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Viele holten sie sich an der Friedenskirche

Großer Andrang auf Glitzerwald-Bäume

Selm Der Glitzerwald war kompakt und dicht. Innerhalb von zwei Stunden war am Dienstagvormittag davon kaum noch etwas zu sehen. Und das ist auch gut so.

Großer Andrang auf Glitzerwald-Bäume

Thorsten Hanschke holte einen Baum für eine Bekannte. Foto: Foto: Arndt Brede

Viele nahmen am Dienstag das Angebot der Stadt Selm an, sich gegen eine freiwillige Spende einen der hohen Bäume aus dem ersten Selmer Glitzerwald vor der Friedenskirche abzuholen. Zwischen 8 und 10 Uhr – so das Angebot – hatten sie die Gelegenheit dazu.

„Die Ersten waren schon vor 8 Uhr da“, berichtete ein Mitarbeiter der Stadtwerke im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Stadtwerke-Mitarbeiter sägten die hohen Bäume ab, die Interessenten schleppten sie zu ihren Autos oder auf Anhänger.

So wie Thorsten Hanschke. „Ich bin für eine Freundin hier, die nicht selber kommen kann, weil sie arbeiten muss“, erzählte der Selmer. Sein Auftrag habe gelautet: „Ausladend und dicht.“

Abtransport der Glitzerwaldbäume

Mitarbeiter der Stadtwerke sägten die Glitzerwaldbäume ab.
So mancher sicherte sich einen der großen Bäume.
Relativ schnell war der Glitzerwald ganz schön gelichtet.
Die Feuerwehr holte sich ebenfalls Bäume ab.
Mitarbeiter der Stadtwerke sägten die Glitzerwaldbäume ab.
Thorsten Hanschke holte einen Baum für eine Bekannte.
Die Feuerwehr holte sich ebenfalls Bäume ab.
Thorsten Hanschke (l.) holte einen Baum im Auftrag einer bekannten und spendete einen Geldbetrag an Pfarrer Claus Themann für die Aktion "Deckel gegen Polio".
So mancher sicherte sich einen der großen Bäume.
Relativ schnell war der Glitzerwald ganz schön gelichtet.
Mitarbeiter der Stadtwerke sägten die Glitzerwaldbäume ab.

Und von dieser Art Bäume gab es im Glitzerwald genug. Nur gut, dass Thorsten Hanschke einen Freund hat, der einen Anhänger in der Scheune stehen hat und ihm diesen zur Verfügung stellte. Denn die Bäume hatten eine respektable Höhe.

Hanschkes Wahl fiel nicht schwer, „denn es gibt ja wunderschöne Bäume hier, das hatten wir beim Besuch des Glitzerwaldes schon gesehen“. Dass die Bäume gegen eine Spende abgegeben wurden, „finde ich eine gute Sache; bevor sie weggeschmissen werden“.

Auch für die Kirche

Das dachte sich auch die Feuerwehr. „Wir holen uns in Absprache mit Bürgermeister Mario Löhr sechs, sieben Bäume ab“, erklärte Martin Hüls, stellvertretender Leiter der Selmer Feuerwehr. Diese Bäume kommen zunächst mal nach Cappenberg, wo sie am Samstag, 9. Dezember, zum Weihnachtsmarkt am Feuerwehrgerätehaus an der Rosenstraße aufgestellt werden.

Zwei besonders hohe Exemplare werden ihren Platz in der Ludgerikirche finden. „Somit stehen dann in diesem Jahr vier statt zwei Bäume in der Kirche“, sagte Pfarrer Claus Themann. Auch die Aktion am Dienstag an der Friedenskirche diente einer guten Sache. Diese gute Sache, das ist die Aktion „Deckel gegen Polio“. Wie berichtet, waren die Selmer aufgerufen gewesen, zur Stadtwette am Adventsmarkt-Sonntag so viele Plastikdeckel wie möglich zu sammeln, die an die Macher der Aktion gespendet werden.

Lebenswichtige Impfung

Im Wettbewerb, wer mehr Deckeln sammeln würde, Bürgermeister Mario Löhr und Pfarrer Claus Themann oder die Selmer Bürger, hatte das prominente Duo verloren und 200 Euro für die Aktion gespendet. Der Erlös der Baumabholungsaktion am Dienstag kommt noch oben drauf. Aufgerundet seien rund 290 Euro dabei herum gekommen, berichtete Pfarrer Themann. Der Erlös aus der Sammlung der Plastikdeckel sei noch nicht abschätzbar. Mit dem Erlös von 500 Deckeln lässt sich eine lebenswichtige Impfung bezahlen.

Pfarrer Themann ist auf jeden Fall begeistert über den Andrang am Dienstag: „Ich finde es toll, dass so viele direkt morgens hier sind und sagen, dass sie Bäume haben möchten.“

Nach wie vor können die Selmer Plastikdeckel von Getränkeflaschen abgeben. Bis Ende des Jahres. Und zwar im Amtshaus am Adenauer-Platz in Bork, im „Treffpunkt Ehrenamt Rat und Tat auf der Ecke Ludgeristraße/Alter Kirchplatz in Selm und in allen katholischen Kirchen.

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