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Leichtathletik

Sherin Köller ist Leichtathletin des Jahres beim SuS Olfen

Olfen In Sherin Köller hat zum ersten Mal seit 2009 wieder eine Frau den Wanderpokal für Olfens Leichtathlet des Jahres erhalten. Dabei hatte die 17-jährige Werferin beim Jahreshöhepunkt noch gepatzt.

Sherin Köller ist Leichtathletin des Jahres beim SuS Olfen

Zum ersten Mal seit acht Jahren hält wieder eine Athletin den Wanderpokal des SuS Olfen in den Händen: Werferin Sherin Köller. Foto: Reith

Als Olfens Vereinschef Bernhard Bußmann das Geheimnis lüftete, wer die Trophäe für Olfens Leichtathlet des Jahres erhalten sollte, konnte man an Bußmanns Tipps nach schon ahnen, um wen es sich handelte: Eine Frau, erstmals seit acht Jahren wieder. Eine Werferin aus der Gruppe von Wurftrainer Franz-Josef Sträter. Eine Werferin, die unter anderem U20-NRW-Meisterin geworden ist. Das konnte ja nur Sherin Köller sein.

Nicht Julian Brinkmann, auch nicht Rik Amann ist es geworden, sondern Sherin Köller. Die 17-Jährige erhielt am Sonntag im Olfener Vereinsheim den unter den Leichtathleten begehrten Pokal zum ersten Mal. „Wir haben in der Gruppe schon spekuliert, ob Julian oder Rik den Pokal bekommt. Aber wir hatten auch Überlegungen, dass ja schon lange kein Mädchen mehr dran war“, sagte Köller. Zum Kreis der Anwärter gehörte sie zwar, zeigte sich bei der Ehrung dann aber doch sehr überrascht.

Ein Jahr voller Bestweiten

Über 52 Meter weit warf Köller in ihrem persönlich besten Karrierejahr ihr Sportgerät, den Hammer. Es war ein Jahr, in dem Köller die Titel reihenweise mit nach Olfen brachte. Münsterlandmeisterin, zweifache Westfalenmeisterin, NRW-Meisterin. Nur bei den Deutschen Jugendmeisterschaften patzte Köller und leistete sich drei ungültige Versuche. Am Sonntag lachte Köller das inzwischen verdaute Ergebnis weg. „Wir haben uns viel drauf vorbereitet. Als ich mich eingeworfen habe, habe ich schon gemerkt, dass ich mit dem Ring überhaupt nicht zurecht kam“, sagte sie. Pech hatte sie auch im Jahr davor. Damals warf sie die Qualifikationsweite zu spät.

Trotzdem fiel die Wahl auf Köller. „Bei Rik Amann ist es ja auch in die Hose gegangen“, sagte ihr Trainer Franz-Josef Sträter. Weil auch Rik Amann bei der DM ohne gültigen Versuch blieb, stiegen Köllers Chancen. „Wir haben lange überlegt. Rik ist Deutscher Meister im Gewichtwerfen geworden, aber Rasenkraft ist nicht gleich Leichtathletik. Wir müssen die Wertigkeiten auf die Leichtathletik setzen. Und wenn man die Entwicklung von Sherin sieht, ist es sagenhaft“, sagte Sträter. Vor zwei Jahren hatte sich Köller dem Werfen verschrieben. Zuvor betrieb sie Mehrkampf, konzentrierte sich auch auf den Sprint, Sprungdisziplinen und die Hürden. „Man hat im Werfen bessere Chancen, etwas zu erreichen. Es machen nicht so viele und wir in Olfen betreiben das sehr stark und haben einen Trainer, der uns das gut beibringt“, erklärte Köller ihre Spezialisierung.

Mit sechs Jahren habe sie mit der Leichtathletik in Olfen begonnen. „Ich möchte auf jeden Fall wieder über 50 kommen“, sagte Köller mit Blick auf das Jahr 2018, in dem sie dann eine Altersklasse in die U20 nach oben rückt. „Sie ist in der Lage, auch mit dem Vier-Kilo-Hammer an 50 Meter heranzukommen. Ich traue ihr das zu. Bei ihr ist das Ende noch nicht da“, sagte Sträter. Internen Konkurrenzkampf bekommt Sherin Köller mittlerweile von Kira Schlierkamp. Sie warf zum Saisonende ebenfalls DM-Norm und ist für Sträter die Überraschung des Jahres, auch wenn die großen Erfolge noch fehlen. „Dadurch, dass beide in einer Trainingsgruppe sind, pushen sie sich“, sagte Sträter – und das gefällt Olfens Erfolgstrainer.

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