

Dieselverbote
Und auch wenn Mork das grüne Parteibuch hat, er sei gegen Fahrverbote. Für die nach wie vor zu hohen Stickoxid-Werte in der Schwerter Luft seien nicht zuletzt die vielen Dieselloks, die in Schwerte mitten durch die Stadt fahren, zuständig.

Finanzen
Knapp 90 Minuten referierte Mork über die zehn Punkte seines Programms. Die Stadtfinanzen gehörten aber nicht dazu. Die habe er absichtlich rausgenommen. Die seien „eine große Aufgabe“. Allerdings sei nach der langen Zeit der Konsolidation jetzt auch die Zeit, in der man in die Zukunft investieren müsse.

Nicht Jamaika Kandidat
Dass Mork nicht in erster Linie der Kandidat von FDP, CDU und Grünen sei, sondern für die Stadt, betonte Renate Goeke von der FDP, im Hinblick auf einzelne Punkte, in denen die drei Fraktionen bislang nicht an einem Strang gezogen haben. Hierzu gehören Parkgebühren in der Innenstadt. Die Grünen hatten hierzu ein differenziertes Konzept, CDU und FDP lehnten sie bislang ab. Mork äußerte sich Freitag dazu eher wage. Es werde freie und bewirtschaftete Parkplätze in Schwerte geben, wie bereits jetzt auch, so Mork.

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Bestätigung der Position

Dass sich sein Programm mit vielen einzelnen Forderungen, die SPD-Kandidat Dimitrios Axourgos auch bereits geäußert hat, nahm Mork als Bestätigung seiner Position. Zum einen habe er die meisten dieser Punkt ja nicht seit kurzem auf seiner politischen Agenda, zum anderen zeige es doch, dass man die Themen behandele, die die Leute bewegen.

Aber es werde sicherlich im Wahlkampf noch zum Streit um die Geburtsrechte der einen oder anderen Idee geben.

Wohl der Stadt im Blick

Ach ja, neben vielen Beteuerungen der anwesenden Parteivorstände, dass Mork der Beste für das Amt sei und alle Qualifikationen mitbringe, gab es noch folgendes Zitat von CDU-Parteichef Jörg Schindel zum Thema Schwerter Industrie: „Es gibt ja noch andere Emittenten (Anm. der Red.: Verursacher von Emissionen) in der Stadt neben den Dieselloks, und auch die gehören zur Stadt und sollen sich hier heimisch fühlen.“

Gemeint waren hiermit die Schwerter Industriebetriebe wie Hundhausen und Deutsche Nickel.

Denn Schindel wollte erklären, dass ein Grüner und Umweltschützer als Bürgermeister auch das Wohl der ganzen Stadt im Blick haben müsse. Und zumindest seine Partei auch zur Industrie stehe.

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