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Nach elfmonatiger Sperre

Franz-Josef Dornhege ist zurück beim SV Südkirchen

SÜDKIRCHEN Fast ein Jahr war Franz-Josef Dornhege gesperrt. Seine Sperre sorgte für Aufruhr bei seinem Verein, dem SV Südkirchen. Der Jugendtrainer und Sportliche Leiter des SV Südkirchen ist nun in seine Ämter zurückgekehrt. Seine Mannschaft hat sich etwas Besonderes einfallen lassen.

Franz-Josef Dornhege ist zurück beim SV Südkirchen

Franz-Josef Dornhege (2.v.l.) war lange gesperrt. Bei seiner Rückkehr haben die A-Junioren der JSG Nordkirchen/Südkirchen/Capelle eine kleine Feier für ihren Trainer absolviert.

Elf Monate Sperre. Für Franz-Josef Dornhege endete am Sonntag die wohl längste Sperre, die ein Mitglied des Fußballvereins SV Südkirchen je bekommen hat. Für ihn persönlich auch eine lange Leidenszeit. „Das war eine ganz schön harte Nuss. Aber die Ämter nicht wieder aufzunehmen, kam für mich nie infrage. Ich freue mich riesig auf die A-Jugend und auf die Position des Sportlichen Leiters“, sagte Dornhege am Mittwoch.

Der 30. September sollte zu dem Tag werden, der Franz-Josef Dornhege viel Ärger einbringen würde. In einem Spiel seiner A-Junioren hatte Dornhege einen Jugendspieler eingesetzt, der nicht spielberechtigt war. Die Spruchkammer des Kreises Münster erkannte der Mannschaft damals nicht nur den Sieg ab, sondern belegte Dornhege einen Monat später auch mit einer drastischen Strafe.

SÜDKIRCHEN/CAPELLE Eine drastische Sperre hat die Münsteraner Kreisjugendspruchkammer gegen Franz-Josef Dornhege, Sportlicher Leiter des Fußball-B-Ligisten SV Südkirchen, vergangene Woche verhängt. Bis Saisonende ist Dornhege für alle Ämter gesperrt. Dornhege hatte verbotenerweise einen gesperrten Spieler eingesetzt.mehr...

Wegen Manipulation eines Spielerpasses erhielt er eine achtmonatige Sperre für alle Fußballämter und Trainertätigkeiten. Oben drauf kam eine Geldstrafe. Eine öffentliche Stellungnahme zu den Ereignissen wollte Dornhege auch in dieser Woche nicht abgeben.

Nachspiel im Sommer

Wenige Tage vor dem eigentlichen Ende der Sperre beschäftigte sich die Kammer noch einmal mit Dornhege. Da er gegen die Strafe verstoßen haben soll und eine Mannschaft während eines Spiels betreut haben soll, verlängerte das Sportgericht die Strafe um weitere drei Monate bis 30. September. Unverständnis damals bei Verein und Verurteiltem, aber auch wenige Möglichkeiten, sich zu wehren. Die Gesamtgeldstrafe stieg auf rund 600 Euro.

Als Dornhege am Sonntag dann seine A-Junioren der JSG Nordkirchen/Südkirchen/Capelle wieder übernahm, bekam der Coach eigener Aussage zufolge einen Gänsehautmoment. Die Mannschaft hatte eine kleine Party für ihn organisiert. „Die A-Jugend hat ihren Trainer wieder, der sie nun schon lange Jahre begleitet.

Pünktlich sind die Spieler bei Juppi (Spitzname für Franz-Josef Dornhege) aufgelaufen und haben mit einer kleinen spontanen Feier diesen Moment gewürdigt“, steht auf der Internetseite der JSG. „Ich wusste wirklich von nichts. Wenn es etwas Positives an dieser blöden Sperre gibt, dann diese geile Aktion der Mannschaft“, sagte Dornhege.

A-Junioren stehen oben

Ohne Dornhege gewann die JSG das erste Ligaspiel in Altenberge mit 11:3, ist vor dem ersten Heimspiel gegen Mecklenbeck am Sonntag (10.45 Uhr, Friedhofsweg 1, Südkirchen) Tabellenführer.

Südkirchens Fußball-Geschäftsführer Sebastian Mischke bestätigte am Mittwoch, dass Dornhege auf seine Position als Sportlicher Leiter im Vorstand zurückkehren wird. „Er ist nach wie vor unser Sportlicher Leiter, weil er gewählt ist. Er hatte das Amt nur ruhen lassen und ist jetzt voll zurück. Wir freuen uns darüber absolut“, sagte Mischke.

Elf bewegende Monate

Zwar war Dornhege insgesamt nur elf Monate weg, passiert ist in dieser Zeit aber eine ganze Menge rund um den Verein: Die A-Junioren, die Dornhege seit drei Jahren betreut, sind keine JSG aus Südkirchenern und Capellern mehr, denn der FC Nordkirchen ist der JSG beigetreten. Die zweite Mannschaft seines SV Südkirchen ist aufgrund von Personalnot in eine Neunermannschaft umgewandelt worden.

In das Kunstrasenprojekt ist durch die Gemeinde viel Bewegung gekommen. Und dann war da noch der Ärger um die vielen Spielerinnen, die Südkirchen in Richtung Nordkirchen verlassen haben. Dornhege wäre als Sportlicher Leiter ebenfalls für die Damenmannschaft zuständig gewesen. All diese Wege musste der SV ohne seinen Sportchef begehen.

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