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Fußball: Kreisliga A

SG-Angreifer Rabitsch und der Fluch des Dab

SELM Jubelposen haben sich im Sport nach erfolgreichen Aktionen längst etabliert. Bei einem erzielten Tor im Fußball, einem gelungenen Korb im Basketball oder einem Touchdown im American Football sind ausgefallene Haltungen längst keine Seltenheit mehr. Nicht mehr jeder Jubel gilt dabei allerdings als Glücksbringer für das jeweilige Team.

SG-Angreifer Rabitsch und der Fluch des Dab

Jan Rabitsch bejubelte in der vergangenen Saison 32 Mal einen eigenen Treffer mit dem Dab, einer Tanzfigur aus den USA. Doch auf der Jubelpose soll eine Art Fluch lasten.

Der Dab, eine Tanzfigur aus den USA, hat sich in den vergangenen beiden Jahren zu einer der beliebtesten Jubelposen entwickelt und sich in beinahe jeder Sportart etabliert. Beim Dabbing wird der Kopf nach unten gesenkt, während ein Arm sich nach oben richtet und der andere Arm eine Haltung einnimmt, als ob man in die Armbeuge niesen würde.

Vorreiter Cam Newton

Besonders populär wurde der Dab, der seine Ursprünge in der Hip-Hop-Szene in Atlanta hat, durch die Ausübung von Football-Quaterback Cam Newton am 15. November vor zwei Jahren. Der Spielmacher der Carolina Panthers führte den Dab nach einem erzielten Touchdown in der National Football League (NFL) gegen die Kansas City Chiefs acht Sekunden lang durch und verhalf dem Jubel somit zu einem weltweit großen Publikum. Seither genießt die Pose eine enorme Popularität.

Kurios am Dab ist dabei allerdings nicht nur die sonderbare Körperhaltung des Ausführenden, sondern auch der mittlerweile einhergehende Ruf des Dabs. Wer den Dab zelebriert, der verliert – heißt es. Ob nun Cam Newton, der im Super Bowl unterlag, Basketballer Steph Curry, dessen Team Golden State Warriors eine 3:1-Führung in den NBA-Finals hergab, oder sogar US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die den Dab in einer TV-Show probierte und im Kampf um das Oval Office gegen Donald Trump schließlich den Kürzeren zog: Die Liste der Unterlegenen ist prominent und lang.

Ein weiterer Fan des Jubelphänomens ist Jan Rabitsch, Angreifer der SG Selm. Im Pokalspiel gegen den SV Bösensell am Sonntag feierte Rabitsch seinen Treffer zum 1:0 mit dem Dab am Mittelkreis. Dass mittlerweile sogar Wissenschaftler der University of Denver bestätigt haben, dass Sportmannschaften, die mit dem beliebten Jubel feiern, dazu neigen wichtige Spiele zu verlieren, stört den jungen Angreifer nicht: „Ich mache den Jubel seit über einem Jahr, er ist mittlerweile zur Tradition bei mir geworden“, sagte Rabitsch.

„Ich mag den Jubel“

Der Ruf der Pose stört Selms Nummer neun dabei nicht. „Von einem Fluch habe ich noch nichts gehört, ich mag den Jubel.“ 32 Mal jubelte Jan Rabitsch in der vergangenen Saison mit dem Dab und war bisher auch in jedem Vorbereitungsspiel der SG erfolgreich. Ironischerweise unterlagen die Selmer trotz starker Leistung am Sonntag nach Verlängerung mit 2:4.

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