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Fußball: Kreisliga A

Cappenbergs Mantei als polarisierender Derbyheld

SELM Marius Mantei polarisierte beim Derby zwischen Cappenberg und Bork. Erst schoss er mit drei Toren Bork im Alleingang ab, dann leistete er sich eine Masturbationsgeste. Der PSV Bork hatte dieses Verhalten auf seiner Facebookseite kritisiert, GSC-Co-Trainer Brzenska verharmloste den Vorfall. Am Montag entschuldigte Mantei sich.

Cappenbergs Mantei als polarisierender Derbyheld

Marius Mantei (l.) jubelt zusammen mit Leon Hügemann über das 2:0. Der Cappenberger Stürmer erzielte seinen ersten Dreierpack im GSC-Trikot.

Es war eine Szene in einem Derby gegen den PSV Bork, die nicht sein musste. Marius Mantei, Stürmer von Fußball-Kreisligist GS Cappenberg, erzielte erst seinen ersten Dreierpack im GSC-Trikot und provozierte anschließend die Borker Fans mit einer Masturbationsgeste. „Es hat sich einfach hochgepusht. Die Leute an der Bande hatten auch einige Sprüche auf Lager, die unter die Gürtellinie gingen. Wir Spieler auf dem Platz haben das wahrgenommen“, sagte Mantei am Montag. Wiederholen würde er seine Geste nicht noch einmal. „Ich würde mich dafür auch entschuldigen“, sagte Mantei.

Nach dem Spiel am Freitagabend (3:1) war Manteis obszöne Geste erstmal kein Thema. „Die Mannschaft hat in der Kabine zwei bis drei Kisten aufgemacht und sich sehr gefreut“, sagte Cappenbergs Co-Trainer Markus Brzenska, der für Patrick Osmolski an der Linie stand. Er nahm Mantei in Schutz: „Als Spieler ist man sehr emotional. Es ging ja auch nicht gegen Trainer, sondern gegen Leute, die etwas von draußen reingerufen haben. Sowas passiert im Eifer des Gefechts mal. Aber es war ansonsten ein faires Spiel von beiden Seiten.“

PSV Bork stichelt

Die Borker ließen es sich auf ihrer Facebook-Seite nicht nehmen, Manteis Geste zu kommentieren und stichelten mit einem „wohlgemeinten Rat“: Mantei solle darauf achten, dass kein Pressevertreter anwesend ist und das Spiel nicht live im Internet zu sehen ist. Ein Streamingdienst hatte die Kreisliga-Begegnung übertragen. „Das macht man nicht. Das brauchen wir nicht“, sagte PSV-Trainer Ingo Grodowski, der die Szene selbst aber nicht gesehen habe.

Staffelleiter Horst Weischenberg erklärte auf Anfrage, dass für ihn der Spielbericht der Schiedsrichterin entscheidend sei, ob er ein Verfahren einleitet oder nicht. „Der Spielbericht war sauber“, sagte Weischenberg am Montag. 

Für Klärungsbedarf auf Borker Seite sorgte Ingo Grodowski. Borks Trainer hatte Kapitän Julien Köppeler nach einer halben Stunde bereits ausgewechselt. „Er war sauer auf mich. Das darf er auch, aber das gehört dazu. Es hätte aber auch jemand anderes treffen können“, sagte Grodowski. Auch PSV-Schlussmann Jens Haarseim erwischte keinen guten Tag. Grodowski: „Aber er rettet uns Woche für Woche den Arsch. Er darf auch mal einen schlechten Tag haben. Cappenberg hat das Spiel verdient gewonnen.“

Die Gastgeber feierten am Mittelkreis mit „Derbysieger“-Schlachtrufen das 3:1. „Gegen Bork sind es immer besondere Spiele. Da will man um jeden Preis gewinnen“, sagte Cappenbergs Kapitän Sebastian Drews.

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