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Fußball

Geldstrafe für Lüdinghausen wegen Abdul-Latif

LÜDINGHAUSEN Der ehemalige Trainer von Fußball-Bezirksligist Union Lüdinghausen, Mahmoud Abdul-Latif, musste sich am Dienstag, 13. Juni, vor der Bezirksspruchkammer V verantworten. Grund dafür waren Aussagen, die er nach der 1:3-Niederlage gegen den Werner SC in der abgelaufenen Saison getätigt hat. Die ausgesprochene Geldstrafe in Höhe von 250 Euro muss sein alter Verein tragen.

Geldstrafe für Lüdinghausen wegen Abdul-Latif

Mahmoud Abdul-Latif bereut seine Aussagen.

„Wir haben uns in diesem Fall für eine relativ hohe Geldstrafe entschieden, denn es ist perfide: Ein Schiedsrichter darf solchen Behauptungen unter keinen Umständen schutzlos ausgeliefert sein“, erklärte der Vorsitzende der Verhandlung Dierk Dunschen.

Abdul-Latif warf dem Schiedsrichter der damaligen Partie, Jörn Imrot, der für den FC Schalke 04 pfeift, Bestechlichkeit vor. „Das war total dumm von mir und ich entschuldige mich dafür“, betonte Abdul-Latif während der Verhandlung immer wieder. Dabei habe er dem Schiedsrichter gegenüber nicht aktiv Bestechlichkeit vorgeworfen. „Ich habe erst im Nachhinein davon erfahren, als der Vorwurf in verschiedenen Zeitungsberichten stand. Marcel Neuer ist bei uns im Schiedsrichterlehrwesen tätig und hat mich darauf aufmerksam gemacht und dann sind wir sofort tätig geworden“, sagte Imort.

WERNE Nach einer hitzigen Partie am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem Werner SC und Union Lüdinghausen beruhigten sich die Gemüter auch nach Abpfiff nicht – auch weil WSC-Kapitän Chris Thannheiser mit einem unpassenden Gesang für Wirbel sorgte. Der Betrugsvorwurf von Union-Trainer Mahmoud Abdul-Latif wird in Werne indes ignoriert.mehr...

Der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses Gelsenkirchen, Frank Kaczmarczik, unterstützte ihn dabei: „Das ist Verleumdung. Unser Schiedsrichter macht eine Ausbildung bei der Sparkasse und wurde öffentlich mit Bestechung in Verbindung gebracht – so etwas geht gar nicht. Wir überlegen sogar noch, ob wir zivilrechtlich dagegen angehen.“

Sportlich gesehen wird es für Abdul-Latif keinerlei Einschränkungen geben. „Ich werde das Urteil so hinnehmen und kann mich nur noch einmal bei Herrn Imort dafür entschuldigen. Ich bin ein stolzer Mann und manchmal bin ich auch einfach zu emotional. Ich habe mich in der Situation damals ungerecht behandelt gefühlt – da ist mir das einfach so rausgerutscht. Jetzt muss ich mich aber auf mein neues Traineramt in Seppenrade konzentrieren“, sagte Abdul-Latif.

WERNE Die Sitzung der Bezirksspruchkammer im Verfahren gegen Mahmoud Abdul-Latif, Trainer des SC Union Lüdinghausen, ist kurzfristig abgesagt worden. Die Sitzung sollte am Dienstag in der Vereinsgaststätte des FC Brünninghausen in Dortmund stattfinden.mehr...

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