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Handball: Kreisliga

SuS-Abteilungsleiter Scholten hält an Rickmann fest

OLFEN Vier Pleiten stehen in der Statistik des neuen Olfener Handballtrainers Heino Rickmann. Dieses Ergebnis spiegelt in keinster Weise wider, wie sich die Handballabteilung des SuS Olfen den Saisonstart vorgestellt hat. Doch liegt das nur am neuen Trainer und sollte Rickmann ausgetauscht werden? Wie geht es beim SuS weiter?

SuS-Abteilungsleiter Scholten hält an Rickmann fest

Im Sommer gab Heino Rickmann ein Interview zur Zielsetzung. Die obere Tabellenhälfte peilt er mit Olfen an. Vom Abstiegskampf will er nichts wissen. „Den Begriff nehme ich nicht mal in den Mund“, sagte er am Montag.

Olfens Kreisliga-Handballer stecken nach vier Niederlagen aus vier Spielen im Tabellenkeller fest. Ein Saisonstart, den sich der neue Trainer Heino Rickmann anders vorgestellt hatte. Er steht vor mehreren Baustellen, die er nacheinander lösen möchte. Vom Vorstand kommt Rückhalt.

„Ich sehe eine Entwicklung, sie geht bloß recht langsam“, sage Olfens Trainer. Tatsächlich ist beim Tabellenschlusslicht ein leichter Auswärtstrend in den Ergebnissen zu erkennen. 19:30, 24:33, 27:34, 27:31 – bei der Niederlage am Sonntag in Welper waren es nur noch vier Tore, die Olfen von etwas Zählbarem trennten. Vom Abstiegskampf will Rickmann dennoch nichts wissen. „Den Begriff nehme ich nicht mal in den Mund. Die Frage stellt sich für mich gar nicht. Das ist der völlig falsche Ansatz“, sagte Rickmann.

Unerwartete Niederlagen

Olfens Abteilungsleiter Michael Scholten, gleichzeitig Rickmanns Vorgänger, sieht in Rickmann aber den richtigen Mann für die Situation: „Die Niederlagen kommen für uns unerwartet. Ich habe das Gefühl, dass Heino einen guten Zugang zur Mannschaft gefunden hat und auch gutes Training macht. Wir haben gute Ergebnisse in der Vorbereitung eingefahren. Die Fortschritte, die wir gemacht haben, haben wir aber gerade nicht abgerufen.

Ich sehe die Mannschaft nicht bei minus acht Punkten. Aber ich habe nicht den Bedarf, nach vier Spieltagen den Trainer auszutauschen. Wir sind ja nicht der FC Bayern. Bei uns soll man Bock auf Sport haben. Das ist schon in unserem Vereinsnamen verankert. Den Trainer wechselt man nur, wenn es Sinn macht.“

Als einen Grund für die Niederlagenserie fügt Rickmann auch an, dass der SuS-Kader ein großes Leistungsgefälle hat. „Man muss zwischen der Stamm-Sieben und den Ergänzungsspielen trennen. Da gibt es große Unterschiede“, sagte Rickmann. Mehrere Stammspieler waren in der Sommerpause aus der ersten Mannschaft in der Kreisliga in die zweite Mannschaft gewechselt, die in der 3. Kreisklasse spielt. „Wir müssen entscheiden, ob wir den jungen Spielern die Chance geben, Fuß zu fassen, oder ob wir uns in Zukunft mit der zweiten Mannschaft abstimmen, ob einige Spieler zurückkommen“, sagte Scholten.

Wovon Rickmann nicht viel hält: „Auf keinen Fall. Du kannst dich als Mannschaft nur entwickeln, wenn du mit einem gefestigten Kader weitermachst. Ein Mannschaftsgefüge erreicht man nur, wenn man über Monate stark zusammenarbeitet. Da wären andere Spieler ein Störfaktor“, so Rickmann, „da sind wir uns einig, dass es der richtige Weg ist und wir uns da durchbeißen müssen.“

Knackpunkt Abwehr

Vor allem die Defensive ist bislang der Knackpunkt der Saison. 32 Gegentore kassiert Olfen im Schnitt. „Wenn man die Ziffern umdreht und eine 23 daraus macht, dann wäre ich zufrieden“, sagte Rickmann. Neben der individuellen Schwäche im Eins-gegen-eins, die er schon am Sonntagabend ansprach, kritisierte Rickmann das Verhalten bei Ballverlust. „Unser Rückzug ist miserabel, gerade in den letzten Vierteln eines Spiels, wo wir uns Fehlpässe und schlechte Anspiele gönnen. Das geht für mich gar nicht“, sagte er.

Mannschaftstaktisch fehle es an Feinabstimmungen im 3-2-1-System, das 6-0 spiele seine Sieben zu defensiv. Rickmanns nächstes Problem, auf das er aufmerksam macht: „Dass ein Kreisläufer mehr Tore macht als vier Außenspieler zusammen, gibt einem zu denken.“

Rickmann will sich auf große Probleme konzentrieren: „Du siehst, dass wir viele Baustellen haben. Da muss ich mir die wichtigen raussuchen, die wir zuerst trainieren, um die Situation ins Positive umzukehren. Alles andere wird im Laufe der Saison gemacht“, sagte er.

Vor der Herbstpause will Olfen am Samstag (19 Uhr, Halle Hoddenstraße, Olfen) dem einzigen noch ungeschlagenen Team der Liga, dem PSV Recklinghausen II, die erste Niederlage zufügen. Rickmann: „Da müssen wir die ersten Punkte holen.“

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