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Overbergrundschule Selm

Austauschschüler lernen Handball

Selm Schüler der Overberggrundschule haben aktuell Besuch von ihrer Partnerschule aus England. Im Austauschprogramm steht Sport im Vordergrund. Doch gelernt wird noch etwas anderes.

Austauschschüler lernen Handball

Auch Schulleiterin Christine Jücker wirft sich mit den Schülern ins Handball-Getümmel. geschwinder Foto: Foto: Sabine Geschwinder

Der Sportunterricht hat noch nicht angefangen, und schon beweist Christine Jücker Improvisationstalent. „Ich habe keine Sportschuhe dabei“, sagt ein Mädchen auf Englisch. Schnell zieht Jücker, die kommissarische Schulleiterin der Overberggrundschule, ihre Schuhe aus und beginnt auch noch mit den Socken. „You have to put out your shoes and your socks – du musst deine Schuhe und deine Socken ausziehen“, sagt sie dem Mädchen zusätzlich und überlegt dann: „Was heißt denn nochmal barfuß?“ Wenig später erfährt sie es: „barefoot“.

Die Overbergschule hat Besuch von ihrer Partnerschule aus England. Seit Montag sind 23 Schüler aus dem englischen Cumbria zu Gast in Selm. Bis Freitag nehmen sie an Kunstunterricht, Deutsch-Unterricht aber auch am Englisch-Unterricht teil. Der Hauptfokus liegt aber auf dem Fach Sport.

Erasmus+ Programm

Denn die Overberggrundschule und die beiden englischen Partnerschulen, die Dearham Primary School und die Northside School, werden für zwei Jahre lang durch das Erasmus-plus-Programm der Europäischen Union unterstützt. Die Schulen erhalten so eine finanzielle Förderung von insgesamt 20.000. Davon können dann Ausflüge und ein Teil der Austauschkosten übernommen werden. Ziel des Programms ist es, internationale Erfahrungen zu fördern, die Vorteile von sportlicher Betätigung zu zeigen und die integrative Wirkung von Sport zu untermalen.

Das klappt nicht nur in der Theorie gut. An diesem Dienstag lernen die Kinder aus England zum ersten Mal Handball kennen. Beim Gegenbesuch im Juni werden die deutschen Kinder dann Hockey lernen. Im Anschluss daran soll die jeweilige Sportart an der Schule als AG angeboten werden.

Schnell in Kontakt

Die Kinder stehen gerade im Kreis und werfen einander Bälle zu. Wer nicht fängt, muss in die Mitte. Dabei zählen sie auf Englisch „one, two, three...“ Wenn mal ein Wort fehlt, wird einfach wild gestikuliert. Ein Mädchen macht energisch vor, was werfen heißt. „Es klappt eigentlich besser, als ich gedacht hätte“, sagt Sportlehrer Tim Seiler. Was gemacht werden muss, erklärt er einmal auf Englisch und auf Deutsch. „Den Schülern macht es total viel Spaß“, resümiert er.

Auch Christine Jücker ist begeistert: „Durch den Sport sind die Kinder total schnell in Kontakt“, erzählt sie. Die Tatsache, dass sie so jung sind, lasse Grenzen und Barrieren gar nicht erst entstehen.

Und was sagen die Schüler? „Ich bin froh, dass es Handball ist und nicht Fußball“, sagt die Britin Kelsey, „das ist nicht so schwer.“

Kelsey und Nella zählen auf, was sie schon alles auf deutsch gelernt haben. „Herr“, „ja“, „bitte“, „danke“. Die englischen Schüler haben Französisch-Unterricht. Deutsch wird allerdings nicht angeboten. Die deutschen Schüler hingegen haben Hörverständnisübungen in den Klassen absolviert. Berührungsängste gibt es nicht. „Englisch ist nicht schwer“, sagt die 8-jährige Nelly aus Selm. Über die Austauschschüler freut sie sich: „Mehr Kinder, mehr Spaß.“

Das Erasmus + Programm

  • Ist ein Programm der Europäischen Union, das seit 25 Jahren Praktika und Austauschprogramme im Ausland fördert.
  • Schulen können sich mit einem bestimmten Projektschwerpunkt für Fördermittel bewerben.
  • Die Erasmus+ Partnerschaft mit der Overberggrundschule steht unter dem Motto: „Lifelong learning in Sport“

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