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Beachvolleyball: Deaflympics

Im Achtelfinale ist Schluss für Inga Ragutt

SELM Beachvolleyballspielerin Inga Ragutt ist am Dienstag bei den Deaflympics im Achtelfinale gegen Weißrussland in zwei Sätzen ausgeschieden. In ihrem Bericht erzählt sie von dem letzten Spiel des Turniers.

Im Achtelfinale ist Schluss für Inga Ragutt

Inga Ragutt (l.) arbeitet mit ihrer Beachvolleyballpartnerin Lina Lange an der Abstimmung für die Deaflympics. Das erklärte Ziel ist das Viertelfinale.

Unser Spiel war auf Court 1 um 8.50 Uhr angesetzt. Das bedeutete: sehr früh aufstehen und den Kreislauf mit einem guten Frühstück in Schwung bringen. Vor der Busfahrt zum Beachplatz nutzten wir nochmal die Zeit und gingen zum Strand und genossen die Ruhe und die aufgehende Sonne. Wir waren beide leicht angespannt.

Unsere Gegnerinnen aus Weißrussland hatten wir bei einen Vorrundenspiel beobachtet und per Video zur Vorbereitung analysiert. Leistungsmäßig zählten sie zu den mittelmäßigen Mannschaften und durch den zweiten Platz in ihrer Gruppe war uns klar, dass es kein einfaches Spiel werden wird. Aber wir hatten einen Plan und eine Taktik erarbeitet und wollten es beim Spiel umsetzen. So starteten wir mit Vorfreude aber auch einer gesunden Portion Nervosität ins Spiel.

SELM Die Selmer Volleyballerin Inga Ragutt reist kommende Woche zu ihren zweiten Olympischen Spielen. Die Gehörlosensportlerin nimmt ab dem 17. Juli an den Deaflympics, den Olympischen Spielen der Gehörlosen, in Samsun in der Türkei teil. Vor vier Jahren war die 32-Jährige schon einmal dabei.mehr...

Wir begannen mit der Annahme und die ersten beiden Punkte gingen schnell an den Gegner, da wir nicht zum Angriff kamen. Es war kein optimaler Start und beim 1:6 nahm ich unsere Auszeit. Auf dem Feld zurück folgten ein paar gute Punkte und meine Aufregung legte sich langsam und ich kam ins Spiel. Leider spielten wir nicht konstant und Weißrussland zog wieder davon. Am Ende hieß es 9:21.

Der zweite Satz startete richtig gut für uns und wir zogen auf 7:3 davon. Doch plötzlich schlichen sich wieder mehr und mehr Fehler ein und unser Zuspiel wurde immer ungenauer, so dass keine guten Angriffsaktionen entstanden. Weißrussland glich aus und legte mit guten Aufschlägen auf die Grundlinie nach und zog somit wieder davon. Wir versuchten nochmal, mit guten und druckvollen Aufschlägen dagegen zu kontern, doch es reichte nicht. Am Ende stand es 15:21.

Pech in den Gruppen

Wir waren enttäuscht, denn wir wussten, dass mit einer konstanteren Leistung mehr drin gewesen wäre. Aber so ist es, wenn die Erfahrung fehlt, die bei unseren Gegnern wahrscheinlich schon wesentlich mehr vorhanden ist. Zudem standen Lina und ich erst seit zwei Monaten als Beachteam fest und nur drei Lehrgänge und drei Wochenenden standen uns zum Finden und Einspielen zur Verfügung. Noch dazu kam das große Pech bei der Gruppenauslosung: direkt gegen die stärksten Mannschaften des Wettbewerbs zu spielen. Es wurde uns damit nicht leicht gemacht ins Turnier reinzukommen.

Trotz alledem war es für uns ein einmaliges Erlebnis und ich bin auch auf meine Spielpartnerin Lina Lange stolz. Im nächsten Jahr findet die Europameisterschaft statt und vielleicht ist das eine weitere Chance für uns.

Die Deaflympics sind trotz unseres Ausscheidens nicht zu Ende. Alle anderen deutschen Männer- und Frauenteam hatten es übrigens ins Viertelfinale geschafft. Wir haben unsere Mannschaftskollegen bei den Begegnungen moralisch unterstützt undvon der Tribüne angefeuert. Jetzt wollen wir ein paar andere Sportwettkämpfe sehen und die Zeit noch etwas genießen.

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