Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Fußball

SG Selm II kommt nach Spielabbruch glimpflich davon

Selm Der SC Dorstfeld spielte am Sonntag nach 82 Minuten nicht mehr weiter. Die SG Selm II blieb sogar schon nach der ersten Halbzeit in der Kabine. Und die Trainer schimpfen auf die Bedingungen.

SG Selm II kommt nach Spielabbruch glimpflich davon

Nach 82 Minuten war Schluss in Holzwickede. Dann ging Dorstfeld (in weißen Trikots) vom Feld. Foto: Michael Neumann

Nicht nur der Fußball-Bezirksligist SC Dorstfeld verließ am Sonntag geschlossen den Platz. Einen Spielabbruch gab es auch bei der SG Selm II in der Kreisliga C Münster – beide Fälle haben aber eins gemeinsam: Die Mannschaft, die deutlich zurücklag, kritisierte die Spielbedingungen rückwirkend. Die führende Mannschaft hatte davon eine andere Auffassung.

Spielertrainer Aladin Saüd von Fußball-C-Ligist SG Selm II will schon vor dem Anstoß dagegen gewesen sein, dass der Ball auf dem Kunstrasenplatz in Rinkerode überhaupt rollt. „Der Platz war nicht bespielbar“, sagte Saüd. Dann verletzten sich Stefan Unger, Edis Halilovic und Philipp Kühn. Selm gingen die Spieler aus. Und beim Stande von 3:0 für Rinkerode zur Pause blieb Selm dann in der Kabine. „Wir konnten nicht weiterspielen“, sagte Saüd. Können schon – und deswegen wertete Staffelleiter Norbert Krevert die Partie auch mit 3:0. Selms stellvertretender Vorsitzender Norbert Hanning: „Der Staffelleiter hat korrekt entschieden. Die Mannschaft hätte den Platz nicht verlassen dürfen. Das entspricht den Regeln und wir haben Aladin auch gesagt, dass das nicht geht“, sagte Hanning.

Trainer Marcel Nollmann vom SV Rinkerode sagte am Dienstag, dass man sich im Einvernehmen geeinigt habe, das Spiel anzupfeifen. In der Halbzeitpause habe es dann ein Gespräch mit Selmer Vertretern gegeben. „Die Selmer sagten, dass sie aufgrund von Verletzungen nicht weiterspielen können. Wir hatten noch angeboten, dass wir auch in Unterzahl weiterspielen, aber darauf wurde nicht eingegangen“, sagte Nollmann. Selm habe das Spiel daraufhin in der Halbzeitpause als verloren akzeptiert. Das sei in einer Dreierrunde so auch mit dem Unparteiischen besprochen worden.

Staffelleiter Norbert Krevert hatte von Schiedsrichter Alfredo Cardoso den Anruf erhalten, dass Selm nicht weiterspielen möchte. „Man kann niemanden zwingen“, sagte Krevert am Dienstag und wertete das Spiel mit 3:0, da es zum Zeitpunkt der Aufgabe 3:0 stand. Zur Bespielbarkeit des Platzes sagte er, dass die Schiedsrichter das absolute Vertrauen des Kreises genießen. Ein Ordnungsgeld will Krevert gegen die Selmer nicht verhängen.

Fall zwei: Am Sonntag gegen 14.45 Uhr, noch vor dem Anpfiff der Bezirksligapartie des Dorstfelder SC bei der zweiten Mannschaft des Holzwickeder SC, gab DSC-Trainer Peter Brdonkalla die Verantwortung für seine Spieler an den Schiedsrichter ab: „Wenn wir hier spielen, sind Sie für Verletzungen meiner Spieler verantwortlich, egal ob beim Warmmachen oder in der 67. Minute.“

Der Kunstrasenplatz beim Holzwickeder SC sei nach dem Schneefall am Morgen und den beiden Jugendspielen im Vorfeld der Partie nicht bespielbar gewesen. „Mit Wettkampfbedingungen hatte das nichts zu tun“, sagte Brdonkalla. Für ihn stand eigentlich fest: Wir spielen hier heute nicht.

Das Problem: Sowohl Schiedsrichter Masoud Saleh als auch der Holzwickeder Trainer Olaf Pannewig waren anderer Meinung. „Meine Jungs wollten spielen“, sagte Pannewig. Aus Brdonkallas Sicht waren sich beide Teams mit dem Schiedsrichter einig, nicht zu spielen, „dann hätten wir alle einen schönen Sonntag gehabt.“

Doch dann habe es plötzlich eine Ansage aus den Reihen der ersten Holzwickeder Mannschaft gegeben, die in der Westfalenliga spielt. Vier Spieler waren für die Zweite abgestellt, einige hätten eine lange Anreise gehabt, deshalb sollte gespielt werden, glaubt Brdonkalla: „Da war die Einigung vom Tisch.“ Eine Einigung allerdings, die es, so äußern es Trainer und Vorstand der Holzwickeder unabhängig voneinander, genauso wenig gegeben habe, wie die Ansage aus dem Westfalenliga-Team.

Fakt ist aber: Die Dorstfelder traten an – und waren chancenlos. Doch als Semih Akdeniz beim Stand von 0:5 in der 81. Minute nach einem Foul unglücklich auf dem Rücken landete, beorderte Brdonkalla seine Mannschaft in die Kabine. Ihm ist es wichtig zu betonen, dass es ihm mit der vorzeitigen Beendigung – das Spiel wurde mit 0:5 gewertet – ums Prinzip geht. „Das Ergebnis war zweitrangig.“ Er wäre auch bei einer 1:0-Führung vom Platz gegangen? „Ja.“ Beim HSC haben sie da so ihre Zweifel. „Hinterher“, sagt Tim Harbott, „kann man das immer behaupten.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Leichtathletik

Alfred Achtelik vom FC Nordkirchen ist schon jetzt in Topform

Nordkirchen Im vergangenen Jahr mühte sich Stabhochspringer Alfred Achtelik mit Höhen unter vier Metern rum. Inzwischen legt er die Vier-Meter-Marke immer öfter als Anfangshöhe auf. Und damit ärgert der 57-Jährige noch immer die jüngere Konkurrenz.mehr...

Fußball

GSC überwintert auf Platz vier

CAPPENBERG Grün-Schwarz Cappenberg überwintert auf Platz vier. Nach einem Rückstand drehten die Cappenberger in der zweiten Halbzeit das Spiel und schlugen Langschede mit 4:2 – auch dank ausgleichender Gerechtigkeit.mehr...

Fußball

„Ich tue mir gar nichts an“

Capelle Reinhard Behlert soll den SC Capelle vor der Kreisliga B retten. Im Interview erklärt er, warum er für einen Verein mit den Farben Schwarz und Gelb nicht mehr zum FC Schalke gehen wird.mehr...

Handball: Kreisliga

Wienken steht bei Olfen im Fokus

Olfen Wenn die Kreisliga-Handballer des SuS Olfen am Samstag in Hattingen antreten, steht Moritz Wienken im Fokus. Statt in der Rückraummitte findet sich der derzeit Verletzte in einer ganz besonderen Rolle wieder.mehr...

Volleyball: Landesliga 6

Olfen per Heimsieg ins Glück?

Olfen Für die Landesliga-Damen des SuS Olfen steht ein enorm wichtiger Spieltag an. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen Gerthe könnte ein Befreiungsschlag gelingen – vor allem mit Blick auf die anderen Partien.mehr...