Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Konzept

Stadtgespräch über den Betrieb von Spielhallen

MITTE Das Geschäft mit dem Glück boomt. Die stetig steigende Zahl an Anfragen und dem ebenso großen Konfliktpotenzial will die Stadt nun mit einem Spielhallenkonzept entgegentreten.

Stadtgespräch über den Betrieb von Spielhallen

Eckard Kröck (l.), Diane Jägers und Freddy Fischer (zukünftiger Betreiber IMAX) diskutierten am Mittwoch im Museum.

Spielhallen, keiner will sie so wirklich. Aggressive Werbung, Lärm, unattraktives Erscheinungsbild. Mitnichten also ein gutes Image. Im Stadtgespräch am Mittwoch im Kunstmuseum wurde zwar die Breite der Entertainmentbranche angerissen. Vom Freizeitcenter bis zum Varieté ist alles dabei. Doch im Fokus standen das Glücksspiel und seine Hallen. Experten für Stadtplanung und Spielsucht diskutierten Pro und Contra sowie die rechtlichen Grundlagen.Ausreichende Versorgung Die gegenwärtige Situation in Bochum bescheinigt eine "ausreichende" Versorgung der Stadt mit Glücksspielhallen. In Zahlen heißt dies 1237 Spielgeräte finden sich in der Stadt. Damit befindet sich Bochum im Vergleich zu Städten im Umkreis im Mittelfeld und besiegelt somit die Herangehensweise an die Erstellung des Konzeptes als "restriktiv", beschrieb Dr. Michael Frehn von Plansocietät den Vorgang.

Da die Baunutzungsverordnung Spielhallen in Kerngebieten grundsätzlich als zulässig ansieht, sei es notwendig geeignete Standorte zu identifizieren. Potenzieller Imageverlust der umstehenden Gebäude, Einfluss auf Mietpreise und natürlich die Distanz zu Jugendzentren und Schulen fungieren hierbei als ein kleiner Teil der Ausschlusskriterien.Schützenhilfe Schützenhilfe für das Konzept erhielt die Stadt Bochum aus Hamm. "Ihr seid auf dem richtigen Weg", lobte der dortige Planungsleiter Heinz-Martin Muhle. "Unser Konzept kommt auch bei den Betreibern gut an. So wissen sie von Anfang an, was wo möglich ist und was nicht." Neben den planrechtlichen Aspekten spielten auch die sozialkritischen Details eine Rolle. Dr. Wolfgang Kursawe warf sein Augenmerk auf die Gefahren der Spielsucht. Ein Anliegen, das den Bürgern und auch der Rechtsdezernentin Diane Jägers am Herzen lag. Gefahren Können potenzielle, lauernde Gefahren bei der Stadtplanung bereits berücksichtigt werden? Jein, ist die Antwort. Natürlich sollten Spielhallen nicht in unmittelbarer Umgebung von Schulen eröffnen. Doch die Kontrolle der Einhaltung der Altersbegrenzung und Öffnungszeiten ist ebenso wichtig. "Manche halten sich nicht an die 23 Stunden, dann sitzen die Spieler zwei Tage oder länger vor einem Automaten."Zustimmung

Eine Position, der Jägers vehement zustimmte. Denn die Abschlussfrage, ob die Sperrzeiten in Bochum aufgehoben werden könnten, beantwortete sie ohne Diskussion mit: "Nur über meine Leiche."

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Prozessauftakt gegen Fälscher

Mit falschen Papieren hohe Kredite bei Banken ergaunert

Bochum Neun Monate nach dem spektakulären Ausheben einer Fälscherwerkstatt hat am Donnerstag in Bochum der Prozess gegen drei mutmaßliche Mitglieder einer professionellen „Fälscher-Bande“ begonnen. Es geht um falsche Pässe, fingierte Identitäten und erschlichene Darlehen im ganz großen Stil. mehr...

Gerichtsprozess

Werner Arzt drohen vier Jahre Haft wegen Betrugs

Bochum/Werne Er soll eine Bank um 1,6 Millionen Euro betrogen haben: Im Betrugsprozess rund um eine Bochumer Privatklinik drohen dem angeklagten Arzt aus Werne über vier Jahre Haft. Das hat das Bochumer Landgericht am Montag signalisiert.mehr...

Auf Cranger Kirmes verloren

Polizei Bochum fahndet nach Schnuffelbär "Heia"

BOCHUM Mit einer ungewöhnlichen Vermisstenanzeige will die Bochumer Polizei dem dreijährigen Malte helfen. Denn seitdem der Junge aus Gelsenkirchen vor einer Woche auf der großen Cranger Kirmes seinen „Schnuffelbären Heia“ verloren hat, schläft er schlecht.mehr...

Bauchschuss-Drama

Sieben Jahre Haft für Bochumer Pistolenschützen

BOCHUM Nach einem beinahe tödlichen Nachbarschaftsstreit ist ein 56-jähriger Pistolenschütze am Freitag in Bochum zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte im Streit um zu laute Musik seinem Nachbarn in den Bauch geschossen.mehr...

Zeltfestival Ruhr 2017

Royal Republic: Weekend Men in Bochum

BOCHUM Beim Zeltfestival Ruhr in Bochum stand am Donnerstagabend eine besondere Rockband auf dem Programm. Wer auf den letzten Drücker kam, konnte bereits im Biergarten hören, wo es lang ging, denn schon bevor die Schweden überhaupt auf der Bühne standen, schallten „Royal Republic“-Sprechchöre aus dem kleinen Zelt.mehr...

Unversteuerter Tabak sicher gestellt

Zoll durchsucht zehn Shisha-Cafés in Bochumer City

BOCHUM Bei einer Razzia in zehn Bochumer Shisha-Cafés am Montagabend stellten Beamte des Hauptzollamts Dortmund, der Polizei und des Ordnungsamtes über 60 Kilo Wasserpfeifentabak sicher. Bei dem Einsatz in der Innenstadt wurden außerdem mehrere Strafanzeigen geschrieben.mehr...