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Leichtathletik: Double Ultra Triathlon

Scheidle braucht 25 Stunden bis ins Ziel

SELM Mit einer Wahnsinnsleistung ist Triathlet Dirk Scheidle beim Double Ultra Triathlon in Emsdetten ins Ziel gekommen. Für die 7,6 Kilometer Schwimmen, 360 Kilometer Radfahren und 84,4 Kilometer Laufen benötigte der TriTeam-Athlet aus Selm am Wochenende knapp über 25 Stunden. Er kam als Neunter ins Ziel.

Scheidle braucht 25 Stunden bis ins Ziel

Am Samstagmorgen um 7 Uhr ging es ins Wasser für Dirk Scheidle. Im Ziel war er nach 25:01:45 Stunden, als hätte es seine Startnummer heraufbeschworen, als Neunter

„Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich wollte vor 12 Uhr im Ziel sein“, sagte Scheidle. Dass er am Sonntag nicht erst um 12 Uhr über den Zielstrich gelaufen war, sondern eine Minute nach 8 Uhr zeigte: Der 48-Jährige hatte seine persönlichen Ziele weit übertroffen. Insgesamt war er 25:01:45 Stunden unterwegs. Nach 2:24:52 Stunden war die Schwimmstrecke beendet, im Sattel saß er 13:17:48 Stunden und benötigte für den doppelten Marathon schließlich 9:19:05 Stunden.

Zwischenzeitlich fühlte sich Scheidle aber alles andere als gut. „Beim Radfahren ging es mir richtig scheiße. Ich hatte mir schon ausgerechnet, dass ich die Laufstrecke wandern werde“, sagte Scheidle, „aber das Laufen ging dann wieder erstaunlich gut.“ So gut, dass Scheidle einen Platz nach dem anderen auf der 1,6 Kilometer Pendelstrecke gut machte. Auf den ersten 42 Kilometern lief er von Platz 22 auf Rang 16 vor. „Und wenn du merkst, dass du das Feld von hinten aufholst, motiviert es noch mehr“, sagte er. In Runde 33 von 59 war er schon Zwölfter, im Ziel dann unter den besten Zehn. Scheidle hatte sich eine Strategie zurechtgelegt, machte in jeder Runde konsequent eine Gehpause zur Verpflegung.

Schmerzhafte Erfahrung

Zuvor hatte er auf dem Rad schon immer wieder längere Pausen eingelegt. „Ich bin abgestiegen und habe in Ruhe gegessen. Salzkekse, Sportlerriegel und schließlich ein Hirsebrei halfen dem Ultratriathlet, die nötige Energie aufzubringen. In der Endabrechnung lief Scheidle sehr konstant mit Kilometerzeiten um 6:30 Minuten. Aber auch ein deutlicher Ausreißer mit 6:02 Minuten pro Kilometer war auf einer Runde dabei. „Da habe ich überpacet. Du hast Punkte in einem so langen Rennen, an denen du dich bombastisch fühlst und Bäume ausreißen möchtest. Ich bin komplett nach Gefühl gelaufen, nicht nach Stoppuhr“, sagte er.

Nach einem Nickerchen am Morgen war Scheidle mittags schon wieder auf den Beinen. „Jetzt tut mir alles weh, aber richtig. Ich bin ja schon viele Marathons gelaufen, aber das toppt alles." Dank sprach Scheidle, der in der Schlussrunde mit Deutschlandfahne absolvierte, seinem Unterstützerteam aus. Vereinsmitglieder, Familie, Freunde und seine Frau Susy hatten wie alle anderen Starter Wohnwagen und Zelte aufgebaut – so entstand am Streckenrand eine Zeltburg für die 62 Teilnehmer des Ultra Triathlons. Wem der doppelte Triathlon nicht gereicht hat, kann in Lensahn Ende Juli den Triple Ultra angreifen – nichts für Dirk Scheidle, wie er sagte: „Das tue ich mir nicht an. Das war ein einmaliges Erlebnis."

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