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Kooperation bei den Damen

Selm und Südkirchen planen Spielgemeinschaft

SELM/SÜDKIRCHEN. Die SG Selm und der SV Südkirchen starten im Frauenfußball eine Kooperation. In der kommenden Saison soll eine Spielgemeinschaft mit dem Namen SG Selm/Südkirchen in der Kreisliga A2 Münster an den Start gehen. Grund ist Spielerinnenmangel in beiden Vereinen.

Selm und Südkirchen planen Spielgemeinschaft

Südkirchen gegen Selm, hier mit Sandra Silkenböhmer (l.) und Melanie Pietrich (r.) – das war in den vergangenen Jahren das Derby der heimischen Teams in der Frauen-Kreisliga Münster. Kommende Saison verschwindet das Derby.

Sebastian Mischke, Geschäftsführer der Südkirchener Fußballabteilung, bestätigte gestern den Plan. „Es ist spruchreif“, sagte Mischke. Vor gut einem Monat hätte sein SV in Selm angefragt. „Letztlich haben wir den Schritt gemacht. Wenn wir zwei Tage gewartet hätten, wäre Selm aber auch auf uns zugekommen“, so Mischke.

Stefan Lücke, bislang Trainer bei den Selmer Damen, bestätigte das: „Wir haben gehört, dass Südkirchen eventuell Probleme haben wird, eine Mannschaft zu stellen. Und bei uns war absehbar, dass es nicht besser wird. Für uns war klar, dass wir uns so eine Saison nicht nochmal antun.“ „Das ist für alle eine super Sache“, sagte der bisherige Südkirchener Damentrainer Marc Wenge.

Wechsel nach Nordkirchen

Bei beiden Mannschaften, sowohl bei den Südkirchenerinnen, die die Saison auf Rang vier beendet haben, als auch bei der SG Selm, die oft mit weniger als elf Spielerinnen auflaufen musste und am Tabellenende landete, drückt personell der Schuh. „Dass bei uns Probleme bestehen, kann man an den Ergebnissen und Aufstellungen sehen“, so Lücke.

Und auch in Südkirchen wurde es knapp: Neun Spielerinnen des aktuellen Kaders werden zur neu gegründeten Mannschaft des FC Nordkirchen wechseln, darunter auch Torjägerin Judith Bieker und weitere Leistungsträgerinnen. Mischke wollte sich zu der Abwanderungswelle nicht detailliert äußern. „Nach wie vor finden wir es nicht gut. Aber wir haben mit Nordkirchen eine Basis gefunden. Die Fehler sind vor Monaten gemacht worden“, sagte Mischke.

"Keine Berührungsängste"

Der Kader der Mannschaft soll 20 Spielerinnen umfassen, die zur Hälfte von beiden Klubs kommen. Einen Cheftrainer gibt es noch nicht. Marc Wenge und Patrick Ernst, Co-Trainer der Selmerinnen, sollen die Mannschaft gemeinsam betreuen. Stefan Lücke, bislang Trainer der SG Selm, werde sich auf administrative Aufgaben konzentrieren. Jaqueline Lücke (Kapitänin Selm) und Sandra Tewes (Vize-Präsidentin Südkirchen) sollen ebenfalls zum Stab gehören.

Für das Training sei geplant, je eine Einheit in Selm und eine in Südkirchen anzubieten. Gut sechs Kilometer trennen beide Sportanlagen. „Man muss aber kein Prophet sein, um zu erahnen, dass im Winter der Kunstrasen in Selm mehr Sinn macht“, sagte Mischke. So wollen beide Vereine auch mit den Spielen verfahren. „Die Mädels haben keine Berührungsängste. Alles, was wir wollen, ist Fußball spielen. Da muss man die Vereinsbrille mal ablegen“, sagte Lücke. Ausgelegt ist die Kooperation erstmal für ein Jahr. „Dann muss die Spielgemeinschaft aber nicht zu Ende sein“, sagte Lücke.

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