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Waldquiz

Wie gut kennen Sie Selms Zechenbusch?

SELM Er ist zehn Hektar groß und gilt als grüne Lunge der Stadt: der Zechenbusch im östlichen Stadtzentrum. Mit dem Förster Marco Adamek finden Sie hier einen kleinen Rundgang durch den kleinen Wald mit großer Bedeutung. Außerdem können Sie Ihr Wissen in unserem Zechenbusch-Waldquiz testen!

Wie gut kennen Sie Selms Zechenbusch?

Der Wald ist ein echter Treffpunkt. Hier kommen gerade Förster Marco Adamek und Anwohnerin Birgit Matera ins Gespräch.

Fünf Schritte den Waldweg hinauf, und die Welt verändert sich. Statt des nervtötenden Kreischens der Steinsäge von der nahen Baustelle ist jetzt Vogelgesang zu hören. Die drückende Vormittagshitze weicht erfrischender Kühle, und in der Luft liegt dieser Duft, den es nur in feuchten Wäldern gibt. Förster Marco Adamek atmet tief durch und schaut sich lächelnd um. Dabei, sagt er, sei der Zechenbusch wegen seiner Lage „eigentlich ein Albtraum für jeden Förster“.

Er habe die Außenkante der Waldfläche einmal abgemessen, sagt der 56-Jährige: „mehr als zwei Kilometer“. Das bedeute: „Jede Menge Nutzungskonflikte.“ Trockene Bäume, die auf eine der Wohnstraßen fallen können, Laub, das auf die Dächer weht, Gärten, die verschattet werden. Marco Adamek lächelt noch immer während dieser Aufzählung. Kein Zweifel: Viel schwerer als die Probleme wiegen für ihn die Vorteile: „Einen Wald mitten in der Stadt, wer hat den schon?“

Der Zechenbusch ist mehr als 160 Jahre alt

Der Zechenbusch sei Selms grüne Lunge: ein Gruß der Ururgroßeltern. „Vor 100 Jahren taucht der Wald erstmals im Kataster auf“, sagt Adamek, während er unter dem grünen Blätterdach den Weg hinaufgeht. Damals habe sich die Fläche im Eigentum der Zeche Hermann befunden, „und die wurde 1926 geschlossen“. Wer zuerst da war: die Zechensiedlung oder der Wald, den alle Busch nennen? Adamek zuckt mit den Schultern. Fest steht: Die ältesten Bäume seien 160 Jahre alt – 40 Meter hohe Buchen und Eichen.

Testen Sie Ihr Wissen in unserem Waldquiz:

Seit 30 Jahren betreut Adamek für den Landesbetrieb Wald und Holz NRW den Wald: diesen und alle anderen Wälder in Selm, Werne, Lünen und zum Teil auch noch in Bergkamen. Für eine Baumgesellschaft ist das nur eine kurze Spanne – aber lang genug, damit Veränderungen sichtbar werden.

Der Wald ist vor allem ein Naherholungsgebiet

Adamek zeigt nach rechts, wo es besonders dunkel ist – wegen der vielen jungen, schlanken Buchen, die dicht an dicht stehen: die neue Waldgeneration. „Wir ersetzen nach und nach die alten durch junge Bäume“ – nicht, weil die Stadt Selm als Eigentümerin des Waldes Einnahmen durch den Holzeinschlag erzielen wolle. „Darum geht es nicht“, sagt er. „Die alten Bäume sind geschädigt und faulen von innen." Außerdem habe Orkan Ela 2014 gewütet.

SELM Sturm Ela hat sie gefällt – jetzt sollen Kinder es richten: Im Zechenbusch in Selm wird ein halber Hektar Wald wieder aufgeforstet. 1600 Bäume sollen dort neu gepflanzt werden. Mehrere Hundert haben Kinder am Freitag gepflanzt. Wir haben die Aktion mit der Kamera begleitet. Hier geht es zu den Fotos.mehr...

Ein Golden Retriever bellt vorne, hinten antwortet ein Schäferhund. Adamek grüßt die Spaziergänger. „Der Zechenbusch dient vor allem der Erholung.“ Wer hier unterwegs sei, wohne zumeist gleich nebenan. „Alle kennen sich“, bestätigt Birgit Matera, das Frauchen des Golden Retrievers, „und alle lieben den Wald“. Eine Zufallsbegegnung: Matera war als Anwohnerin Anfang Mai in den Umweltausschuss gegangen, um für den Erhalt des ganzen Buschs – auch des kleinen Wäldchens zwischen Pädagogenweg, Pestalozzischule und Buchenwaldstraße – zu werben. Mit Erfolg. Die ursprünglichen Bebauungs- und Rodungspläne sind vom Tisch.

Eine Kita und Einzelhäuser sollen noch gebaut werden

Bürgermeister Mario Löhr spricht am Mittwoch gegenüber unserer Redaktion nicht mehr von zwölf Einfamilienhäusern, die zusätzlich zu einer neuen Kita gebaut werden sollen, sondern „von vier, fünf“. Investoren, die sich für die Fläche interessierten, gäbe es schon, ergänzt Städtebau-Ausschussvorsitzender Dieter Kleinwächter.

Marco Adamek, selbst Selmer Bürger, könnte sich privat auch noch eine ganz andere Nutzung vorstellen: „Ein für alle attraktives Eingangstor zu diesem einzigartigen Grünbereich.“

Der Förster macht kehrt. Eineinhalb Stunden im kleinen Wald sind im Nu verstrichen. Die Zeit reichte nicht einmal, um alle unterschiedlichen Bereiche genau zu erkunden. Als er auf den Parkplatz an der Hermann-Löns-Straße tritt, kreischt die Säge und die drückende Hitze macht das Atmen schwer. „Dieser Wald“, sagt Adamek, „ist ein Traum“.

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