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Saisonstart beim SC Capelle

Martin Ritz glaubt an die Tugenden

CAPELLE Ein Saisonziel gibt Capelles Trainer Martin Ritz nicht aus. Der Fußball-Zwerg, der heute in Roxel verspätet in die Saison startet, gilt als Dauer-Außenseiter in der Kreisliga Münster. Dass sein SC Capelle aber auch in dieser Saison aber wieder drin bleiben wird, davon geht Martin Ritz aus, freundet sich mit der Rolle an und begreift den Abgang von Torjäger Oliver Ritz als Chance.

Martin Ritz glaubt an die Tugenden

Oliver Ritz (r.) spielt die Gegner nicht mehr schwindelig – zumindest nicht mehr für Capelle. Er ist verabschiedet worden. Der SC Capelle sucht für seinen Torjäger nun Ersatz. Benjamin Gumprich (l.) spielt nicht mehr für Werne gegen, sondern in Zukunft für Capelle – auch gegen Werne.

„Alle haben uns als Absteiger auf dem Zettel. Das sollen sie auch alle ruhig. Mir macht das Spaß“, sagt Capelles Trainer Martin Ritz . Zwölfter waren die Capeller vergangenes Jahr, nachdem sie eine gute Rückrunde mit 19 Punkten gespielt hatten und sich so nach der etwas verkorksten Hinrunde selbst aus dem Sumpf gezogen hatten.

Die gute Rückrunde – es ist ein Phänomen in Capelle. Das war vergangenes Jahr so und auch in der Saison 2015/16. Ach ja, und auch 2014/15, als Capelle 26 Zähler in der Rück- gegenüber 10 Punkten in der Hinrunde sammelte. „Wir haben uns gesagt, dass wir kein Ziel ausgeben“, sagt Ritz. Kein Ziel vor Augen und dann erfolgreich Fußball spielen wollen – wie passt das zusammen? „Wir haben ja ein Ziel: das nächste Spiel“, entgegnet Ritz, der weiß: „Es wird nicht einfach mit dem Klassenerhalt.“

Schwerer Verlust

Das liegt auch an den Abgängen. Oliver Ritz und Alexander Sudholt sind nicht mehr dabei. Vor allem Oliver Ritz, der 12 seiner 15 Saisontreffer nach dem 14. Spieltag erzielte, war die Lebensversicherung bei den Capellern. Nun ist er weg – macht nichts, meint sein Onkel und ehemaliger Trainer Martin Ritz: „Für Capelle ist das eine Riesenchance. Jetzt ist jeder in der Pflicht. Jeder muss etwas den Spielmacher machen.

Oli den Ball zu geben und zu glauben, dass er das schon macht – das Thema ist erledigt“, sagt Ritz und nennt Namen wie Stefan Möer, der sich von einem Kreuzbandriss erholt hat, oder die Stürmer Oliver Eckey und Simon Walter – all sie müssten torgefährlicher werden. Hineinwachsen könnten auch die Neuzugänge Sinan Kixmöller und Dustin Logan, von denen Ritz einen guten Eindruck hat. Die Mannschaft als Kompensationsstütze ist Ritz‘ Plan.

Viele Verletzte

Hinzu kommt die Einstellung: „Ich bin mir sicher, dass wir mit den Tugenden, die Capelle immer hatte, und einer taktischen Weiterentwicklung bis auf drei Mannschaften fast alle schlagen können.“ Klar ist Ritz aber nach einer durchwachsenen Vorbereitung, in der der Trainer die Teilerfolge wertet, dass die Mechanismen noch nicht stimmen, auch gar nicht stimmen können. „Wir spielen in der Kreisliga A. Da haben wir viele Urlauber und auch berufliche Ausfälle“, so Ritz.

Zum Start am Dienstag (19.30 Uhr, Tilbecker Straße 34, Münster) kommt der Lieblingsgegner. Gegen Roxel II hat Capelle in vier Spielen drei Siege geholt und nie verloren. Ritz erhofft sich den nächsten „Teilerfolg“ und eine gute Defensive. Dabei fehlen aber in der Dreierkette vor Torhüter Maximilian Nölkenbockhoff Alexander Reher (Sprunggelenksblessur), Fabian Steinhoff (Innenbanddehnung im Knie) und Lars Zimmermann (Adduktorenprobleme) verletzt.

Wenig Pause

Schon am Freitag wartet das zweite von fünf Auswärtsspielen an den ersten sechs Spieltagen auf Capelle: zu Gast beim Meister. „Ich bin ganz relaxed“, sagt Ritz vor dem Saisonstart als Außenseiter.

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